Jürgen W. Falter, der als weltweit führender Forscher bezüglich der Wähler und Mitglieder der NSDAP gilt, berichtet, dass Antisemitismus nur für eine Minderheit der NSDAP-Mitglieder ein vorrangiges Motiv war; zumindest lässt sich dies aus den Quellen nicht flächendeckend nachweisen. Der primäre Beitrittsgrund zur NSDAP scheint demnach nicht zwangsläufig der Antisemitismus gewesen zu sein.
Hitler und die NSDAP versprachen eine klassengegensatzüberwindende Volksgemeinschaft sowie eine Verbindung von Nationalismus und Sozialismus, was die Sehnsucht vieler Menschen nach nationaler Harmonie und Einigkeit ansprechen sollte.
(Quelle)
Der Historiker und Soziologe Dr. Dr. Rainer Zitelmann legt dar, dass seine empirischen Daten zeigen, dass Antisemitismus als Motiv in Hitlers Reden während der Phase seines Aufstiegs (1929–1933) kaum noch eine zentrale Rolle spielte. Zudem merkte Zitelmann an, dass Antikapitalismus und Sozialismus vor 1933 wichtige Faktoren waren, der NSDAP beizutreten.
1945, nach dem Krieg, war unter den befragten (ehemaligen) NSDAP-Parteimitgliedern der Sozialismus als Motiv, die am häufigsten ideologische Einstellung.
(Quelle)























































