Muss man wissen

Die Bedeutung von „Woke” – Was ist Wokeness?

Übersetzung

Im Deutschen könnte man „Wokeness” mit Gutmenschentum oder „soziomoralischer Überheblichkeit” übersetzten.

Bedeutung

Gemeint ist das übertriebene Eintreten für die Behebung (angenommener) gesellschaftlicher Mißstände.

Dabei zeigt derjenige, der woke ist, ein Übermaß an Engagement, ein Moralisieren, Zurschaustellen und ein Überkompensieren bei einer vermuteten sozialen Ungerechtigkeit oder auch gegnüber anderen gesellschaftlichen Mißständen.

Herkunft

Die obige negative Bedeutung wurde dem Begriff  woke (Verb) und Wokeness (Nomen) erst in den letzten Jahren zuteil. Ursprünglich bedeutet der Begriff „Wokeness”, dass man Wachsamkeit gegenüber sozialen Missständen praktiziert und dementsprechend eingestellt ist. Der Begriff wurde von den schwarzen Amerikanern in den 30er Jahren verwendet und ist eine Abwandlung des Verbs wake (zu Deutsch: wach). Die spätere Bedeutungsänderung zum heutigem Sinn hin, kam zustande, aufgrund des übtriebenen Eifers der Woke-Anhänger, vor allem aus dem politisch linken Spektrum. Woke hat heute im Allgemeinen nur noch eine negative Sinn-Bedeutung.

Beispiele zum Begriff „woke” und „Wokeness”

  • Transsexuelle

    Eine woke Person wäre davon überzeugt, dass ein Mann eine (biologische) Frau sein kann, nur weil dieser Transsexuelle sich selbst als Frau empfindet. Als Konsequenz  hat die woke Person dann auch nichts dagegen, dass dieser Mann beim professionellen Frauensport mitmacht oder Frauenförderung erhält und dabei echte Frauen benachteiligt.  Jeder, der hier Einspruch erhebt, wird dann als transphob beleidigt.

  • Illegale Massen-Einwanderung

    Eine woke Person würde damit übereinstimmen, dass man die Grenzen für jeden öffnen kann. „Niemand ist illegal“ wird als moralisierendes Motto ausgerufen. Die teilweise fatalen Folgen einer solchen Masseneinwanderung werden ignoriert. Die steigende Kriminalität, die importierte Verachtung von Frauen und Mädchen, die Bedrohung der Sozialsysteme etc. wird als unwichtig hingestellt oder sogar völlig ignoriert. Jeder, der gegen eine illegale Masseneinwanderung ist, wird als Rassist oder Ausländerfeind beschimpft.

  • Gefühle sind wichtiger als Logik und Debatte

    Viele woke Personen glauben, dass vor allem Gefühle zählen. So ist es für diese Menschen wichtiger, ob sich jemand beleidigt fühlt oder empört ist, als traditionelle  Werte wie Meinungsfreiheit, Demokratie, Gedankenaustausch, Debattenkultur, Humor und Logik.

    Woke Personen verlangen, dass Begriffe wie Zigeunerschnitzel, Moren-Aphoteke, Indianer, Eskimo,  etc. umbenannt werden sollten, weil sich angeblich dabei jemand beleidigt fühlte.  Neuerdings wurde sogar die Winnetou-Filme bei ARD  gestrichen.

    In den USA richteten Universitäten Bereiche ein (Safe-Spaces), wo keine politischen Debatten stattfinden darf. Zudem werden kostenlose psychologische Beratung für Studenten angeboten, welche die politische Auseinandersetzung als traumatisch empfinden. Jede Gegenmeinung wird von diesen Menschen als körperliche Agression empfunden.

    Hinzu kommt, dass von woken Personen, immer wieder Auftritts- und Redeverbote verlangt, konservative Veranstaltungen massiv gestört und  Andersdenkende manchmal sogar physisch angegriffen werden. 

    Dass dies ein höchst antidemokratisches, despotisches und diskriminierendes Verhalten ist, wird den meisten woken Person nie klar werden. Sie selbst empfinden sich auf der „richtigen“ Seite und dort ist praktisch alles erlaubt. Selbst Hass und Hetze gegen politisch Andersdenkende.

  • Gegen weiße Menschen

    Eine woke Person, wäre jemand, der damit übereinstimmt, dass weiße Menschen (in Deutschland sind es noch alte weiße Männer) privilegiert sind.

    In den USA geht es sogar so weit, dass ganze Stadtteile niedergebrannt oder gezielt weiße Frauen, Männer und Kinder angegriffen werden. Im Kampf gegen einen angeblichen systemischen Rassismus und ein Privilegiertsein scheint es den Woken nicht klar zu sein, dass sie selbst zu Rassisten geworden sind. Z. B. forderte Black Lives Matter im Weihnachtsmonat Dezember nicht in weißen Geschäften einzukaufen. Hier wird ein eingebildeter Rassismus mit Rassismus bekämpft, ohne das es den Aktivisten klar wird.

  • Feminismus 3.0 (3rd Wave Feminism)

    Eine woke Person würde damit übereinstimmen, dass bestimmte männliche Merkmale „toxisch“ sind. Auch deshalb werden von diesen Personengruppen Frauenquoten gefordert. Solche Quoten führen jedoch dazu, dass Männer benachteiligt werden und weniger qualifizierte Personen einen Posten bekommen, zum Schaden der Gesellschaft, im Namen einer angeblichen „Geschlechtergerechtigkeit“.

    Schon alleine, dass ein Mann einer Frau etwas erklärt („Mansplaining“), breitbeinig auf seinem Stuhl sitzt („Manspreading“), oder ein Mann ungefragt anfängt mit einer Frau zu flirteten (vor allem wenn er unattraktiv ist),  wird von woken Menschen als unerwünschte toxische Männlichkeit („Toxic Masculinity“) empfunden. Würde man typisch weibliche Verhaltensweisen mit mit dem Begriff toxische Weiblichkeit (Toxic Feminity) belegen, wäre das zurecht verachtenswert, genauso wie der Begriff toxische Männlichkeit.

    Im Namen der Emanzipation, Frauenbewegung und Gleichberechtigung, machen diese Menschen genau das, was sie eigentlich aus der Gesellschaft  verbannen wollten, nämlich eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts.

  • Kulturelle Aneignung (Cultural Appropriation)

    Eine Person ist woke, wenn sie meint, dass man sich als „Bio“-Deutscher nur noch westlich anzuziehen sollten, nur westliche Musik machen kann und auch nichts aus anderen Kulturkreis verwenden darf. In der Sichtweise der woken Person, wäre das nämlich eine Art Lächerlichmachen von anderen Kulturen. Dass dabei kulturelle Vielfalt verloren geht und man die Personen angreift, die vor allem andere Kulturen zu schätzen gelernt haben, kommt der woken Person nicht in den Sinn. Im Namen der „Antidiskriminierung“ wird selbst fleißig diskriminiert.

  • Gendern

    Eine woke Person wäre jemand, der sich darüber empören würden, wenn man ihn falsch gendert, nicht sein ausgedachtes Pronomen benutzt, auf einem Behördenformular, neben männlich und weiblich, nicht divers angegeben ist  etc.

  • Was nicht links ist, ist Nazi

    Einige woke Personen würde jemanden, der in gesellschaftlichen Fragen, nicht seine (linken) Positionen bezieht, automatisch als Nazis, rechts, rechtsradikal, rechtsextrem oder ähnliches bezeichen. Dabei stößt der woken Person auf, dass jemand z. B. für die Würdigung der Mutter ist, sich gegen die EU ausspricht, etwas gegen illegale Einwanderung hat, gegen die Übersexualisierung im Schulunterricht protestiert, Gendern ablehnt, Deutschland liebt, etc. 

Fazit

Wie man sieht, ist Wokeness vor allem ein Phänomen der linken Szene. Woke Menschen versuchen (eingebildete oder tatsächliche) soziale Missstände zu kompensieren. Dabei schießen sie aber über ein theoretisch vernünftiges Ziel hinaus und erschaffen häufig selbst neue Missstände.

Im Englischen gibt es ein Sprichwort: „The road to hell is paved with good intentions”. (Übers.: „Der Weg zur Hölle ist geflastert mit guten Absichten”.

Woke Personen halten sich selbst für moralisch überlegen und stellen sich übereifrig gegen alles, dass nicht ihrem eigenen sozialen Ideal entspricht. Dabei werden sie im Namen der Gerechtigkeit, auf eine schrullige Weise, selbst intolerant, hasserfüllt , ungerecht, und teilweise gewalttätig. Ihnen wird nicht klar, dass sie zu dem geworden sind, was sie selbst zu bekämpfen suchten. Bei leichteren Fällen, wirken diese Menschen nur unangenehm belehrend. In schwerwiegenden Fällen neigen sie zu Gewalttaten.  Die Kulturrevoulution in China wollte gesellschaftliche Missstände beseitigen und brachte ein Regime hervor, welches bis heute viele Millionen Menschen unterdrückt oder „beseite“ geschafft hat. Die Karl Marx vereehrende kommunistische Regierung in China hält derzeit ca. 1 Millionen Menschen aufgrund ihrer Abstammung in KZs.

Die Gefahr kommt von links. Wer in der Demokratie schläft, wacht im Sozialismus auf. Unsere Gesellschaft sollte jegliche Art linker Ideologie vorsichtig begegnen und sie bei totalitären Ansätzen in die Schranken weisen (frühzeitig und mit friedlichen Mitteln). 

Abhilfen

  • Keine linken Parteien wählen (vor allem nicht die Linke, SPD oder Grüne).
  • Woken Menschen erklären, dass ihr Aktionismus auf falschen Tatsachen beruft und eher das Gegenteil erreicht. Mit etwas Glück ist die Person für eine logischen Debatte offen und Teile der Argumentation können sie noch erreichen. Das Falscheste, was man tun kann, ist nichts zu tun.

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