Bei dieser geschichtswissenschaftlichen Abhandlung soll es um die Fragen gehen, ob Hitler und die Nazis Linke waren und ob sie linke Politik betrieben.
Im nachstehenden Artikel beziehe ich mich auf Aussagen anerkannter Historiker, politikwissenschaftliche Berichte und Zeitzeugenaussagen. Darüber hinaus lege ich meine Schlussfolgerungen und persönlichen Einschätzungen aus den Ergebnissen meiner Recherche dar.
Definition LINKE: Sammelbezeichnung für alle Personen, Parteien und Gruppen, die sich an sozialistischen oder kommunistischen Ideen und Konzepten orientieren.
Begründer des Nationalsozialismus: Der Sozialist Anton Drexler
Die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) hieß vor der Namensumbenennung DAP (Deutsche Arbeiterpartei). Sie wurde von dem Sozialisten Anton Drexler gegründet.
Drexler war auch Vorsitzender der NSDAP, bis Hitler den Vorsitz übernahm.
Drexler förderte Hitler in der damals noch kleinen nationalsozialistischen Bewegung. Er galt als Hitlers Mentor.
Die sozialistische Schrift, mit der die Nazibewegung begann

Anton Drexler, der Gründervater der Nazis, veröffentlichte kurz nach dem ersten Weltkrieg die Schrift >>Mein politisches Erwachen; aus dem Tagebuch eines deutschen sozialistischen Arbeiters<<. In dieser Schrift geht es um die Aufhebung der Klassen, die Errichtung eines sozialistischen Volkes und im Allgemeinen um den Kampf für die Arbeiter.
Im Kapitel 13 „Ausbeuter und Ausgebeutete” heißt es: „Es gibt eine Parole, die euch zusammenführt und die heißt: ‚Sozialismus und Kommunismus …‘”.
Drexler war mit der internationalen Ausrichtung der SPD sehr unzufrieden. Drexler wollte, dass man sich um die Belange der eigenen Bevölkerung kümmert, die damals unter einer hohen Inflation und einer Wirtschaftskrise litt. Die Lösung war für Drexler die Einführung eines nationalen Sozialismus, der sich an den Interessen der eigenen Bevölkerung ausrichtet.
Hitlers Anfänge bei den (nationalen) Sozialisten
Den ersten Kontakt zur Nazibewegung hatte Hitler 1919 in der Gründungsphase der DAP (später NSDAP). Gottfried Feder (später Staatssekretär im Reichsministerium für Wirtschaft) hielt im Münchner Sterneckerbräu den Vortrag „Wie und mit welchen Mitteln beseitigt man den Kapitalismus?“ (Link).
Hitler schrieb später in seinem Buch „Mein Kampf“ über das Treffen: „Nachdem ich den ersten Vortrag Feders angehört hatte, zuckte mir auch sofort der Gedanke durch den Kopf, nun den Weg zu einer der wesentlichsten Voraussetzungen zur Gründung einer neuen Partei gefunden zu haben.”
Das linke Wahlprogramm der Nationalsozialisten
Auch im Laufe der Geschichte der NSDAP kommen die sozialistischen Wurzeln zum Vorschein. Z. B. im 25 Punkte Wahlprogramm der NSDAP. Hier spricht man von folgenden Punkten:
- Grund- und Boden-Enteignungen
- Verstaatlichungen von Trusts
- Gewinnbeteiligung an Großbetrieben
- Kommunalisierung der Groß-Warenhäuser
- Abschaffung des mühelosen Einkommens (Stichwort: Einnahmen durch Zinsen)
- Ersatz einer materialistischen Weltanschauung dienenden Rechtsordnung
- Todesstrafe für Wucher und Schieber
- Gemeinnutz vor Eigennutz
- Stärkung des Staatsapparates
Dies sind alles deutlich linke Forderungen.
”Genosse”: Ein typischer Begriff der Linken
Die Nazis haben sich untereinander Genossen (Parteigenossen / Volksgenossen) genannt.
Warum ”National”-Sozialismus?
1919-1920 regierte die SPD. Im Wahlkampf zuvor stellte sie umfassende sozialistische Forderungen und wollte sich für das Wohl des Arbeiters einsetzen.
Der Gründer der NSDAP (Anton Drexler) prangerte an, dass sich die Situation der Arbeiter nicht sonderlich verbesserte, trotz der Versprechungen der nun regierenden SPD.
Anton Drexler bemängelte, dass die Regierung die Interessen anderer Länder zu stark berücksichtige und empfand dies als Verrat, da für ihn das eigene Volk zu kurz kam.
Er wollte, dass sich sozialistische Politik an den nationalen Interessen orientiert (deshalb der Begriff „nationalsozialistisch“).
Auch dies erklärt die allgemeine Opposition der Nazis zum Marxismus, der sich mehr international ausrichtete („Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“).
Adolf Eichmann: Nationalsozialismus und Kommunismus sind Geschwister
SS-Obersturmbannführer Otto Adolf Eichmann war einer der schrecklichsten Naziverbrecher. Er war Teilnehmer der berüchtigten Wannsee-Konferenz. Er leitete später die Dienststelle, welche für die Verfolgung, Deportation und Ermordung von 6 Millionen Juden zuständig war.
In seinen Memoiren schrieb er, dass sein politisches Empfinden links war. Für ihn war das Sozialistische mindestens genauso wichtig wie das Nationale. Er und seine Freunde sahen den Kommunismus und Nationalsozialismus als eine Art Geschwisterkinder. (Quelle)
Joseph Goebbels: Wir sind Sozialisten
Joseph Goebbels (Reichspropagandaleiter und Hitlers enger Vertrauter in der NSDAP) :
Seite 11: „Haben wir Deutschland erst erobert, dann wird Deutschland ein Staat der Arbeit, ein Arbeiterstaat sein.”
Seite 13: „… das Ziel dieses Kampfes ist nie und nimmer die Weltrepublik des Sozialismus, – die hat es nie gegeben und wird es nie geben. […] Das Ziel ist die Gründung neuer nationaler, sozialistischer Staaten.”
Goebbels äußerte, dass kein Zar das russische Volk in seinen nationalen Instinkten so verstanden hat wie Lenin, der im Gegensatz zu den deutschen Kommunisten, kein internationaler Marxist sei. (Link)
Der Historiker und international anerkannte Goebbels Biograph Prof. Dr. Longerich, hielt folgende Zitate von Goebbels fest:
„Ich bin ein deutscher Kommunist.”
„Der Sozialismus ist die Weltanschauung der Zukunft.”
(Quelle: Dr. Peter Longerich Joseph Goebbels Biographie)
Die New York Times (vom Nov. 28, 1925 | Seite 4) berichtete, dass Goebbels Lenin und den Kommunismus wie folgt charakterisierte: „Lenin was the greatest man, second only to Hitler, and that the difference between communism and the Hitler faith was very slight.”
Übersetzung von Wie24: „Lenin war der bedeutendste Mann, gleich hinter Hitler und dass der Unterschied zwischen Kommunismus und Hitlers Ansichten nur geringfügig sei.”
Hitler: Unsere große Aufgabe liegt in der Abschaffung des Kapitalismus
„Wir leben in einem großen Umbruch, wie ich immer sage, vom Individualismus zum Sozialismus, vom Eigennutz zum Gemeinnutz, vom >Ich< zum >Wir<.”
[…]
Im Parteiprogramm haben wir die Verstaatlichung der vergesellschafteten Betriebe vorgesehen. Das ist unser Ziel. Dafür kämpfen wir.
[…]
„Je mehr man sich mit den Konsequenzen aus unseren Gedanken und Plänen befaßt, umso mehr kommt man zur Überzeugung, daß sie richtig und die tatsächliche Lösung der so schwierig erscheinenden Probleme des Sozialismus sind. Was Marxismus, Leninismus und Stalinismus nicht erreicht haben, werden wir zu erfüllen in der Lage sein. Und unsre Synthese ist kein Kompromiß, — einen solchen würde ich ablehnen —, sondern sie ist die radikale Beseitigung aller falschen Ergebnisse der Industrialisierung und des ungezügelten wirtschaftlichen Liberalismus und die Rückführung dieser Entwicklung in den Dienst der Menschheit und des Individuums.”
[,,,]
„Nur wo der Kapitalismus gebrochen, abgeschafft, durch etwas Neues ersetzt ist, hört die Macht Amerikas auf. Hier liegt unsere große Aufgabe und zugleich unsre Chance! Hier ist der Untergrund, in dem wir ankern können. Von da aus kann eine anti-industrialistische Welt aufgebaut werden.”
[…]
„Unsre Bewegung hat sich zur Aufgabe gemacht, dem deutschen Volk zu ermöglichen, die Weimarer Verfassung so zu ändern, daß sie dem Wesen und Willen des Volkes entspricht. Und dieses Wesen des deutschen Volkes ist im tiefsten Sinn sozialistisch. Volksgemeinschaft ist überhaupt letzten Endes stets Sozialismus.”
[…]
„Es gibt auch eine konstruktive internationale sozialistische Idee. Aber sie ist eine ganz andere. Wenn nämlich erst die Nationen begonnen haben, innerhalb ihrer eigenen Grenzen eine sozialistische und sozialwirtschaftliche Neuordnung durchzuführen, dann kommt der Augenblick, daß die Gesamtheit der Nationen, also alle Völker und Staaten, davon abkommen, unter sich nach liberalistischen Grundsätzen um Macht und Vorherrschaft, Versklavung und Ausnutzung zu kämpfen, also nach imperialistischen Gesichtspunkten zu handeln, sondern daß auch unter ihnen Rücksichtnahme, Gemeinschaftsgeist, eben >Sozialismus< herrscht. Was im kleinen erst innerhalb der einzelnen Völker vor sich ging, das wird dann innerhalb der ganzen Völkergemeinschaft der Erde vor sich gehen. Auch die Kleinsten werden Gleichberechtigung haben, auch die Habenichtse werden Anteil nehmen können an den Gütern und am Überschuß des Weltbesitzes der Großen. Das ist dann der Sozialismus der Völker!”
Quelle: Aus den Protokollen, die Hitlers enger Wirtschaftsberater Generalmajor Otto Wagener anfertigte. Der Generalmajor war auch Reichstagsmitglied und zeitweise oberster SA-Führer. Die Aufzeichnungen werden von Historikern anerkannt und sind im Buch: „Hitler aus nächster Nähe. Aufzeichnungen eines Vertrauten 1929-1932” stellenweise veröffentlicht.
Mehr Beispiele:
Aus Hitlers >>Mein Kampf<<: „Auch dies ist eine Aufgabe unserer Bewegung, dass sie schon heute von einer Zeit künde, die dem Einzelnen das geben wird, was er zum Leben braucht, aber dabei den Grundsatz hochhält, dass der Mensch nicht ausschließlich um materieller Genüsse willen lebt.
[…]
Nationalsozialistische Arbeitnehmer und nationalsozialistische Arbeitgeber sind beide Beauftragte und Sachwalter der gesamten Volksgemeinschaft. ”
Hitlers Rede im Reichstag als neuer Kanzler am 23.3.1933: „Der Kampf gegen eine materialistische Weltauffassung und für die Herstellung einer wirklichen Volksgemeinschaft dienen eben so sehr den Interessen der deutschen Nation, wie denen unseres christlichen Glaubens. [,..] Nicht das Individuum kann der Mittelpunkt der gesetzlichen Sorge sein, sondern das Volk. […] Groß sind die Aufgaben der nationalen Regierung auf den Gebieten des wirtschaftlichen Lebens. Hier wird ein Gesetz alles Handeln bestimmen. Das Volk lebt nicht für die Wirtschaft und die Wirtschaft existiert nicht für das Kapital, sondern das Kapital dient der Wirtschaft und die Wirtschaft dem Volk.”
Aus den Ton-Aufnahmen beim Gespräch zwischen Hitler und dem finnischen Oberbefehlshaber Mannerheim (am 4 Juni 1942):
„Ich hatte ein ganz großes soziales Programm mir vorgenommen. Ich bin selbst in meinem Volk aus sehr schweren Anfängen emporgestiegen und ich hatte kein anderes Lebensziel als ein ganz großes soziales Programm durchzuführen und auch ein großes ergänzendes kulturelles Programm. Diesen Aufgaben habe ich mich gewidmet.” – Adolf Hitler
Adolf Hitler | Stalingradrede im Löwenbräukeller am 08.11.1942:
„Es ist noch gar keiner zurückgekehrt, der eine andere Auffassung hätte äußern können als die, dass, wenn ein sozialistischer Staat irgendwo in Verwirklichung begriffen war, dass das dann nur in Deutschland allein geschah. Das ist auch mit ein Grund, warum diese andere Welt, sofern sie die kapitalistischen Interessen vertritt, gegen uns vorgeht. Es ist ein Konzern, der sich auch heute noch anmaßt, die Welt nach seinen privatkapitalistischen Interessen regiert, dirigiert und, wenn notwendig, auch malträtieren zu können. ”
Hitlers linke Politik der Umverteilung (von oben nach unten)
Die Nationalsozialisten haben nach der Wahl diverse linke Sozial-Gesetze erlassen. Gesetze, von denen Linke zuvor lange geträumt haben. Das waren Gesetze zum Nutzen des kleinen Mannes und Arbeiters. Es waren aber auch Gesetze zum Schaden der Reichen und der Wirtschaft.
- Rentenerhöhung während des Krieges um Netto 15%
- Rentner bekamen 1941 die Krankenversicherung (für einen symbolischen Beitrag von 1 Reichsmark)
- Lohnzulagen bei Schichtarbeit
- Lohnfortzahlungen
- Einführung des 1. Mai als nationaler Feiertag zur Ehrung des Arbeiters (mit voller Lohnfortzahlung)
- Halbierung von Rezeptgebühren
- Schuldnerschutz
- Mieterschutz / Mietendeckel
- Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen
- Steuerliche Zusammenveranlagung von Ehepartnern
- Kilometerpauschale
- Kinderbeihilfen (später in der BRD Kindergeld)
- Schulgeld
- Steuerklassen, von denen vor allem Familien profitierten
- Erhöhung der Körperschafts- und Unternehmenssteuer von 20 auf 40% (im Krieg auf 55%)
- Zwangsabgabe der Wirtschaft an die NSDAP, die sog. Adolf-Hitler-Spende (bis 1945 insgesamt ca. 700 Millionen Reichsmark)
- Anmerkung: Die Lohnsteuer wurde, trotz Krieges, nie erhöht.
- Hohe Freibeträge bei der direkten Kriegssteuer (80 Prozent der Deutschen lagen unterhalb des Freibetrages)
- Einmalige Abgabe für Haus- und Grundstücksbesitzer (insgesamt 8 Milliarden Reichsmark)
- Anspruch auf Urlaubstage wurde von bislang 8 bis 12 Tagen auf 14 bis 21 erhöht.
- Ausweitung des Freizeitangebotes für Arbeiter und Angestellte
- Reduzierung der Arbeitslosigkeit von 4,8 Millionen Arbeitslose auf fast Vollbeschäftigungs-Niveau (ohne Inflation und mit relativ stabilen Löhnen)
Anmerkung: Soziale Wohltaten für Arbeiter und den kleinen Mann, wie oben aufgeführt, mögen für uns heute normal klingen. In der Weimarer Republik waren solche Gesetze jedoch nur ein Traum vieler Linker. Solche Umverteilungsmaßnahmen von oben nach unten waren am Ende der Weimarer Republik Wunschdenken. Vor Hitlers Machtübernahme kämpften Arbeiter mit Beschneidungen von Arbeitnehmerrechten (Quelle). Es war die linke Politik der Nationalsozialisten, die man teilweise bis heute in unserem Sozialstaat wiederfindet. Es waren linke Sozialmaßnahmen, die überproportional Reiche, Unternehmen und Besserverdiener trafen. Hitler hat mitnichten Politik für Reiche und Unternehmen gemacht. Er war ein Linker. Ihn interessierte vor allem die Arbeiterklasse. Aber dazu später mehr.
Vergleich mit anderen sozialistischen Regimen
- Etablierung einer Kommando- bzw. Planwirtschaft
- Entrechtungen und Beschränkungen von privaten Unternehmen (falls noch nicht verstaatlicht)
- Umverteilen von Besitz (zu Gunsten der ärmeren Bevölkerung)
- Einführung von extrem hohen Steuersätzen für Reiche und Unternehmen (falls noch nicht verstaatlicht)
- Fokussieren auf den Gemeinschaftsgedanken, bei dem der Einzelne nicht viel zählt („Wir statt Ich”, „Volksgemeinschaft statt Individualismus”)
- Ausrichtung auf einen übermächtigen Staat
- Auf Staatsziele abgestimmte Produktion
- Ausweitung von Bürokratie (Beamtentum)
- Niederschlagung, Unterdrückung oder Einschränkung der Opposition
- Vernichtung oder Beschränkungen von freien Gewerkschaften
- Machtkonzentration in den Händen einer einzigen Partei oder/und eines einzigen Diktators
- Gleichschaltung bzw. die Ausrichtung von Medien, Vereinen, Verbänden und anderen Organisationen auf eine sozialistische Weltanschauung
- Verstaatlichung oder Zusammenlegung von mehreren Organisationen in eine besser kontrollierbare Organisation.
- Indoktrination und sozialistische Erziehung der Bevölkerung (vor allem der Jugend)
- Glorifizierung des Arbeiters
- Kontrolle der Medien
- Einschränkung des Meinungskorridors (Schreib- und Sprechverbote)
- Intensive Bespitzelung
- Drangsalierung oder Beseitigung von Systemkritikern
- Ausschluss und Verfolgung bestimmter Bevölkerungsgruppen
- Unterdrückung von Demokratiebestrebungen
- etc.
Sozialismus bedeutet, dass der Staat die Kontrolle über Unternehmen und die Öffentlichkeit erlangt. Das angedachte Ziel ist eine Umverteilung von Gütern, Geld und Machtpositionen. Auch die Aufhebung von Klassen in der Bevölkerung wird in diversen sozialistischen System (theoretisch) angestrebt.
Genauso wie andere sozialistische Regime, schafften es die Nazis nicht, sozialistische Ziele vollständig umzusetzen. Jemand ist trotzdem ein Sozialist / ein Linker, der den Versuch unternimmt, Sozialismus zu etablieren.
Den reinen Sozialismus gab es noch nie und wird es auch nicht geben, genauso wie es Kapitalismus in Reinform noch nie gab und nie geben wird. Es sind immer Misch-Systeme mit unterschiedlichen Anteilen und Ausprägungen. Die Zielrichtung ist entscheidend. Die Zielrichtung bei Hitler war (so wie in allen sozialistischen Ländern vor und nach ihm) mehr Kontrolle von Unternehmen und Individuen, Umverteilung, Fürsorge für Schwächere, Einschränkung des Kapitalismus, ein immer mächtigerer Staat etc.. Also im Prinzip das, was viele Linke und die meisten „modernen“ Sozialisten möchten.
Nazis waren Sozialisten und damit sind sie im politischen Spektrum eindeutig links zu verordnen. Die NSDAP war eine Linkspartei. Nationalsozialismus ist eine linke Ideologie.
FAQ
Spielte bei den Nazis der Rassismus eine größere Rolle als der Sozialismus?
Das zentrale Thema einer jeden Linksideologie / Sozialismustheorie ist der Antikapitalismus. Mal mehr und mal weniger.
Die Nazis waren vorrangig Antikapitalisten. Sie suchten Lösungen, den Kapitalismus und eine trennende Klassengesellschaft zu überwinden. Hier unternahmen die Nationalsozialisten Maßnahmen Hierarchien abzubauen. Die Schere zwischen Arm und Reich sollte ein Stück weit geschlossen werden.
Jürgen W. Falter, der als weltweit führender Forscher bezüglich der Wähler und Mitglieder der NSDAP gilt, berichtet, dass Antisemitismus bei den meisten Mitgliedern der NSDAP keine Rolle spielte bzw. man es nicht nachweisen könne. Seine empirischen Untersuchungen zeigten auch, dass Judenhass in Hitlers Reden zu Zeiten seines Aufstieges (1929-1933) kaum noch vorkam. Laut Falter gaben die meisten ehemaligen Parteimitglieder nach 1945, als häufigste ideologische Einstellung, den Sozialismus an. (Link)
Nichts desto trotz, war eines der Ziele der verbrecherischen Nazis, den Kapitalismus auch dadurch zu besiegen, indem sie versuchten, alles Jüdische zu vernichten. Sie sahen den internationalen marxistischen Sozialismus von kapitalistischen Juden gesteuert. Angeblich sollten Juden den internationalen Sozialismus benutzen, um kapitalistische Ziele zu verfolgen, anstatt einen „wahren“ Sozialismus zu verfolgen.
Der Antisemitismus war zwar ein wichtiger Aspekt, aber nicht die Hauptmotivation bei den Nazis.
Hierzu auch der nächste Punkt.
Ist die Eugenik (Erbgesundheitslehre / Rassenhygiene) der NS-Zeit mit Sozialismus vereinbar?
Die Grundlage der Eugenik geht auf Herbert Spencer (1820-1903) zurück. Er entwickelte den Sozialdarwinismus.
Der Sozialdarwinismus ist eine Lehre, die darwinistische Erkenntnisse auf die Gesellschaft anwenden möchte.
Der Darwinismus, auf dem der Sozialdarwinismus fußt, ist die Lehre über die Entwicklung der Natur (Evolution) durch Auslese (im Prinzip: überlebensfähigere Merkmale haben in der Natur bessere Chancen weiter fortzubestehen | Oder verkürzt gesagt: Der Stärkere überlebt).
Auch Karl Marx war von Darwin beeindruckt. Karl Marx schrieb 1861 an Ferdinand Lassalle: „Sehr bedeutsam ist Darwins Schrift und passt mir als naturwissenschaftliche Unterlage des geschichtlichen Klassenkampfs.”
Ernst Haeckel (1834-1919) nahm die Idee des Sozialdarwinismus auf und verband diese mit der Rassenlehre.
Von ihm stammen Sätze wie:
„Hunderttausende von unheilbaren Kranken, namentlich Geisteskranke, Aussätzige, Krebskranke u.s.w. werden in unseren modernen Kulturstaaten künstlich am Leben erhalten und ihre beständigen Qualen sorgfältig verlängert, ohne irgendeinen Nutzen für sie selbst oder für die Gesamtheit.“ (Quelle: Sein Buch: Die Lebenswunder, 1904, S. 134)
Seine Schriften hatten großen Einfluss auf die sozialistische Arbeiterschaft und auf sozialistische Intelektuelle.
Die Idee von nicht wenigen Sozialisten war, dass man die Schlagkraft der Arbeiterbewegung erhöhen könne, wenn man darwinistische Prinzipien anwende (z. B. gezielte Fortpflanzungssteuerung, Rassenhygiene etc.). Siehe Buch „Eugenik und Sozialismus“ von Dr. Birgit Lulay.
Beim Kollektivismus (einer typisch linken Idee) geht es ohnehin darum, der Gruppe vorrang vor den Bedürfnissen des Einzelnen zu geben. Das Gruppenwohl steht an erster Stelle, auch wenn Einzelne „aussortiert“ werden müssten.
In der DDR wurde Ernst Haeckel zu einer Inspirationsquelle für den Realsozialismus und zu einem fortschrittlichen Denker erklärt. Die kommunistische Urania ( Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse in der DDR) verlieh sogar eine Ernst-Haeckel-Medaille z. B. an Erich Honecker.
Die Eugenik war im Prinzip eine kollektivistische (Vorrang vor dem Individuum) Lösung, um eine (sozialistische) Gemeinschaft nach angeblich biologisch „wünschenswerten“ Merkmalen zu optimieren. Sozialisten denken häufig in Richtung eines Volksganzen und kümmern sich weniger um einzelne Individuen. So wie Hitler verachteten viele andere Sozialisten und Kommunisten den Individualismus. Sie wollten weg vom ICH und hin zum WIR. Gemeinschaft ist für Sozialisten alles und soll optimiert werden. Für viele Sozialisten können zu Gunsten dieser Ideen Opfer gebracht werden, solange es dem Volksganzen (bzw. Gemeinschaft) hilft. Die Gemeinschaft bzw. Volksgemeinschaft ist Sozialisten immer wichtiger als einzelne Personen.
Waren die Nazis gegen einen Gleichheitsgedanken?
In der Idee des Sozialismus findet man einen Gleichheitsgedanken, bei dem Menschen (vor allem in Bezug auf gesellschaftliche Klassen) gleichwertig sein sollen. Oft stellt sich dann aber heraus, dass die an die Macht gekommenen sozialistischen Führer, Gleichheit eigensinnig interpretieren bzw. missachten.
Auch die Nazis waren für eine klassenlose Gesellschaft. Dies kam mit dem Begriff der „Volksgemeinschaft“ zum Ausdruck und damit, dass man eine Gleichstellung der Arbeiter mit den Arbeitgebern und anderen sozialen Schichten erreichen wollte. Keiner, in diesem Bezugsrahmen, sollte über dem anderen stehen. Alle sind Diener des einen Volkes, einer sozialen Gemeinschaft, die gemeinsam nationale Interessen vorantreibt und den schwächeren hilft. Der Fokus wurde von „ich“ wird auf „wir“ gelegt. Jeder soll innerhalb der Gemeinschaft wertgeschätzt werden. Diese Propaganda war und ist typisch in sozialistischen Ländern und verhalf vielen linken Diktaturen zum Aufstieg und teilweise auch zum Erhalt der Macht.
In diversen sozialistischen Systemen wurde Gleichheit versprochen. Doch wer letztendlich zu den „Gleichen“ zählt, war immer Auslegung der betreffenden Regime. Häufig endete der Gleichheitsgedanke dann damit, dass sich eine linke Partei-Clique bildete, die über den Rest der Bevölkerung stand. Andere, die sich dem widersetzten, wurde verfolgt, unterdrückt und vernichtet.
Auch marxistische Kommunisten befürworteten Gewalt als Mittel zur Erreichung einer kommunistischen Gesellschaft.
Zitat aus dem Manifest der kommunistischen Partei von 1848 : „Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, daß ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung. Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen.“
Quelle: Marx-Engels-Werke Band 4
1872 sagte Marx in seiner Rede über den Haager Kongreß, dass Gewalt der Hebel der Revolution sein muss.
Quelle: Marx-Engels-Werke Band 18, S. 160
Hitler drückte seinen Gleichheitsgedanken (noch vor seiner Wahl) so aus: „Da sehen Sie den Unterschied zwischen der alten individualistischen Zeit und dem anbrechenden Sozialismus. In der Vergangenheit, — das heißt, für die meisten ist es noch die Gegenwart, — ist das Individuum alles, alles geht um die Erhaltung seines Lebens und um die Verbesserung seiner Existenz. Alles dreht sich um ihn. Er ist ein Mittelpunkt. Jeder ist ein Mittelpunkt, und in verbrieften Menschenrechten wird ihm dies dokumentarisch zugestanden. Im kommenden Sozialismus dagegen geht es um die Gesamtheit, um die Gemeinschaft, um das Volk. Und der einzelne und sein Leben spielen nur eine untergeordnete Rolle. Er kann geopfert werden, er selbst ist bereit, sich zu opfern, wenn die Allgemeinheit es erfordert, wenn das Gemeinwohl es verlangt.” (Quelle: Buch „Hitler aus nächster Nähe. Aufzeichnungen eines Vertrauten 1929-1932”. Seite 70/71 von Otto Wagener | Reichstagsmitglied, zeitweise Stabschef der SA, Hitlers enger Wirtschaftsberater. Er fertigte Protokolle von den Treffen mit Hitler an, die er teilweise in seinem veröffentlichte. )
Im Prinzip ging es den Marxisten und Nationalsozialisten um ein ähliches Gleichheitsverständnis: Mit Gewalt Feinde des Sozialismus beseitigen, bis das Endziel erreicht ist, wo Menschen gleich sein können. Bis dahin ist nicht jeder gleich.
In vielen sozialistischen Ländern wurden einzelne Menschen geopfert, um ein Gleichheitsideal zu verwirklichen. Also im Prinzip: »Alle Menschen sollen gleich sein und wer zu dieser Gleichheit nicht passt (wie z. B. Kritiker), wird aussortiert.« Jeder soll gleich denken und handeln, entsprechend den Idealen der jeweiligen sozialistischen/kommunistischen Partei bzw. Bewegung.
In China, Russland, Frankreich usw. haben Kommunisten sich bestimmter Volksgruppen entledigt, die man als Privilegierte des alten Systems bezeichnete: In China tötete man Intellektuelle, bestimmte religiöse Gruppen und Konservative, in Frankreich entledigte man sich Kirchenleuten und Aristokraten. In Russland wurden Aristokraten und politisch Andersdenkende drangsaliert, getötet, verfolgt und in Lager gesperrt. Dazu zählten auch linke Gruppe, wie z. B. die Menschewiki (Sozialdemokraten) oder die Linken Sozialrevolutionäre (Kommunisten). (Link)
Pol Pot, der Führer der sozialistischen Revolution von Kambodscha, hat Städter (Menschen, die in der Stadt leben), als Feinde ausgemacht. Er brachte sie aufs Land, wo in großer Zahl durch Überarbeitung und Hunger umkamen. Insgesamt starben unter Pol Pot 7,8 Millionen Menschen (1/4 der Bevölkerung).
In vielen sozialistischen Ländern wurden Homosexuelle verfolgt. Die Sowjetunion bestrafte ab 1934 gelebte Homosexualität mit bis zu fünf Jahren Gefängnis oder Zwangsarbeit. Oft wurden Homosexuelle auch einfach auf unbestimmte Zeit in psychiatrischen Kliniken eingesperrt. Von 1934 bis 1991 wurden bis 250.000 Männer verurteilt. Auch andere sozialistische Länder wie Kuba, Tschechoslowakei, Rumänien, Polen, Slovenien, Kroatien, China kriminalisierten und bestraften Homosexualität. In Kuba wurden Homosexuelle in KZs gesperrt. Erst 2022 hat Kuba Homosexualität legalisiert. In China wurden Homosexuelle sogar hingerichtet. Hitler bildete also keine Ausnahme unter den sozialistischen Regimen, was die Verfolgung, Ungleichbehandlung und Inhaftierung von Homosexuellen anbelangt.
Sozialismus predigt den Gleichheitsgedanken, geht dann aber brutal gegen bestimmte Volksgruppen vor.
Randbemerkung: Der renommierte Schriftsteller George Orwell hat mit seinem Roman „Farm der Tiere“ ( von 1945) sicherlich gut aufzeigen können, wie sich aus sozialistischen Ideen (z. B. dem Gleichheitsgedanken) ein Terrorregime entwickeln kann. Bei dem Roman geht es um Tiere, die die Herrschaft über eine Farm erlangten und den Besitzer vertrieben. Die Tiere stellten dann Bestimmungen für sich auf, um das Zusammenleben zu regeln. Eine der Regeln war, dass alle Tiere gleich sind und keines bestimmte Privilegien erhält, wie z. B. in einem Bett zu schlafen oder im Farmhaus zu leben. Doch schon bald bildeten sich Kontrollstrukturen aus, bei denen die „Schweine“ die Macht an sich rissen und mit Gewalt auf Protest reagierten. Die Schweine selbst leben in Saus und Braus und es galt dann nur noch eine Regel: „Alle Tiere sind gleich, aber manche Tiere sind gleicher.“ (George Orwell war ein gemäßigter Sozialist, aber auch abgestoßen von den Konflikten, dem Verrat und den blutig geführten Kämpfen innerhalb der Linken. Seine Bücher wurden in einigen sozialistischen Ländern verboten.)
Was hielten die Nazis von Privateigentum (der Produktionsmittel)?
Die alten Nazis standen hinter dem Privateigentum. Auch Karl Marx stand hinter dem Privateigentum.
Im Marxismus oder bei einigen anderen Sozialismus-Theorien geht es lediglich darum, dass das Privateigentum an Produktionsmitteln in gemeinschaftliche Hände fällt. D. h. nicht, dass es in einem sozialistischen Staat kein Privateigentum an Produktionsmitteln gibt. Es ist aber das Ziel. Im Kommunismus gilt dieses Ziel (laut Marx) als erreicht. Sozialismus ist bei Marx die Vorstufe zum Kommunismus.
Eigentum bedeutet im Grunde, dass man über etwas rechtlich oder praktisch verfügen kann. Dann gehört es einem. Je weniger es einem gehört, desto mehr ist jemand anderes der Eigentümer.
Je weniger das private Individuum über Produktionsmittel verfügen kann, desto mehr gehören diese Produktionsmittel dem Staat bzw. Gemeinschaft.
Eine Art Verstaatlichung von Eigentum fand bei den National-Sozialisten erst einmal schleichend und indirekt statt. Dies ist auch dem Rechtsverständnis und den gesetzlichen Verfügungen der Nazis in Bezug auf das Eigentum (an Produktionsmittlen) zu entnehmen:
- Aufhebung der verfassungsrechtlichen Eigentumsgarantie (Hierzu auch: Link)
- Eigentum hatte Gemeinschaftsbindung und musste gemeinverträglich sein.
- Der Staat hatte übergeordnete Rechte an privaten Produktionsmitteln und anderem Privateigentum.
- Eigentum war keine totale Sachherrschaft mehr, sondern nur noch eine Zuordnung von Sachgütern an die Rechtsperson, durch den Staat.
- Es gab eine Pflichtbindung von Eigentum. So wurden beispielsweise Bauernhöfe bei Nichtbewirtschaftung enteignet.
- Unternehmen erhielten Produktionsmengen zugeteilt.
- Der Staat bestimmte über Gehälter und Arbeitsbedingungen in Betrieben.
- Staatliche Einrichtungen überwachten und kontrollieren Vorgänge in den Betrieben.
- Preise wurden für viele Erzeugnisse staatlich reglementiert.
- Die Verteilung von Produkten wurde oftmals durch den Staat bestimmt.
- Unternehmen hatten sich den Zielen der NSDAP unterzuordnen.
- 1936 Gründung der Vierjahresplanbehörde
- Betriebe wurde gleichgeschaltet.
- Die Wirtschaft wurde befehls- und kommandoartige durch den Staat kontrolliert. (Link)
Typisch SOZIALISTISCH / LINKS: Das private Individuum und sein Eigentum (an Produktionsmitteln) sollten mehr und mehr für den Staat existieren.
Die Wirtschaft wurde gegängelt und kommandoartig beherrscht. Die freie Verfügung über die Produktionsmittel durch Privatpersonen war oftmals aufgehoben oder eingeschränkt, weil die Entscheidungsgewalt zu großen Teilen beim Staat lag.
Der gesellschaftliche Besitz der Produktionsmittel rückte näher.
Der Unternehmer und der Arbeiter sollten laut Hitler nur noch „Beauftragte“ und „Sachwalter“ des Volkes werden und in der klassenlosen Volksgemeinschaft aufgehen. Dem individualistischen Materialismus wurde der Kampf angesagt.
Hitler schrieb in „Mein Kampf“: „Auch dies ist eine Aufgabe unserer Bewegung, dass sie schon heute von einer Zeit künde, die dem Einzelnen das geben wird, was er zum Leben braucht, aber dabei den Grundsatz hochhält, dass der Mensch nicht ausschließlich um materieller Genüsse willen lebt. […]
Nationalsozialistische Arbeitnehmer und nationalsozialistische Arbeitgeber sind beide Beauftragte und Sachwalter der gesamten Volksgemeinschaft.”
Sozialismus wird allgemein definiert als politische Richtung oder Bewegung, die privaten Besitz einschränkt und die Warenproduktion sowie Warenverteilung kontrolliert. Sozialisten sind diejenigen, die in diese Richtung gehen wollen.
Der NS-Staat ging in diese Richtung. Sie waren Sozialisten.
Siehe Duden unter dem Begriff Linke.
Warum standen die Nazis dem Marxismus feindselig gegenüber?
Sozialismus hat viele Formen, nicht nur Marxismus. Sozialismus ist der Oberbegriff und existierte bereits vor Marx. Er entstand aus der Arbeiterbewegung, um Klassenunterschiede zu überwinden. Hier ist insbesondere die französische Revolution von 1789 bis 1799 zu erwähnen.
Marxismus wollte internationalen Sozialismus (Leitspruch der Marxisten: Proletarier aller Länder, vereinigt euch!). Marxisten war es sehr wichtig, sich international zu vernetzen und den Sozialismus aus dieser Verbindung heraus zu etablieren.
Die ganze Idee des Nationalsozialismus basiert auf nationalem Sozialismus. Zwar übernahmen die Nationalsozialisten viele Ansätze aus dem Marxismus, jedoch verachteten sie die internationale Idee. Sie wollten Sozialismus erst national einführen.
Der Sozialismus sollte zunächst national Fuß fassen, anstatt sich von Anfang an international auszurichten. Er sollte erst innerhalb Deutschlands etabliert werden, bevor er sich international verbreitet.
Anton Drexler hat den Nationalsozialismus gegründet, weil er sich von der SPD in der Weimarer Republik enttäuscht fühlte. Er sah die sozialistischen Versprechungen der SPD für das eigene Volk nicht erfüllt. Er verachtete, dass nach seiner Ansicht die damals regierende SPD sich eher um internationale Belange kümmerte, anstatt für das eigene Volk. Auch verachteten die Nazis die internationalen Kommunisten (Bolschewiken) in Russland, die Teile der eigenen Bevölkerung abschlachteten. Die Nazis wollten so viele Menschen wie möglich in die NS-Bewegung einbinden. In anderen sozialistischen Ländern wurden im Namen der „Gleichheit“ und „Gerechtigkeit“ Unternehmer, Reiche, Konservative etc. verfolgt und teilweise ermordet. Hitler wollte einen etwas anderen Weg gehen. Er wollte z. B. Kapitalisten und Unternehmer für sich als Arbeiter und Sachverwalter nutzbar machen und in seinen deutschen Sozialismus einbinden. Auch diese Menschen sollten sich laut Hitler für die Gemeinschaft/den Staat dienlich machen.
Die nationalsozialistische Bewegung verfolgte im Gegensatz zu der marxistischen Bewegung eher einen christlichen Sozialismus / Kommunismus. Dies ist in der Schrift, mit der der Nationalsozialismus begann, nachzulesen (Mein politisches Erwachen; aus dem Tagebuch eines deutschen sozialistischen Arbeiters von Anton Drexler). Zitat: „Es gibt eine Parole, die euch zusammenführt und die heißt: ‚Sozialismus und Kommunismus im Geiste Christi, des hervorragendsten Charakters der Weltgeschichte.‘ ” Marxisten hingegen war Religion ein Dorn im Auge. Viele Marxisten wollten nichts Religiöses mehr und somit auch kein Christentum. Auch von daher lässt sich die Feindschaft der Nazis gegenüber den Marxisten erklären.
Zudem dachten die Nazis, dass der internationale Kommunismus / Marxismus nur eine Trick von jüdischen Finanz- und Weltmächten sei, die durch vorgespielte Verbundenheit mit der Arbeiterklasse mehr Kontrolle über diese ausüben wollten. Die alten Nazis waren der Ansicht, das Marxisten Versprechungen machen, die sie eh nie erfüllen werden.
[…]
Kein marxistisch regiertes Land der Welt bezahlt bis heute die Feiertage, ein Zeichen wie ernst es den Marxisten mit der Durchführung ihrer Theorie ist und wie gern sie sich für die Macht und an der Macht ihrer Grundsätze ablausen lassen. Kein pseudosozialistischer Staat der Welt, sondern der nationalsozialistische Staat Adolf Hitlers hat hier die Initiative ergriffen und hat eine alte sozialistische Forderung in die Tat umgesetzt, die bei den Patentsozialisten jüdischer Prägung stets nur auf dem Papier stand. ”
In diesem Zeitungsausschnitt wird noch einmal die Haltung der alten Nazis gegenüber dem Marxismus deutlich, nämlich dass nur der NS-Staat Sozialismus durchsetzt. Marxisten reden nur, aber handeln nicht weil bestimmte Kräfte den wahren Sozialismus in anderen Länder verhindern. So die Überzeugung der Nazis.
Das Ziel „Sozialismus“ hatte sowohl der Marxismus als auch der Nationalsozialismus. Sie waren konkurrierende Systeme für die gleiche Sache: „Sozialismus.” Und so wie in allen anderen sozialistischen Terrorregimen wurden Konkurrenten entrechtet, verhaftet, interniert und umgebracht.
Interessante Randbemerkung: Nach der Wahl, sah sich Hitler anscheinend dazu bewegt, sich bei Marxisten zu entschuldigen. 1933 in einer Rede im Siemens-Werk (9 Monate nach der Machtergreifung) sagte Hitler: „Vielleicht mag einer unter Ihnen sein, der es mir nicht verzeihen kann, dass ich die marxistische Partei vernichtete, aber mein Freund, ich habe die anderen genauso vernichtet.“
Haben die Nazis alle Gewerkschaften gleich nach der Machtübernahme zerschlagen?
Nein, aber die Nazis haben, wie in allen sozialistischen Ländern, alles unter staatliche Kontrolle gestellt und gleichgeschaltet. Eine Gewerkschaft gab es noch, die „Deutsche Arbeitsfront“ (Link).
Gewerkschaften waren in der Weimarer Republik häufig mit Funktionären besetzt, die anderen politischen Parteien nahestanden. In der Weimarer Republik waren das vorwiegend Leute der SPD.
Vermutlich aufgrund der Netzwerke der freien Gewerkschaften, Opposition (national und international) gegen die Nazis zu organisieren, wurden diese schnell zur Zielscheibe.
Es ist typisch für sozialistischen Ländern, Gewerkschaften zu verbieten, gleichzuschalten und unter den Willen des Staates zu stellen. Dies war und ist weltweit der Fall. Im Sozialismus gibt es keine freien und vom Staat unabhängigen Gewerkschaften. Auch das spricht für die These, dass die alten Nazis Sozialisten waren.
Hat Hitler Politik für das reiche Bürgertum und für Industrielle gemacht?
Nein, die Steuern wurden nach der Machtergreifung massiv erhöht und Eigentumsrechte aller Bürger eingeschränkt. Die Wirtschaft wurde von den Nazis kontrolliert, zentralisiert und rationalisiert.
Bereits vor der Machtergreifung war die Industrie kein Verbündeter. Sie unterstützen Hitler im Wahlkampf nicht. (Siehe weiter unten)
Die ärmere Bevölkerung wurde in der NS-Zeit umfangreich entlastet und die Reichen belastet.
Die Leiter großer Industrieunternehmen wurden eher als Verwalter angesehen, die dem Staatswillen zu gehorchen haben. Zwar haben Unternehmer in kriegswichtigen Industrien immer noch profitiert (wie in jedem Krieg), aber viele kleine und mittelständische Unternehmen sind an der Politik der Nazis zugrunde gegangen.
Personen, wie Georg Strasser (welcher vor der Wahl, die Nähe zur Industrie suchte und sogar um Steuererleichterungen warb), wurden nach der Wahl „entfernt“. (Link).
Hermann Göring, hat das Wirtschaftsministerium übernommen und die Privatwirtschaft zu einer Art staatlich gelenkten Wirtschaftsdiktatur umgebaut (Kommandowirtschaft / Planwirtschaft).
Der Staat hatte das Sagen und die Wirtschaft musste sich (mit nur wenig Spielraum) anpassen. Dazu gehörte die Einschränkung der Arbeitsplatzwahl, Lohnfestsetzungen, Bestimmung von Preisen, Rohstoffzuordnungen, Festlegung von Arbeitsbedingungen, vorgeschriebene Arbeitsdienste, Produktionsvorgaben (z. B. durch den Vierjahresplan) und andere Reglementierungen der Wirtschaft.
Schon alleine die Gewinnmargen-Überprüfung, Preisvorschriften, Preisfestsetzungen und Preiskontrollen für Güter und Leistungen jeder Art, waren eine große Beslastung für die Wirtschaft. Preise wurden gemäß dem 4-Jahresplan und mit Maßnahmen des >>Reichskommissar für die Preisbildung<< im Interesse eines angeblich volkswirtschaftlich gerechtfertigter Preises durchgesetzt.
Am 26.11.1936 erließ der Reichskommissar für Preisbildung sogar einen Preisstopp. Preiserhöhungen mussten dann von ihm genehmigt werden. Qualitätsverschlechterungen oder Mißachtung der Preisregelungen konnten mit Gefängnisstrafen belegt werden. (Quelle)
Die Nazis waren anfänglich auf die Zusammenarbeit von Industrie angewiesen. Später jedoch, haben sich die Nationalsozialisten die Macht über die Wirtschaft Stück für Stück zurückgeholt. Große Teile der Wirtschaft wurden nur auf dem Papier privat besessen. Die Kontrolle hatte indes der Staat. Viele Unternehmer konnten nicht frei über ihr Unternehmen verfügen. (Link) Viele Unternehmer verloren die Selbstbestimmung über ihre Produktionsmittel. Eine Enteignung fand so indirekt durch die Hintertür statt.
Wer nicht hinter der Politik Hitlers stand wurde enteignet; so z. B. Fritz Thyssen, den der NS-Staat ins KZ brachte, trotz seiner anfänglichen Unterstützung).
Warum wurden Kommunisten und Sozialdemokraten in der NS-Zeit verhaftet und teilweise ermordet?
In sozialistischen Ländern regiert für gewöhnlich eine einzige Partei mit einem Autokraten an der Spitze. Alle anderen Parteien und gegnerische Gruppierungen werden unterdrückt oder ausgelöscht.
Alle Parteien der Weimarer Republik (außer der NSDAP) wurden in der NS-Zeit vernichtet oder zur Auflösung gedrängt. Auch Mitglieder der konservativen Zentrumspartei landeten im KZ. Diverse Mitglieder der liberalkonservativen DNVP und ihr Umfeld waren bedeutende Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Sie wurden später verfolgt und hingerichtet.
Die Nazis teilten also die Einstellung mit anderen sozialistischen Ländern wie Nord-Korea, Kuba, der DDR, der Sowjetunion, China und vielen anderen, keine Partei neben sich zu dulden. Somit ist gerade dieser Punkt ein weiterer Indikator dafür, dass die Nazis Sozialisten waren. Sie handelten genauso wie andere sozialistische Regime auch.
Die besondere Feindschaft zur SPD und KPD hatte seine Wurzeln in der Gründungsidee der Nazis. Sie wollten nationalen und nicht internationalen Sozialismus. Die Nationalsozialisten sahen in der SPD und KPD nur ein Werkzeug von internationalen Kapitalisten, die angeblich die Gesellschaft unterwandern, um sie zu schädigen.
Die alten Nazis sahen im internationalen Sozialismus und Kommunismus eine Art Instrument des internationalen Kapitals, um Deutschland und andere Länder willenlos zu machen.
Die Nazis fühlten sich von dem internationalen Sozialismus hintergangen. Die Nationalsozialisten wollten ihren eigenen Sozialismus, der vor allem dem eigenen Volk dient (deshalb auch die Namensgebung „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“).
Die Beseitigung eines anderen angeblich „roten“, „jüdischen“,“internationalen“ Sozialismus / Kommunismus führte letztendlich auch zu der Verhaftung dieser Anhänger (inklusive der Sozialdemokraten).
Weiter sei angemerkt, dass Revolutionäre unterschiedlicher Strömungen sich schon immer gegenseitig bekämpft haben.
Es ist also kein Widerspruch, wenn Hitler (internationale) Sozialisten, Kommunisten, Marxisten oder Sozialdemokraten einsperren ließ. Auch innerhalb der nationalsozialistischen Partei, gab es „Säuberungsaktionen“, genauso wie bei anderen sozialistischen/kommunistischen Parteien im Laufe der Geschichte. War Hitler deshalb etwa kein Nazi, weil er andere Nazis umbringen ließ? Nein!
Auch in anderen sozialistischen Staaten, gab es „Säuberungsaktionen“ in den eigenen Reihen, z. B. in Nordkorea, China, etc. Vor allem, wenn um angebliche „Konterrevolutionäre“ ging.
Man kann es in den meisten sozialistischen Staaten beobachten, dass Parteien und Gruppierungen, die eine echte Konkurrenz zu der sozialistischen Führungspartei wären, unterdrückt oder ausgelöscht werden.
Randbemerkung: Die KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) erklärte die SPD zum Hauptfeind und hätte die Sozialdemokraten wahrscheinlich genauso verfolgt, hätten sie die Macht gehabt.
So sagte Ernst Thälmann (Leiter der KPD) 1930: „Die Regierungsparteien und die Sozialdemokratie haben Hab und Gut, Leben und Existenz des werktätigen deutschen Volkes meistbietend an die Imperialisten des Auslands verkauft. „” […] „Alle Handlungen der verräterischen, korrupten Sozialdemokratie sind fortgesetzter Hoch- und Landesverrat an den Lebensinteressen der arbeitenden Massen Deutschlands.” […] „Überall, wo die Kapitalisten und ihre Agenten, die Sozialdemokraten, am Ruder sind, werden die Massen in der gleichen Weise ausgebeutet. Nur in der Sowjetunion bewegen sich Industrie und Landwirtschaft in aufsteigender Linie. Nur in der Sowjetunion wird die Erwerbslosigkeit beseitigt, werden die Löhne erhöht, werden die sozialpolitischen Errungenschaften der Werktätigen zu beispielloser Höhe ausgebaut. In allen kapitalistischen Ländern, in allen Ländern des Faschismus und der Sozialdemokratie wachsen Elend und Hunger, Lohnabbau und Erwerbslosigkeit, Reaktion und Terror. Die Kommunistische Partei Deutschlands entfaltet den schärfsten politischen und wehrhaften Massenkampf gegen den nationalverräterischen, antisozialistischen, arbeiterfeindlichen Faschismus. Wir kämpfen für die Rettung der werktätigen Massen vor der drohenden Katastrophe.” […] „Nieder mit Faschismus und Sozialdemokratie!”
Quelle: Proklamation des ZK der KPD verfasst von Ernst Thälmann (Vorsitzender der KPD) vom (24. August 1930)
Die KPD war eine Partei, dessen Vorbild die Sowjetunion und deren blutigen Revolution war. Man kann davon ausgehen, dass es den Sozialdemokraten unter einer KPD-Führung sehr schlecht ergangen wäre.
Die These, dass ein Sozialist niemals einem anderen Linken etwas antun würde, ist schlichtweg falsch.
War Hitler gegen die Ideen des Sozialisten und Parteigründers Anton Drexler?
Nein! Sicherlich hatten die beiden Auseinandersetzungen. Hitlers Kritik richtete sich aber vor allem gegen den Führungsstil Drexlers (zu wenig Durchsetzungskraft, kein rhetorisches Talent etc.).
Auch als es um die Wahl zum Parteivorsitz ging, gab es zwischen Hitler und Drexler diverse Diskreditierungsversuche. Dies ist in allen Parteien bis heute nichts Ungewöhnliches. Im Wahlkampf kann es immer sehr schmutzig werden.
Drexler verlor die Wahl zum 1. Parteivorsitzenden mit 553 zu 554 Stimmen und musste die Parteiführung an Hitler abgeben. Später jedoch arbeitete Hitler mit Drexler wieder zusammen. Drexler sammelte z. B. Spenden für Hitler und beriet ihn.
Im November 1923 wurde die NSDAP verboten. Sie löste sich dementsprechend auf. Drexler begann sich in einer anderen Partei (Nationalsozialer Volksbund) zu engagieren. Bei der Neugründung der NSDAP 1925 war er nicht dabei, trat aber nach der Machtergreifung (1933) wieder ein und wurde von der NSDAP mit dem Blutorden geehrt. Eine echte andauernde Feindschaft zwischen Hitler und Drexler sähe sicherlich anders aus.
Hat sich Hitler einem linken Flügel in der NSDAP entledigt?
Es heißt, dass Gregor Strasser, sein jüngerer Bruder Otto Strasser und Josef Goebbels Begründer eines „linken“ Flügels seien.
Die Wahrheit ist jedoch, dass es Strasser war, der sich der Industrie geöffnet hat und sogar Steuersenkungen anstatt Steuererhöhung forderte. Die Reputation Strassers als linker Sozialist ist also nicht korrekt.
Gregor Strasser verfügte bereits seit Anfang der 30er-Jahre Kontakte zu Unternehmerkreisen, die in ihm ein Hilfsmittel sahen, den Sozialismus der Partei zu zähmen. 1931 bekam er eine monatliche Zahlung von 10.000 Reichsmark von Unternehmern des Ruhrbergbaus. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Bruttomonatseinkommen 1931 lag bei 160 Reichsmark (Link). Auch von anderen Industriellen erhielt er Zuwendungen, wie z. B. vom dem dem NS-Gegner Otto Wolff. Zum Bruch mit Hitler kam es, als Strasser sich in einem Geheimtreffen mit dem konservativen Schleicher begab, der den Plan hatte die NSDAP zu spalten und der zusammen mit Hindenburg an der Entmächtigung der Nazis arbeitete.
Man kann also davon ausgehen, dass Strasser gegen den geforderten Sozialismus der Partei arbeitete.
Hier stellt sich die Frage, ob die Enthüllungen zu Strasser dazu führten, dass dieser beiseitegeschafft (ermordet) wurde („Nacht der langen Messer“)
Sein Bruder, Otto Strasser, der bereits 1930 aus der Partei austrat, verfasste das Schreiben „Die Sozialisten verlassen die NSDAP“. Darin bemängelte er, dass die Parteileitung …
- … kein Großdeutschland mit groß-deutscher Einigung wolle.
- … die Idee des Nationalsozialismus unzureichend verfolge.
- … für eine Erbmonarchie eintritt.
- … nicht gegen die Engländer vorgehen wolle.
- … Koalition mit anderen Parteien suche (und damit die Gefahr läuft, so wie die SPD, ihre Ziele zu verlieren)
- … aus taktischen Gründen dem Bürgertum zu entgegenkommend sei.
- … keine Revolution, sondern ein „Staataufstellen“ verfolge
- … Korruption und Bonzentum innerhalb der Partei zulässt.
- … dass die NSDAP sich von „Salonbolschewisten“ säubern wolle. (Salonbolschewisten sind diejenigen, die sich für einen Kommunismus begeistern, aber diesen nicht wirklich verfolgen.)
Dieses Schreiben scheint im Licht der späteren Enthüllungen bezüglich seines offensichtlich von der Industrie korrumpierten Bruders (Gregor Strasser) und Mitbegründers des angeblich „linken“ Flügels geradezu zynisch.
Praktisch alle Anschuldigungen in dem Schreiben „Die Sozialisten verlassen die NSDAP“ haben sich außerdem nicht bewahrheitet.
Dass sich Hitler von Menschen trennen wollte, die nicht wirklich Kommunismus wollten,spricht eher dafür, dass Hitler derjenige war, der sich von „falschen Sozialisten/Kommunisten“ trennen und somit die Partei noch linker machen wollte.
Und dass sich Hitler aus >> taktischen << Gründen dem Bürgertum vor der Machtergreifung näherte (falls das überhaupt stimmt), wäre auch kein Grund, Hitlers linke Gesinnung anzuzweifeln.
Außerdem kann nicht von einer Auflösung des linken Flügels gesprochen werden, weil Goebbels einer der drei Gründer des angeblich „linken“ Flügels war. Goebbels gehörte schließlich bis zum Schluss zum innersten Kreis Hitlers, war Sprachrohr der Nationalsozialisten und nahm großen Einfluss auf die Ausrichtung der Partei.
Die wahre Opposition zu Hitler kam von rechts. Die einzige ernstzunehmende Gruppe, die Hitler gefährlich wurde, war rechts. Schon alleine der rechte Hindenburg und sein konservatives Umfeld kämpften gegen Hitler und versuchten über Monate, dessen Machtergreifung zu verhindern. Oder Claus Schenk Graf von Stauffenberg und sein Unterstützerkreis, die mit einem Anschlag und großangelegten Strukturen einen Machtwechsel herbeiführen wollten, waren fast ausschließlich Rechte und nicht Linke.
Ist Sozialismus überhaupt mit einer Diktatur / Autokratie vereinbar?
Sozialismus blieb bis heute eine Utopie und Lockmittel hin zur Diktatur. Sozialismus verspricht Gleichheit und legt dann die Macht in die Hände einiger Weniger bzw. in die Hände eines Diktators. Sozialismus verspricht die Besserstellung der Schwachen und bringt dann Elend für alle.
Auch Marx forderte die Diktatur. Er nannte es die Diktatur des Proletariats (Diktatur der Arbeiterklasse). Dies rechtfertigte für viele Sozialisten, die sich als Vertreter dieses Proletariats sahen, eine Gewaltdiktatur zu errichten. Feinde des Sozialismus sollten bekämpft werden, um letztendlich eine harmonische Gesellschaft zu erschaffen (Klassenkampf). (Siehe Weltartikel zu dem Thema)
Hitler sah Juden als Gegener des Sozialismus. Er meinte, Juden würden an einer kapitalistischen Weltverschwörung teilnehmen. Der russische Kommunismus, hinter dem angeblich jüdische Kapitalisten stecken, sei angeblich nur ein Mittel, um den wahren Sozialismus aufzuhalten, so Hitler.
Hitler und vor ihm Karl Marx verabscheuten den vermeintlichen Charakter von Juden, der nach deren Ansicht, zu kapitalistisch sei.
So sagte Karl Marx:
„Welches war an und für sich die Grundlage der jüdischen Religion? Das praktische Bedürfnis, der Egoismus.” […] „Das Geld ist der eifrige Gott Israels, vor welchem kein anderer Gott bestehen darf.” […]„Die chimärische Nationalität des Juden ist die Nationalität des Kaufmanns, überhaupt des Geldmenschen. Das grund- und bodenlose Gesetz des Juden ist nur die religiöse Karikatur der grund- und bodenlosen Moralität und des Rechts überhaupt, der nur formellen Riten, mit welchen sich die Welt des Eigennutzes umgibt.” […] Die Judenemanzipation in ihrer letzten Bedeutung ist die Emanzipation der Menschheit vom Judentum.”
Quelle: Schrift „Zur Judenfrage“ von Karl Marx (Erstveröffentlichung 1844 – 45 Jahre vor Hitlers Geburt)
Aber nicht nur Juden oder das Judentum wurden von Sozialisten als Gegner ausgemacht, sondern auch andere Teile der Bevölkerung. Sozialistische Diktatoren wollen diese Feinde dann vernichten, weil sie einer angeblichen Gleichheit und der Herrschaft des Proletariats im Wege stehen. So sind es dann z. B. die Aristokraten, Geistliche, Konservative, Intellektuelle, Kritiker oder wie bei Pol Pot die mutmaßlich priviligierten Städter (Leute, die in der Stadt leben), die es zu vernichten oder umzuerziehen gilt.
In der sozialistischen Revolution sollen (laut Marx im Kommunistischen Manifest“ von 1848), Klassengegensätze gewaltsam aufgehoben werden.
Die gefährlichsten Diktatoren und Autokraten des 20. Jahrhunderts waren übrigens mehrheitlich Sozialisten. Neben Hitler gab es viele Despoten, die mit Sozialismus an die Macht kamen.
Hitler (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei), Saddam Hussein (Arabische Sozialistische Baath-Partei), Slobodan Milošević (Sozialistische Partei Serbiens), Lukaschenko (Kommunistische Partei von Belarus), (Mao (Kommunistische Partei Chinas), Stalin (Kommunistische Partei der Sowjetunion), Erich Honecker (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands), Nicolae Ceausescu (Rumänische Kommunistische Partei), Gaddafi (Libysche Kommunistische Partei ), Mengistu haile Mariam (Arbeiterpartei Äthiopiens), Pol Pot (Kommunistische Partei Kampucheas), Tito (Kommunistische Partei Serbiens), Kim Ill Sung (Partei der Arbeit Koreas), und andere waren Autokraten, Diktatoren und Faschisten.
Selbst der Erfinder des Faschismus Benito Mussolini war Sozialist und hatte nach dem ersten Weltkrieg zum zentralen Thema, die Linke zu vereinigen und politisch einzubinden.
Mussolini war prominentes Mitglied der Sozialistischen Partei Italiens, Redakteur der sozialistischen Parteizeitung „Avanti!“ und Herausgeber seiner eigenen sozialistischen Zeitschrift „Utopia“.
Im letzten Interview 1945 mit Ivanoe Fossani soll Mussolini gesagt haben, dass es die schamloseste Lüge sei, dass seine Bewegung der Beschützer des Besitzbürgertums (Bourgeoisie) ist. Er meinte, er stände immer hinter dem Arbeiter.
Die Bewegung des Faschismus gründete sich, als Mussolini in Milano am 23. März 1919 mit ca. 200 Gewerkschaftssozialisten, Republikanern, Anarchisten, Revolutionären, Ex-Soldaten und unzufriedenen Sozialisten zusammenkam (Link). So formte sich die „Fasci italiani di combattimento“ (wörtlich: „Italienische Kampfverbände“) und 1921 wurden diese zur Partei „Partito Nazionale Fascista“ ( National-Faschistische Partei). Diese Bewegung war, so wie bei den Nationalsozialisten, stark national und anti-bolschewistisch ausgerichtet.
Zu Mussolini sei angemerkt, dass er schizophrenen Wesenszüge aufwies. Er war mal Befürworter und dann Gegner des Sozialismus. Auch ist eine Bestechung durch die Industrie nicht ausgeschlossen, die ihn seine Positionen ggf. hier und da wechseln ließ.
Können Sozialisten imperialistisch sein?
Imperialismus bedeutet, dass eine Großmacht seinen Machteinfluss (politisch, militärisch oder wirtschaftlich) über die Grenzen des eigenen Staatgebiets immer wieder ausweiten versucht.
Afghanistan wurde 1979-1989 von der Sowjetunion besetzt.
Ganze Ostblockstaaten gerieten unter die Kontrolle der Sozialisten aus Moskau. Unabhängigkeitsbemühungen wurden blutig durch die Sowejetunion niedergeschlagen, z. B. Ungarn (1956) oder Tschechien (1968).
Auch China als weitere sozialistische Großmacht hat sich im Oktober 1950 Tibet einverleibt und hält es bis heute unter Besetzung. Auch hier ein klarer Fall von Imperealismus.
Die Großmächte China und Russland wollten darüber hinaus ihren Kontroll- und Einflussbereich durch Ideologieverbreitung, Wirtschaftseinfluss, Stellvertreterkriege, Unterstützung vom Sabotage- und Umsturzbewegungen etc. weltweit ausdehen.
Ja, Sozialisten können imperealistisch sein.
Finanzierte die Großindustrie Hitlers Wahlkampf?
Abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen, kam die Wahlkampf-Finanzierung der NSDAP von Klein-Spenden, Eintrittsgeldern bei Veranstaltungen, Zwangsabos der NS-Presse und Merchandising. Die NSDAP war übrigens die einzige Partei, die von 1920 bis 1933 Eintrittsgelder für Ihre Wahlkampfveranstaltung nehmen musste.
Die Großindustrie oder das reiche Bürgertum hatte im allgemeinen so gut wie keinen direkten Anteil am Aufstieg Hitlers. Dies erklärt auch die finanzielle Notlage der Parteikasse im Jahr 1932.
Hinzu kommt, dass Unternehmer häufig beide Seiten im Wahlkampf unterstützen, um später Zugang zu bekommen, egal wer gewinnt. IG Farben spendete 1931/1932 z. B. 800. 000 Mark an die NSDAP, aber auch die gleiche Summe an die SPD. (Quelle)
Darüber hinaus werden alle Parteien (egal ob links oder Rechts) immer wieder von Großspenden unterstützt. Dies macht Sie nicht zu Rechten. Es gibt z. B. auch Großspender bei den heutigen Grünen. Sind die Grünen deshalb eine rechte Partei?
Folgende Historiker weisen darauf hin, wie sich das Verhältnis zwischen Hitler und der Industrie im Wahlkampf darstellte:
Der Sozialhistoriker Hans-Ulrich Wehler bezeichnete es als Ammenmärchen, dass Hitler von der Industrie gekauft worden wäre.
Der britische Historiker Sir Richard J. Evans sagt, die NSDAP hat sich selbst finanziert.
Der deutsche Historiker Prof. Dr. Eberhard Kolb berichtet, dass die Großindustrie letztlich keinen entscheidenden materiellen Beitrag zum Aufstieg des Nationalsozialismus und zu den nationalsozialistischen Wahlerfolgen geleistet hat.
Der Historiker Dr. Christian Marx machte darauf aufmerksam, dass der Industrielle Emil Kirdorf 1928 nach nur einem Jahr Mitgliedschaft aufgrund des Antikapitalismus aus der NSDAP austrat.
Der Historiker Prof. Dr. Daniel Koerfer hielt am 11. Dezember 2019 an der Freien Universität Berlin den Vortrag „Geschichte als Waffe. Fälschungen – Mythen – Verschwörungstheorien.“, in dem er aufzeigte, dass die NSDAP im Wahlkampf sich mit Eintrittsgeldern, Mitgliederbeiträgen und Zwangsabos für ihre Zeitungen (z. B. „Völkischer Beobachter“) finanzierte und eben nicht allgemein durch die Industrie. Alleine Mitgliedsbeiträge sollen zweistellige Millionen-Beträge generiert haben. Einige Industrielle spendeten an die NSDAP aber auch gleichzeitig an die SPD, um die KPD zu vermeiden.
Für die Größenordnung: Das Durchschnittsmonatsgehalt lag zwischen 1924 bis 1932 zwischen 103 und 176 Reichsmark (Quelle).
Auch der Historiker Prof. Henry Ashby Turner Jr. kam in seine Buch „German Big Business & The Rise of Hitler“ zu dem Schluss, dass das Großkapital Hitlers politisches Programm insgesamt nicht unterstützt hat.
Sicherlich unterstützen Großindustrielle Hitler als er schon Kanzler war und teilweise als sich die Machtergreifung abzeichnete, aber das kann als Opportunismus, den Wunsch, Einfluss nehmen zu wollen, und als Schutzbedürfnis vor dem eigenen Kontrollverlust im Sozialismus gewertet werden. Genutzt hat es vielen Unternehmern nicht. Es folgten Gleichschaltung, Zusammenlegungen, Rationalisierungsmaßnahmen, stellenweise Enteignungen, hohe Steuern, zusätzliche Zwangsabgaben, antikapitalistische Gesetze, Plan- und Kommandowirtschaft. Nur wenige kriegswichtige Unternehmer wurden begünstigt. Anscheinend brauchte man die Expertise der Unternehmer, bis ggf. sie nur noch als Sachverwalter, Manager oder Arbeiter eingesetzt worden wären, wie es Hitler im Buch Mein Kampf und auch später beschrieb. Das Prinzip der Nationalsozialisten war es, dass auch Arbeitgeber / Unternehmer / Großkapitalisten / Industrielle nur nach Leistung bezahlt werden sollten. Wären die Nationalsozialisten an der Macht geblieben und käme der Krieg nicht dazwischen, wäre das sicherlich das Schicksal aller Mitglieder dieser Bevölkerungsgruppe.
Dass Hitler im Wahlkampf von der Industrie nicht unterstützt wurde, ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass man seinen sozialistischen Plänen ablehnend gegenüberstand. Ein weiteres Indiz dafür, dass Hitler kein Rechter, sondern ein Linker war.
Anmerkung: Immer wieder wird Fritz Thyssen als industrieller Großspender und Profiteur hingestellt. Ja, Thyssen spendete. Er war einer der weinigen Industriellen, die das taten. Thyssen wurde dann aber mit all seinem Besitz enteignet und landete im KZ (zuerst KZ Sachsenhausen, dann im KZ Buchenwald und schließlich im KZ Dachau). Zum Bruch mit Hitler kam es vorher, weil sich Thyssen für konservative Politiker einsetzte und sich gegen Hitlers Politik aussprach. In einem Brief schrieb Thyssen: „Ihre neue Politik, Herr Hitler, stößt Deutschland in den Abgrund und das deutsche Volk in den Zusammenbruch. Drehen Sie die Maschine um, solange es noch Zeit ist.” (Quelle)
Kann Antisemitismus und Rassismus links sein?
Der deutsche Sozialist Karl Marx (1818-1883) nannte Paul Lafargue (der Mann seiner Tochter), der afrikanische, europäische und karibische Vorfahren hatte , „Negrillo“, „Nig*er“ oder „Gorilla“.
Marx wetterte gegen Ferdinand Lassalle (ein sozialistischer Politiker) mit folgenden widerwärtigen Worten: „Es ist mir jetzt völlig klar, dass er, wie auch seine Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, – von den Neg*rn abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen (wenn nicht seine Mutter oder Großmutter von väterlicher Seite sich mit einem Nig*er kreuzten). Nun, diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der neg*rhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen. Die Zudringlichkeit des Burschen ist auch nig*erhaft.“
Quelle: Karl Marx, Brief an Friedrich Engels vom 30. Juli 1862 (Link / Link)
Karl Marx schrieb in seinem Buch: „Zur Judenfrage“: „Die gesellschaftliche Emanzipation des Juden ist die Emanzipation der Gesellschaft vom Judentum“. (Weitere antisemitische Bemerkungen von Karl Marx in unserem Artikel)
Dies griff die KPD (Kommunistische Partei Deutschland) auf, indem sie diesen Satz in ihrer sozialistischen Tageszeitung „Die Rote Fahne“ im März 1923 veröffentlichte mit dem Zusatz: „Den Nationalsozialisten ins Stammbuch.“ (Link)
Die Kommunisten in der KPD (teilweise drittstärkste Kraft in der Weimarer Republik) haben sich in ihrer Kapitalismuskritik immer wieder judenfeindlich geäußert.
Der Österreichische Kommunist Otto Heller schrieb in seinem Buch >>Der Untergang des Judentums. Die Judenfrage/Ihre Kritik/Ihre Lösung durch den Sozialismus.<< (erschienen 1931): „Der Zionismus könne hingegen nur unter dem Schirm britischer Bajonette und als Unterdrückungsinstrument der Araber in Palästina gedeihen. Sein Scheitern sei damit letztlich vorgezeichnet.”
Hellers Buch galt als die wichtigste und halboffizielle Stellungnahme der KPD zu diesem Thema.
Die Juden, so Heller, seien seit Beginn ihrer Geschichte vorwiegend ein Handelsvolk gewesen. Die einheitliche ökonomische Grundlage jüdischer Existenz bilde die Erklärung für die Erhaltung des Judentums durch die Jahrtausende. Aus einer Nation seien sie zu einer nicht vollständig assimilierbaren »internationalen Kaste« geworden. Daraus, so Heller weiter, resultierten die gesellschaftlichen Konflikte zwischen Juden und Nichtjuden. (Link)
Die menschenverachtende Haltung der KPD und einiger anderer linker Gruppierungen zeigt, dass es nicht nur die Nationalsozialisten waren, welche die Juden mit Kapitalismus verbanden, sondern auch andere Sozialisten / Kommunisten.
Einige der frühen Antikapitalisten wie Charles Fourier, Pierre-Joseph Proudhon, Michail Bakunin, oder Franz Mehringwaren waren offen antisemitisch (Link).
Auch der Begründer des anarchistischen Sozialismus Michail Bakunin (1814–1876) , auf die sich heutzutage viele Linksradikale beziehen, war offen antisemitisch. Er sagte „Diese ganze jüdische Welt, die eine ausbeuterische Sekte, ein Blutegelvolk, einen einzigen fressenden Parasiten bildet, eng und intim nicht nur über die Staatsgrenzen hin, sondern auch über alle Verschiedenheiten der politischen Meinungen hinweg.“ (Quelle)
Antisemitismus der letzten 150 Jahre ist eher dem linken Spektrum zuzuordnen.
Auch in letzteren Jahren ist wieder Antisemitismus aus linken Kreisen zu vernehmen. Es gibt hierzu viele Beispiele. Die Bewegung „Linksruck“ z. B. gab, laut Medienberichten, bekannt, dass der Zionismus, sich zur Bewegung der Juden in Osteuropa entwickelte und in direkter Konkurrenz zum Sozialismus steht. Der militante Islam soll angeblich richtig liegen, wenn er den westlichen Imperialismus und sein Werkzeug im Mittleren Osten, den Zionismus, als Feind benennt (Link).
Oder die bekannte Marxistin Salley Rooney, die nicht möchte, dass ihr Buch ins Hebräische übersetzt wird (Link).
Rassenideologien und Hass anderen Volksgruppen gegenüber gab und gibt es häufig bei linken Bewegungen.
Die Mehrheit der jüdischen Publizisten fielen den stalinistischen Säuberungen zum Opfer (Link). Stalin hat auch Völkermord an den Ukrainern begangen. Schätzungen zufolge kostete es die Ukrainer 7 Millionen Menschenleben (Link). Auch viele andere Ethnische Gruppen, vielen der Willkür Stalins zum Opfer (Link). Stalin führte 1948-1953 einen antisemitischen Kampf (Link), bezeichnete Juden als Wurzelloser Kosmopolit und ließ, laut der Lebensbeichte des ZK-Funktionärs Poljakow, Listen von Juden und Halbjuden erstellt haben, um sie zu deportieren (Link). Lager dafür sollen sich bereits im Bau befunden haben.
Milosovic (Sozialistische Partei Serbiens) hat ethnische Säuberungen durchgeführt, Mengistu haile Mariam (Arbeiterpartei Äthiopiens) wurde wegen Völkermordes verurteilt.
In den USA werden die Republikaner als die Rechten und die Demokraten als die Linken angesehen. Es waren jedoch die Demokraten, die Sklaverei befürworteten. Die Republikaner sorgten für die Befreiung der Sklaven in einem brutalen Bürgerkrieg und setzten sich für deren Grundrechte ein. Auch hier sehen wir, dass Rechte aus politischen Gründen mit den Taten der Linken assoziiert werden.
Die Black Lives Matter Bewegung, die von Marxisten gegründet wurde und dem linken Spektrum zuzurechnen ist, forderte kürzlich, man solle im Dezember 2021 nicht bei Weißen kaufen („Black-Xmas“) (Link).
Die Bundeszentrale für politische Bildung hat über den Antisemitismus in der Linkenszene einen interessanten Artikel geschrieben.
Haben Rechte oder Linke Hitler zum Aufstieg verholfen?
Die NSDAP hat die Wahl am 31.07.1932 mit 37,3 Prozent der Stimmen gewonnen.

Hindenburg lehnte es kategorisch ab, die Regierungsgewalt in die Hände eines Nationalsozialisten zu legen (Quelle). Er nutzte das Notverordnungsrecht und setzte den stark konservativen und rechtsbürgerlichen Franz von Papen als Kanzler ein.
Ohne parlamentarische Mehrheit blieb Franz von Papen im Amt. Es kam am 12.9.1932 zu einem Misstrauensantrag, der von der KPD (Kommunistischen Partei Deutschlands) eingereicht wurde. Auch die SPD hatte einen ähnlichen Antrag wie die KPD eingereicht. Über den KPD-Antrag wurde aber als erstes abgestimmt. Papen verlor das Vertrauen mit 512:42 Stimmen. Der linke Block aus SPD, KPD und NSDAP (mit 73,2%) trugen maßgeblich zum Misstrauensvotum bei. Nur die rechten Parteien DNVP und DVP stimmten gegen den Antrag. (Link)
Quelle: Heinrich August Winkler: Der Weg in die Katastrophe. Arbeiter und Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik 1930 bis 1933. 2. Auflage S. 730–733.
Nach den Neuwahlen am 6.11.1932 kamen die drei größten Parteien (NSDAP, SPD und KPD) zusammen auf über 70 % der Stimmen. Wieder gewann die NSDAP mit Abstand.
Der Reichspräsident ließ Papen trotzdem im Amt.
Der Versuch Hindenburgs, eine Regierung mit Hitler zu verhindern, führte zu Unruhen in der Bevölkerung und es drohte Bürgerkrieg. Selbst Teile der Wirtschaft forderten hier eine Beruhigung der Lage (die sog. Industrielleneingabe vom 19. November 1932) hatte 19 Unterzeichner.
Anmerkung: Zuvor hatten Industrielle noch mit 339 Unterschriften sich für Papen ausgesprochen (also gegen eine Hitler-Regierung) mit Industriellen wie (Ernst v. Borsig – Reichsverbandes der Deutschen Industrie, Oscar Wassermann – Deutsche Bank, Albert Vögler – Vereinigte Stahlwerke, Fritz Springerum – Hoesch). Link
Am 02.12.1932 gab Franz von Papen auf, da er keine parlamentarische Unterstützung erhielt. (Quelle).
Ohne erneute Neuwahlen setzte Hindenburg seinen Vertrauensmann Kurt von Schleicher Anfang Dezember 1932 als Kanzler ein. Die von Schleicher angestrebte Auflösung des Reichstages und die Etablierung einer präsidialen Regierungsform konnten nicht durchgesetzt werden. Anmerkung: Schleicher wurde später von den Nazis umgebracht (Nacht der langen Messer/Röhmputsch).
Um einen Bürgerkrieg zu vermeiden, stimmte Hindenburg letztendlich zähneknirschend der Ernennung Hitlers zum Kanzler am 30. Januar 1933 zu, aber mit der Bedingung, dass Hitler in eine Koalition mit konservativen Kräften eingehe.
Das sogenannte Hitlerkabinet (ab 30.1.1933) sollte durch Konservative eingerahmt werden, um Hitler besser zu kontrollieren. Die NSDAP sollte nur wenige Ministerposten erhalten und durch zahlreiche Minister der DNVP sowie weitere konservative Politiker (Papen, Seldte, Hugenberg etc.) vereinnahmt werden. Es galt den Handlungsspielraum zu beschränken. Hierzu meinte Papen: „Wir haben ihn uns engagiert. […] In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, dass er quietscht.“ So kam es dann zu einer Regierung zwischen Hitler und Konservativen am 30.1.1933.
Das durch Hindenburg arrangierte „Hitlerkabinett“ war nur von kurzer Dauer. Es wurde vom Parlament nicht mitgetragen. Am 5. März 1933 wurden Neuwahlen angesetzt, bei denen die NSDAP 43,9 % der Stimmen holte.
Am 24. März 1933 kam es zu dem Ermächtigungsgesetz (bzw. dem „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich”). Dieses Gesetz ermöglichte Hitler diktatorische Befugnisse, bedurfte aber eine 2/3 Mehrheit.
Bei der Wahl zum Ermächtigungsgesetz am 23. März 1933 wurden Mitglieder des Reichstags unter Gewaltandrohung dazu genötigt, für das Gesetz zu stimmen. Es waren bewaffnete und uniformierte SA- und SS-Angehörige anwesend, die sich demonstrativ vor den Parlamentariern aufreihten, um eine Drohkulisse aufzubauen.
In seiner Rede zum Ermächtigungsgesetz erzählte Hitler den Abgeordneten detailliert über seine Pläne, Deutschland wirtschaftlich auf die Beine zu helfen. Zum Schluss mahnte er an, dass aufgrund der großen Not und der Unruhen in der Bevölkerung schneller Handlungsbedarf bestehe. Hitler meinte, dass nicht jede einzelne Frage in diesen schwierigen Zeiten verhandelt werden könne, um schnelle Reformen durchzuführen (Anmerkung: Der Reichstag war in der Weimarer Republik aufgrund der vielen Parteien und der langwierigen Abläufe oft entscheidungsträge).
Zudem versprach Hitler, das Gesetz nur bei Bedarf anzuwenden. Zitat aus seiner Rede: „Es ist der Wille und meine feste Absicht, für diese ruhige Entwicklung auch in der Zukunft zu sorgen. Allein umso nötiger ist es, dass der nationalen Regierung jene souveräne Stellung gegeben wird, die in einer solchen Zeit allein geeignet ist, eine andere Entwicklung zu verhindern. Die Regierung beabsichtigt dabei, von diesem Gesetz nur insoweit Gebrauch zu machen, als es zur Durchführung lebensnotwendiger Maßnahmen erforderlich ist. Weder die Existenz des Reichstags noch der Reichsrat soll dadurch bedroht sein. Die Stellung und die Rechte des Herrn Reichspräsidenten bleiben unberührt. Die innere Übereinstimmung mit seinem Willen durchzuführen wird stets die oberste Aufgabe der Regierung sein.”
Gleichzeitig drohte Hitler den Abgeordneten, dass die Regierung auf die Verabschiedung des Gesetzes pocht. Hitler mahnte an, falls jemand seine Ablehnung bekundet, es eine Bekundung des Widerstandes wäre, was wiederum Krieg bedeute. Außerdem bemerkte Hitler, dass man hätte mit den Abgeordneten auch anders verfahren können.
So eingeschüchtert aber gleichzeitig mit falschen Versprechungen beruhigt, stimmten alle anwesenden Parteien, bis auf die SPD, für das Gesetz.
Zwar kann man hier den späten Widerstand der SPD anerkennen, jedoch hatte dieser keine Auswirkung mehr. Den Widerstand gegen die Nazis hätte man vorher leisten müssen, als Hitler noch nicht so mächtig wurde.
Zu behaupten, dass Rechte (durch das Ermächtigungsgesetz) Hitler zur Macht verholfen hätten, ist falsch. Wahlen aufgrund von arglistigen Täuschungen und Gewaltandrohungen sind keine Zustimmung zu dem, was danach kam, sondern eher eine Nötigung.
Viel wichtiger waren die Entscheidungen vor der Ernennung Hitlers zum Kanzler. Hier waren die KPD und SPD maßgeblich dafür verantwortlich, dass Konservative (Rechte) Hitler nicht frühzeitig stoppen konnten. Konservative wehrten sich, als es noch Aussicht auf Erfolg gab. Deshalb kann man sagen, dass vor allem Linke und nicht Rechte Hitlers Machtergreifung begünstigten.
Schon alleine, dass Hitler die Wahlen mit antikapitalistischen Sozialismusversprechungen gewonnen hat, welche hauptsächlich Linke begeisterten, untermauert die Aussage, dass Linke der NSDAP zur Macht verholfen haben.
Ein nicht unbeachtlicher Teil der NSDAP-Anhängerschaft kam sicherlich auch aus Ex-KPD und Ex-SPD-Kreisen. Willy Brandt (ehemaliger SPD-Parteivorsitzender und Ex-Bundeskanzler) sagte in jungen Jahren, bezogen auf eine noch frühere Zeit: „Nur ein kleiner Teil der sozialdemokratischen Arbeiter unter der Führung des Kreises um Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg wurde nicht von der nationalen Begeisterung ergriffen.“ (Quelle: Willy Brandt, Berliner Ausgabe – Band 1)
Auch die spätere Widerstandsbewegung war durch Rechte geprägt. Aus dem Umfeld der DNVP (Deutschnationale Volkspartei) kamen bedeutende Widerstandskämpfer (u. a. Carl Friedrich Goerdeler, Ewald von Kleist-Schmenzin, Ferdinand von Lüninck, Fritz Goerdeler, Ulrich von Hassell, Robert Lehr und Paul Lejeune-Jung) vor allem in Bezug auf das Attentat gegen Hitler vom 20. Juli 1944. Der bedeutende Widerstandskämpfer Claus Schenk Graf von Stauffenberg war ein Rechter. Viele konservative Widerstandskämpfer wurden hingerichtet.
Papen hielt am 17. Juni 1934 die Marburgrede (also mehr als ein Jahr nach dem Ermächtigungsgesetz). Mit dieser Rede wurde das NS-Regime scharf kritisiert. Sie gilt als die letzte Rede von hoher Stelle gegen den NS-Staat. Hindenburg ermutigte Papen, die Rede abzuhalten, und lobte diese später mit einem Gratulationsschreiben an ihn.
In dieser Rede kritisierte Papen konkret die Exzesse, den Führerkult, den einschüchternden Terror, die Gewalt und die Repressalien der Nationalsozialisten (Quelle).
Goebbels tat die Rede Papens als Nörgeln aus dem bürgerlich-konservativen Lager ab; Während er gleichzeitig dafür sorgte, dass diese Rede in den Medien keine Verbreitung fand.
Laut dem Historiker Sir John Wheeler-Bennett heißt es, dass Hindenburg Hitler bei einem Treffen am 21. Juni 1934 sogar persönlich mit der Entmachtung drohte.
Hindenburg habe mit der Verhängung des Ausnahmezustandes bzw. laut Spiegel mit dem Kriegsrechts gedroht (Quelle), um (ggf. mit Hilfe der Reichswehr) gegen die Nazis vorzugehen. Vor allem das Gebaren der SA störte Hindenburg.
Einen Tag später, am 22. Juni 1934, bereitete Hitler den Bruch mit der SA vor. Unter dem Vorwand, die SA plane einen Putsch gegen Hitler, leitete er Schritte ein, die zur Ermordung der Führungsriege der SA führten (Nacht der langen Messer: 30. Juni 1934 – 2. Juli 1934) (Quelle). Eventuell wollte Hitler mit dieser Aktion Hindenburg beschwichtigen.
Aber auch Schleicher und einige Mitarbeiter Papens wurden in der Nacht der langen Messer umgebracht. Papen selbst wurde eventuell aufgrund der Einflussnahme wichtiger Individuen verschont – vielleicht aber auch deshalb, weil es wegen seiner Marburgrede schlecht ausgesehen hätte, wenn man Kritiker gleich umbringt.
Hindenburg starb im August einige Wochen später (am 2. August 1934) aufgrund einer sich seit März 1934 rasch entwickelnden Nierenerkrankung.
Teile Hindenburs Testaments bzw. den Anhang zum Testament nahm Hitler an sich und der Inhalt wurde nie veröffentlicht. Der Inhalt ist bis heute unbekannt (Quelle). Es ist davon auszugehen, dass der Inhalt sich gegen das Machtmonopol Hitlers richtete.
Eines der Hauptargumente von Linken, warum Hitler angeblich ein Rechter sei, basiert auf der falschen Erzählung, Hindenburg und Papen wären praktisch wohlwollende Weggefährten Hitlers gewesen. Oder dass die Industrie im Allgemeinen Hitler unterstützt hätte. Dies ist eindeutig falsch. Man könnte hier auch von Geschichtsrevisionismus sprechen, um ggf. zu verschleiern, dass Hitler und die Nazis tatsächlich Linke waren.
Wie haben es Linke geschafft, den Rechten die NS-Zeit unterzuschieben?
Linke haben auch in anderen Ländern Geschichtsrevisionismus betrieben. Z. B. ist vielen US-Amerikanern nicht bekannt, dass Demokraten (Linke) und nicht etwa die Republikaner (Rechte) den KKK gründeten. Die Republikaner haben die Sklaven befreit und den Schwarzen Bürgerrechte gegeben. Dieser historische Fakt wird von Linken in den USA derart bestritten, dass sie sogar meinen, es habe angeblich einen ominösen Parteiwechsel gegeben.
Viele Russen wissen nicht, dass die Sowjetunion den Zweiten Weltkrieg zusammen mit Nazideutschland angefangen hat. Sie waren Verbündete Hilters.
Vor dem Zweiten Weltkrieg haben Hitler und Stalin Pläne gemacht, Polen anzugreifen und untereinander aufzuteilen. Im September 1939 wurden diese Pläne verwirklicht (Hitler-Stalin-Pakt). Russland und Hitler haben Polen überfallen und aufgeteilt. Das war der Beginn des Zweiten Weltkrieges im September 1939.
Warum ist das aber aus dem Gedächtnis der meisten Menschen verschwunden, so wie es aus dem Gedächtnis verschwand, dass Hitler Sozialist war?
In Deutschland hat der Sozialismus nach dem Zweiten Weltkrieg, gerade aufgrund der Gräueltaten der nationalen Sozialisten einen schlechten Ruf bekommen. Internationale Kommunisten und Sozialisten wollten diesen Ruf jedoch noch retten, indem sie jede Verbindung zum nationalen Sozialismus abstritten. Stalin brauchte sicherlich auch ein gutes Image des Sozialismus, um die DDR aufzubauen.
In den 60ern versuchten Agenten aus der Sowjetunion und China Einfluss auf die Politik des Westens zu nehmen. Sie unterstützten Bündnisse mit marxistischen Gruppen. Die linksmarxistische Studentenbewegung und die sozialistische APO (Außerparlamentarische Opposition) führte unzählige Protestaktionen gegen die konservative Regierung und allgemein gegen den Kapitalismus an. In dieser Zeit sah man viele Studenten mit einer roten Mao-Bibel, Marx-, Che Guevara- und Ho Chi Minh-Plakaten rumlaufen. Gefordert wurden grundsätzliche gesellschaftliche Veränderungen in einem sozialistisch-revolutionären Sinn.
Ziel war es auch, gegen die konservative CDU/CSU-Regierung (Union) zu agieren und diese zu diskreditieren. Konservative (Rechte) sahen sich in dieser Zeit starken Anfeindungen gegenüber, sicherlich auch mit der These, dass Nazis angeblich Rechte waren. Der konservative Franz Josef Strauß (CSU) war hier ein prominentes Opfer, dem der Nazivorwurf gemacht wurde (auch mit Demos gegen ihn).
Anscheinend hatten die damals Protestierenden Erfolg. Ende der 60er wurde die CDU/CSU-Regierung abgewählt, die seit 1949 regierte. Unter der neuen SPD-Regierung mit Willy Brandt kam es dann zu Annäherung an den sozialistischen Ostblock („Wandel durch Annäherung“).
Die Behauptung, dass der Nationalsozialismus rechts sei, stieß aber bei konservativen Politikern in den darauffolgenden Jahren auf heftige Gegenreaktionen.
„Wir haben in der Vergangenheit nicht deutlich gemacht, dass Nationalsozialisten in erster Linie Sozialisten waren und dass Nationalsozialisten Leute waren, die im großen und ganzen kollektivistische Lösungen angestrebt und durchgeführt hatten.”
Quelle: Der Spiegel DER SPIEGEL 40/1979
Woher kommt der Begriff „Rechts“?
Ursprünglich kommt der Begriff „Rechts“ und „Links“ von der Sitzordnung des französischen Parlaments während dessen Revolution 1789 bis 1799. Rechts saßen eher die, die für den Erhalt von Klassen/Monarchie waren und links diejenigen, die keine Klasse/Monarchie wollten. Die NSDAP war aber gegen eine Klassengesellschaft und für die Abschaffung von Klassen. Sie wollte die klassenlose Volksgemeinschaft. Hitler hasste die Habsburgermonarchie, so der Historiker Hans Mommsen (Link).
Laut Wörterbuchdefinition sind Linke, Menschen, die sich am Sozialismus / Kommunismus orientieren. Siehe Duden.
Hitler wollte den radikalen Wandel Deutschlands zum Sozialismus.
Nazis konnten also nicht rechts gewesen sein.
Warum hat Hitler in MEIN KAMPF an einer Stelle etwas gegen Linke gesagt?
Die SPD empfindet sich heute als Partei der Mitte und würde die Partei „Die Linke“ als links von sich bezeichnen.
Auch die NSDAP empfand sich stellenweise als Partei der Mitte. Begründung: Nach dem 1. Weltkrieg herrschten Wirtschaftskrisen und grassierende Armut. Der häufige Ruf nach Sozialismus und sozialen Reformen brachte damals viele sozialistische und kommunistische Parteien und Gruppierungen hervor. Diese Parteien und Gruppierungen wollten sich voneinander unterscheiden.
Die Nazis waren gegen die extremen Linken, die eine gewaltsame Revolution nach dem Muster der Kommunisten in Russland vorhatten. Die Nazis bezeichneten diese als Marxisten und „rote“ bzw. „internationale” Kommunisten.
Die Nazis wollten Teile der eigenen Bevölkerung nicht töten. Sie wollten Teile der eigenen Bevölkerung für den nationalen Sozialismus einbinden z. B. Unternehmer/Kapitalisten für nützliche Arbeit einsetzen, so wie es Hitler in seinem Buch „Mein Kampf“ schrieb.
Zitat aus Hitlers Buch Mein Kampf:
„Auch dies ist eine Aufgabe unserer Bewegung, dass sie schon heute von einer Zeit künde, die dem Einzelnen das geben wird, was er zum Leben braucht, aber dabei den Grundsatz hochhält, dass der Mensch nicht ausschließlich um materieller Genüsse willen lebt.
[…]
Nationalsozialistische Arbeitnehmer und nationalsozialistische Arbeitgeber sind beide Beauftragte und Sachwalter der gesamten Volksgemeinschaft.”
Der Reichstag in der Weimarer Republik tendierte dazu, diejenigen, die sich auf das Internationale fokussierten, ganz links zu platzieren und diejenigen, die das Nationale in den Vordergrund stellten, ganz rechts. Aus diesem damaligen Reichstags-Gesichtspunkt waren die Nazis rechts.
In der Definition von Links und Rechts spielt die nationale oder internationale Ausrichtung jedoch keine Rolle. Die Ideologie (Sozialismus) bleibt die gleiche, egal ob sie internationale oder nationale Anwendung findet: Bekämpfung von angeblich Privilegierten und Umverteilung.
Hitler selbst betrachtete seine Partei, als eine Partei der Mitte: Rechts von der KPD und links von der SPD und bürgerlichen -liberalen Parteien.
Auch die KPD (Kommunisten) sahen die SPD rechts von ihnen. Sie kämpften gegen eine angeblich „rechte SPD“ und erklärte diese zum Hauptfeind (Quelle). Die KPD meinte, die SPD wäre der Hauptfeind im Proletariat, weil sie den Monopolkapitalisten die Arbeiterschaft zuführt. Der „Hauptstoß”, so die Kommunisten, solle im Kampf mit der Bourgeoisie gegen die Sozialdemokratie geführt werden. (Quelle).
Wer wen als rechts oder links betrachtete, war in der Weimarer Republik also relativ. Beide, KPD und NSDAP z. B. stimmten damit überein, dass die KPD links von der NSDAP war und die SPD rechts von der NSDAP.
Verwunderlich ist es daher nicht, wenn Hitler in seinem Buch „Mein Kampf“ Linke bzw. Rote als Gegner ausmacht und damit die KPD bzw. Bolschweiken meint und nicht den Sozialismus im Allgemeinen.
Ist politischer Personenkult links?
Bezeichnend ist, dass gerade die Linken eine Affinität zu Führerfiguren haben. Eine fast kindliche Huldigung zu einem starken Mann (Vaterfigur), der aufräumt und für das Wohl seiner Schützlinge kämpft.
Unzählige Statuen von Lenin und Marx in allen Ostblockstaaten bezeugen diese Art Führerkult. Stalin, Mao, Hitler, Kim Song Il, Saddam, Gaddafi, Tito, Fidel Castro und andere lassen sich von der Bevölkerung wie Heilige verehren, mit Bildnissen an jeder Ecke.
In sozialistischen Ländern werden immer wieder einzelne Personen zu Halbgöttern stilisiert. Selbst in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg bei der 68er Studentenbewegung wurden Mao und Hồ Chí Minh wie Heilsbringer verehrt. Der Kult rund um Che Guevara (siehe hier) ist aus dieser Zeit bis heute noch übrig geblieben.
Bei rechten (konservativen /liberalen) Bewegungen gibt es so eine Art Verehrung kaum, zumindest nicht in diesem übertriebenen Ausmaße.
Waren die Nazis konservativ oder eher sozialistisch revolutionär?
Der Begriff >>Konservativ<< kommt von dem lateinischen Wort „conservare“ und bedeutet, etwas zu konservieren, zu erhalten, zu bewahren.
Konservative möchten die bestehende Ordnung erhalten oder eine alte Ordnung wiederherstellen. Dies betrifft insbesondere die Staatsform (z. B. Monarchie), Umgangsformen (Sitten), das Rechtssystem etc.
Schaut man im Duden unter „Rechts“ bzw. „Rechte“ nach, findet man, dass es als konservativ + antisozialistisch definiert wird. Ein Rechter ist also ein Konservativer, der zusätzlich gegen die Ideen des Sozialismus ist.
Hitler war Feuer und Flamme für den Sozialismus. Er hat das alte System (Demokratie) nicht bewahrt. Auch hat er die Monarchie nicht wiederhergestellt. Warum auch: Er war Sozialist. Er wollte das Gegenteil: Er wollte den unteren Schichten zur Macht verhelfen. Er wollte das Kapital entmachten und es in die Hände der Arbeiter geben. Außerdem wollte er die klassenlose Volksgemeinschaft. Also genau das, was Konservative bzw. Rechte nicht wollten.
Sozialisten weltweit ging es schon immer darum, den niedrigeren Schichten mehr Macht zu geben. Zu diesen Schichten gehörten vor allem Bauern und Arbeiter. Sie wurden weltweit von Sozialisten idealisiert. Sozialistische Länder nannten sich auch gerne Arbeiter- und Bauernstaat. Hitler war hier keine Ausnahme bei der Idealisierung von Bauern und Arbeitern.
In einer Rede im Siemens-Werk Ende 1933 (neun Monate nach der Machtergreifung) sagte Hitler: „Nicht die intellektuellen Schichten haben mir den Mut gegeben, dieses gigantische Werk zu beginnen; sondern das kann ich sagen; den Mut habe ich nur gefasst, weil ich zwei Schichten kannte, den Bauern und den deutschen Arbeiter.”
Wenn man dieses Zitat im Zusammenhang mit den vielen anderen sozialistischen Zitaten sieht, in denen Hitler vom Sozialismus schwärmte, wird deutlich, dass Hitler weder Konservativer noch Antisozialist war. Er und die Nazis waren eindeutig sozialistisch revolutionär.
Waren Nationalsozialisten Kommunisten, aber keine Sozialisten?
In letzter Zeit wird behauptet, dass Hitler kein Sozialist war, sondern Kommunist. Also angeblich sei Sozialismus gut und Kommunismus böse oder sogar rechts. Dies ist falsch.
Nach Marx ist Kommunismus das Endziel des Sozialismus. Sozialismus ist hier eine Stufe in der Entwicklung, die zum Ziel hat, dass die wichtigsten Produktionsmittel in staatliche oder gemeinschaftliche Hände kommen. Auch sollen Waren gerecht verteilt werden. Anmerkung: Auf ein Ziel arbeitet man hin, hat es aber noch nicht erreicht. Wenn man die Ziele des Sozialismus erreicht hat, nennt man es dann laut Marx Kommunismus.
Sozialismus (im Allgemeinen) ist eine antikapitalistische Ideologie. Sie spricht sich für den staatlichen o. gemeinschaftlichen Besitz der Warenproduktion, des Warenaustausches und der Warenverteilung aus bzw. ihrer Kontrolle (entweder/oder). Privatbesitz soll eingeschränkt werden. Von einer allgemeinen Aufhebung allen Privatbesitzes ist im Sozialismus nicht die Rede.
Kommunismus (im Allgemeinen) ist auch eine antikapitalistische Ideologie / Bewegung, die über die Wirtschaft bestimmen möchte und die das Sozialleben lenken will.
Im Kommunismus soll jeder, so gut er kann arbeiten und der Gemeinschaft dienen. Das Wort Kommunismus kommt von dem lateinischen Wort „Communis“, das „gemeinsam” bedeutet.
Meistens geht es im Sozialismus (und auch Kommunismus) um Gleichheit, Solidarität, Aufhebung der Klassen und Schutz des Arbeiters.
In allen sozialistischen und kommunistischen Ländern gingen beide Konzepte (Kommunismus/Sozialismus) Hand in Hand und haben sich vermischt. Kommunisten bezeichneten sich meistens auch als Sozialisten. Kommunismus und Sozialismus werden häufig als Synonyme verwendet.
Die Nationalsozialisten haben die meisten Merkmale des Sozialismus / Kommunismus übernommen und zu großen Teilen umgesetzt.
Anton Drexler (Hitlers Vorgänger und Begründer der Nazibewegung ) schrieb: „Es gibt eine Parole, die euch zusammenführt und die heißt: ‚Sozialismus und Kommunismus im Geiste Christi, des hervorragendsten Charakters der Weltgeschichte”
Quelle: Schrift: „Mein politisches Erwachen; aus dem Tagebuch eines deutschen sozialistischen Arbeiters.” von Anton Drextler (mit dieser Schrift fing die Nazibewegung an).
Warum „im Geiste Christi“? Hier kann man spekulieren, dass die Bibel im Grunde antikapitalistische, antireiche und sozialistische/kommunistische Ansatzpunkte hat z. B. Umverteilung und Unterstützung von Unterpriviligierten. Hierzu gibt es diverse Bibelzitate (Link).
Anmerkung: In mehreren Reden und Schriften kritisierten Nazis (z. B. Hitler) die Kommunisten. Jedoch nutzen sie diese Begriffe als Kurzform für internationale Kommunisten (wie z. B. die KPD, Bolschewiken etc.). Nach Auffassung der Nazis haben internationalen Kommunisten die Idee des wahren Sozialismus (und der Arbeiterbewegung) verraten. Die Nazis meinten, dass der internationale Kommunismus von elitären und kapitalistischen Weltmächten dazu eingesetzt wird, Länder ins Chaos zu stürzen.
Hat Hitler einen Antikommunismus-Pakt mit Japan geschlossen?
Ja, jedoch ging es bei dem Pakt um den internationalen (und nicht nationalen) Kommunismus. Der Pakt hieß Antikomiterpakt. Kominter steht für die >>Kommunistische Internationale<<. Nationalsozialisten waren für den nationalen Sozialismus/Kommunismus und Gegner des internationalen Sozialismus/Kommunismus.
Dieser 1936 geschlossene Anti-Kominter-Pakt wurde übrigens gebrochen, als Deutschland 1939 einen Pakt mit der Sowjetunion schloss (Stalin-Hitler-Pakt). Die Sowjetunion und Deutschland griffen dann zu Kriegsbeginn Polen von beiden Seiten an und trafen sich in der Mitte des besetzten Landes, um sich zu gratulieren.
Teilte Hitler rechte Werte?
Rechts aus heutiger Sicht bedeutet weniger Staat und mehr (wirtschaftliche) Freiheit sowie weniger Pflichten für den Einzelnen (Individualismus). Dies war bei den Nazis eher unerwünscht. Hier ging es vielmehr um mehr Macht für den Staat, mehr Gemeinschaft und mehr Regulierung des Einzelnen. Also auch aus dieser Sicht sind die Nazis eher links.
Der Inbegriff von Links ist der Sozialismus. Das Gegenstück zum Sozialismus ist der Kapitalismus / Liberalismus.
Das Wörterbuch WAHRIG sagt, dass der Sozialismus als eine Bewegung zu verstehen ist, die gegen den wirtschaftlichen und politischen Liberalismus ist und dem Arbeitnehmern mehr Einfluss geben will, für mehr soziale Sicherheit etc..
Die Nazis waren Antikapitalisten und haben zu großen Teilen antikapitalistische Politik betrieben. Sie wollten und haben die Rechte des Arbeiters gestärkt, seine Bezüge erhöht, ihm Anerkennung gegeben etc..
Arbeitgeber und Unternehmen wurden mit mehr Pflichten und Beschränkungen belegt, inklusive höheren Abgaben.
Die Nazis wollten eine Arbeiterpartei sein, deshalb findet man den Begriff „Arbeiterpartei” im Namen (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei). Und das waren nicht nur Worte, dem sind auch tatsächlich Taten gefolgt (hierzu mehr weiter unten).
War Hitler Sozialist aber keine Kommunist?
Bei Marx ist Sozialismus eine Entwicklungsstufe hin zum Kommunismus. Deshalb bezeichneten sich Sozialisten auch gerne als Kommunisten. Sozialismus ist bei Marx der Weg und Kommunismus ist das Ziel. Im Prinzip kann sich ein Sozialist deshalb auch als Kommunist betrachten. Der Weg (Sozialismus) beinhaltet bei Marx, dass man daran arbeitet (auch mit Gewalt), Klassenunterschiede zu überwinden, den Kapitalismus zu stürzen, Produktionsmittel zu besitzen und Waren gerecht zu verteilen. Laut Marx sind im Kommunismus diese Dinge erreicht.
Marxisten definieren Sozialismus und Kommunismus nach obigen marxistischen Kriterien. Jedoch existierten die Begriffe Sozialismus und Kommunismus bereits vor Marx und in unterschiedlichen Ausprägungen.
In der allgemeinen Definition von Sozialismus und Kommunismus gibt es Unterschiede zum marxistischen Sozialismus/Kommunismus. Sozialismus wird im Allgemeinen so definiert, dass der Staat bzw. die Gemeinschaft die Produktionsmittel besitzt ODER reguliert (siehe Oxford Dictionary, Begriff „Socialism“)
Kommunismus wird definiert als eine antikapitalistische Weltanschauung, bei der die Wirtschaft und das gemeinschaftliche Leben zentral gelenkt werden (siehe Duden, Begriff: „Kommunismus“)
Nach der allgemeinen Definition war Hitler zu großen Teilen sowohl Sozialist als auch Kommunist. Er regulierte das Sozialleben, wollte eine Gemeinschaft nach staatlichen Vorstellungen formen, übernahm die Kontrolle über die Wirtschaft (Kommandowirtschaft und in Teilen Planwirtschaft), löste Klassenunterschiede der Idee der Volksgemeinschaft auf, kämpfte gegen Kapitalismus und sorgte für große Umverteilungsaktionen.
Auch der Gründer der NSDAP (vormals DAP) sagte, dass Sozialismus und Kommunismus die Parole seien, die die Nationalsozialisten zusammenführt.
(Quelle: Anton Drexler, Schrift >>Mein politisches Erwachen; aus dem Tagebuch eines deutschen sozialistischen Arbeiters<<)
Anmerkung: Nationalsozialisten standen den internationalen Kommunisten marxistischer Prägung feindselig gegenüber und bezeichneten sie häufig verkürzt als Kommunisten. Dies bedeutet nicht, dass sie nicht selbst im Kern nationale Kommunisten waren. Z. B. sagte Goebbels: „Ich bin deutscher Kommunist”. (Quelle: Dr. Peter Longerich Joseph Goebbels Biographie)
Woher kommt der Begriff „rechtsextrem“, obwohl Hitler ein Linker war?
Rechtsextrem bezeichnet alles, was im politischen Spektrum äußerst rechts ist.
Eigentlich müsste unter dem Begriff „rechtsextrem“ alles fallen, was übertrieben konservativ, extrem antisozialistisch und übermäßig kapitalistisch ist.
Nach dem Zweiten Weltkrieg suchten internationale Linke sicherlich händeringend nach Unterscheidungsmerkmalen zum Nationalsozialismus. Es galt, den schlechten Ruf des Sozialismus zu retten. In sozialistischen Ländern vermied man das Wort Nationalsozialismus und sagte lieber Faschismus.
Eines der hervorstechendste Unterscheidungsmerkmale gegenüber der internationalen Linken bzw. dem Marxismus, war der Wunsch der Nazis, Sozialismus erst einmal national einzuführen. Sie wollten den Sozialismus erst einmal in Deutschland etablieren, bevor sie über Zusammenschlüsse mit anderen sozialistischen Ländern nachdachten. Der Aspekt des „nationalen“ machte die nationalen Sozialisten aber nicht zu Sozialismusgegnern, Kapitalisten bzw. Rechten.
Sozialismus ist immer links, egal ob man ihn national oder international angeht bzw. durch internationale Zusammenschlüsse, wie es der Marxismus vorsieht, festigen möchte.
Nationalsozialismus wegen des Aspekts des Nationalen den Sozialismus bzw. das Linkssein abzusprechen, ist abwägig.
Nationalstolz und Patriotismus gab es in der Weimarer Republik bei fast allen Parteien. Auch der Wunsch, das Wohl des eigenen Volkes über das Wohl andere zu stellen, war nicht unüblich und eben kein Ausschlusskriterium für eine Linkspartei.
Überall auf der Welt empfand und empfindet man eine Verbundenheit mit dem eigenen Vaterland als normal. Das macht diese Menschen nicht zu Nazis. Es ist eher etwas Normales.
Im deutschsprachigen Raum gibt es jedoch eine missbräuchliche Entwicklung, die versucht, Patriotismus, Vaterlandsliebe und Nationalstolz als ein Nazi-Merkmal zu festigen. Mittlerweile gehen viele sogar so weit, zu behaupten, dass nicht nur der Begriff „rechtsextrem“ mit den Nazis zu tun hat, sondern schon alleine der Begriff „Rechts“. Auch gibt es bereits erste Versuche, normale konservative Politik in die Naziecke zu verschieben.
Selbst die Gräueltaten von Stalin, Mao, Pot, dem Kim-Clan in Nordkorea und vielen anderen linken Diktaturen werden neuerdings den Rechten untergeschoben. Hier wird behauptet, dass diese Diktatoren keine echten Linken/Sozialisten sind. Oder es wird behauptet, dass sie angeblich „rechte“ Kommunisten, aber deshalb keine echten Sozialisten waren. Sie hätten „Staatskapitalismus“ betrieben. Auch hier sieht man den verzweifelten Versuch von Links, Sozialismus reinzuwaschen, und das haarsträubendste Verdrehen von Tatsachen.
Wir stellen fest: Begrifflichkeiten wurden und werden zu Gunsten der linken Seite ausgelegt und verbreitet. Dabei wird der politische Gegner bzw. Rechte geschwächt werden.
Leider wird die Bevölkerung mit falschen Tatsachen in die Irre geführt. Nationalsozialisten waren Linke, so wie viele andere Diktatoren, die mit linken Versprechungen an die Macht gekommen sind. Sozialismus wird leider immer weniger als Gefahr wahrgenommen, obwohl er für die meisten Toten der letzten 150 Jahre und unzähliges Leid verantwortlich ist.
Was versteht man unter dem Begriff Sozialismus?
Das Langenscheidt Wörterbuch sagt, dass Sozialismus das Gegenteil des Kapitalismus darstellt. Das Wörterbuch WAHRIG sagt, dass der Sozialismus als eine Bewegung zu verstehen ist, die gegen den wirtschaftlichen und politischen Liberalismus steht und dem Arbeitnehmer mehr Einfluss geben will. Laut dem englischen Oxfort Dictionary wird Sozialismus so definitiert, dass der Staat bzw. die Gemeinschaft die Produktionsmittel besitzt ODER reguliert.
Liberalismus/Kapitalismus ist also der Gegenspieler des Sozialismus!
Was ist Liberalismus? Liberalismus ist die Idee, welche dem Einzelnen in Staats- und Wirtschaftsfragen die größtmögliche Freiheit gewährt.
Das Wort „liberal“ bedeutet „freiheitlich.“ Man ist frei von einem übergriffigen Staat.
Der Staat hält sich im Liberalismus mit seinen Forderungen so umfangreich wie möglich zurück. Dies ist die bevorzugte Idee des Kapitalisten, der so uneingeschränkt wie möglich handeln möchte.
Was ist Kapitalismus?
Kapitalismus möchte, dass sich Menschen wirtschaftlich frei entfalten. Staatliche Eingriffe sollen auf ein Minimum beschränkt werden. Vor allem der Markt bestimmt, was in der Wirtschaft geschieht (z. B. Angebot und Nachfrage).
Wie man sieht ist Liberalismus und Kapitalismus eng verknüpft. Auch Sozialismus und Kommunismus gehören zusammen. Der Sozialismus wird in der politischen Theorie als Vorstufe zum Kommunismus angesehen. Im Sozialismus bemüht man sich um mehr staatliche Kontrolle und Besitz der Warenproduktion. Im Kommunismus sind diese dann erreicht.
Sozialismus/Kommunismus ist die Richtung der Linken (siehe Duden – Wort „LINKE“ Def. 2).
Liberalismus/Kapitalismus ist die Richtung der Rechten.
Eine Mischung beider Ideologie wäre die soziale Marktwirtschaft, also der Kapitalismus, mit Umverteilungsbestrebungen von Oben nach Unten.
Anmerkung: Viele Linke versuchen im Allgemeinen nur Positives mit dem Begriff Sozialismus zu verknüpfen (trotz der Schreckenstaten von etlichen sozialistischen/kommunistischen Regimen). So entsteht eine falsche Vorstellung davon, was Sozialismus im Kern eigentlich ist. Neuerdings behaupten Linke, dass auch der Begriff „liberal“ angeblich (auch) dem linken Spektrum zuzuordnen ist. Dies ist nicht richtig.
In der Anfangszeit des Sozialismus mag man vielleicht noch die Idee von Freiheitlichkeit finden. Sozialisten haben vor ca. 250 Jahren versucht, sich der Übermacht etlicher Königshäuser und der Kirche zu entziehen. Tatsächlich gab es hier historisch gesehen viel Unterdrückung und Knechtung. Aber den Begriff des Liberalismus deshalb ins linke Lager zu verschieben, ist falsch .
Bereits Karl Marx zog in seinem Buch >>Das Kapital<< hauptsächlich gegen Kapitalisten und auch Liberale her.
Im >>Kommunistischen Manifest<< (von Karl Marx und Friedrich Engels) wird von der Gegnerschaft zum Liberalismus als sozialistische Forderung gesprochen.
Auch in der Weimarer Republik galten Liberalismus und Kapitalismus als Hauptgegner der Linken. So sagte der Sozialist Goebbels in seinem 1931 erschienenen Buch: Der Nazi-Sozi: „Liberalismus stirbt, daß der Sozialismus lebe.” Der Sozialist Hitler sagte: „Es gibt auch eine konstruktive internationale sozialistische Idee. Aber sie ist eine ganz andere. Wenn nämlich erst die Nationen begonnen haben, innerhalb ihrer eigenen Grenzen eine sozialistische und sozialwirtschaftliche Neuordnung durchzuführen, dann kommt der Augenblick, daß die Gesamtheit der Nationen, also alle Völker und Staaten, davon abkommen, unter sich nach liberalistischen Grundsätzen um Macht und Vorherrschaft, Versklavung und Ausnutzung zu kämpfen, also nach imperialistischen Gesichtspunkten zu handeln, sondern daß auch unter ihnen Rücksichtnahme, Gemeinschaftsgeist, eben >Sozialismus< herrscht. Was im kleinen erst innerhalb der einzelnen Völker vor sich ging, das wird dann innerhalb der ganzen Völkergemeinschaft der Erde vor sich gehen. Auch die Kleinsten werden Gleichberechtigung haben, auch die Habenichtse werden Anteil nehmen können an den Gütern und am Überschuß des Weltbesitzes der Großen. Das ist dann der Sozialismus der Völker!” Quelle: Hitler aus nächster Nähe. Aufzeichnungen eines Vertrauten 1929-1932, von Generalmajor Otto Wagener (Reichstagsmitglied und Hitlers enger Wirtschaftsberater, der die Treffen mit Hitler protokollierte.
Besteht wirklich Einigkeit bei Politikern, Zeitzeugen und Historikern, dass die Nazis angeblich rechts waren?
Von Einigkeit kann keine Rede sein. Hier einige Beispiele:
Der renommierte Historiker, Politikwissenschaftler und Träger des großen Bundesverdienstkreuzes Arnulf Baring: „Die Nazis waren nicht rechts, die Nazis waren eine Linkspartei!” (Quelle: Bayrischer Rundfunk, Münchner Runde, vom 23.11.11)
Der bekannte Politikwissenschaftler, Historiker und Journalist Dr. Götz Aly, der in einem Podcast die Sozialpolitik Hitlers beschreibt und wie sich die Nationalsozialisten die Unterstützung der Bevölkerung ab 1933 bis weit in die Kriegsjahre hinein, mit Sozialmaßnahmen, sicherten.
Edmund Stoiber (langjähriger ehemaliger Parteivorstand / Generalsekretär der CSU): „Wir haben in der Vergangenheit nicht deutlich gemacht, dass Nationalsozialisten in erster Linie Sozialisten waren und dass Nationalsozialisten Leute waren, die im großen und ganzen kollektivistische Lösungen angestrebt und durchgeführt hatten.” (Quelle)
Erika Steinbach (ehemaliges CDU Bundestagsmitglied und ca. 16 Jahre Präsidentin des Bundes der Vertriebenen) auf Twitter: „Die NAZIS waren eine linke Partei.” (Quelle Twitterprofil von Erika Steinbach)
Willy Brandt (ehemaliger SPD Parteivorsitzender und Ex-Bundeskanzler) : „Das sozialistische Element im Nationalsozialismus im Denken seiner Gefolgsleute« müsse »von uns erkannt werden«“ (Quelle: Spiegel 44/79)
Joachim Fest (Historiker) schrieb in der linksorientierten Taz: „Im Italien der Zwanziger- und Dreißigerjahre gab es immer noch die herkömmlichen Klassenunterschiede, während Hitler, nicht anders als die Sozialisten aller Schattierungen, die soziale Gleichschaltung vorantrieb. Auch hat er nach der so genannten Machtergreifung, anders als manche Angehörigen der Oberklassen hofften, die 1918 verloren gegangenen Vorrechte nicht wiederhergestellt. Stattdessen hat er den von Marx herkommenden Begriff der klassenlosen Gesellschaft einfach durch die Vokabel der „Volksgemeinschaft“ ersetzt und den immer noch Furcht erregend sozialistisch klingenden Begriff als eine Art ständiger Verbrüderungsfeier verkauft.”
[…]
„Aufs Ganze gesehen ist die Diskussion über den politischen Standort des Nationalsozialismus nie gründlich geführt worden. Stattdessen hat man zahlreiche Versuche unternommen, jede Verwandtschaft von Hitlerbewegung und Sozialismus zu bestreiten. Um den Kommunismus denkbar weit vom Nationalsozialismus wegzurücken, ist sogar der totalitäre Charakter des Kommunismus geraume Zeit bestritten worden.”
(Quelle Taz: Link)
Zeitzeuge, Literaturwissenschaftler und Politiker Victor Klemperer, der unter den Nazis als Jude seine Lehrstuhl als Professor verlor) aus seinem Buch >>Ich will Zeugnis ablegen, bis zum letzten<< :„Der Nationalsozialismus ist jetzt ganz oder fast ganz mit dem Bolschewismus identisch geworden; das leuchtet vielen von denen ein, die ihn noch vor kurzem als ‚Bollwerk gegen den Bolschewismus‘ und als ‚kleineres Übel‘ betrachteten.“
Margaret Thatcher (Ehm. Premierministerin des Vereinigten Königreichs): „Nazitum (nationaler Sozialismus) und Kommunismus (internationaler Sozialismus) waren nur zwei Seiten der selben Münze.” (Quelle: Buch „The Path to Power“)
„Der Kommunismus verursachte fast hundert Millionen Todesopfer. Er versklavte den Osten, während sein erster Cousin, der Sozialismus, einen Großteil des Westens verarmte. Der Nationalsozialismus – diese andere Form des Sozialismus – und sein zahmerer Vorfahre, der Faschismus, töteten etwa 25 Millionen Menschen. Sie alle haben in unseren Gesellschaften Narben hinterlassen, die vielleicht nie vollständig heilen werden.” (Quelle: Rede an der Hofstra University, New York, 27. März 2000)
Dr. Rainer Zitelmann (bekannter Politikwissenschaftler und Historiker)
Freie Übersetzung ins Deutsche aus einem englischen Interview auf Youtube (Quelle):
[…] „Sie wollten keinen Kapitalismus. Sie wollen keine freie Marktwirtschaft.”
„Hitler sagte es in einer seiner Reden >> Ich werde den Unternehmen sagen, was sie zu tun haben, und was sie produzieren sollen, und wenn sie sagen, ja wir werden es machen, dann ist es in Ordnung mit mir, dann muss ich es nicht machen, und wenn sie es nicht machen, mache ich es selbst. << So, das bedeutet der Staat. Und das ist exakt die Art, wie er es gemacht hat. Er hatte auch einen 4-Jahresplan. Die kommunistischen Länder hatten diese 5-Jahrespläne”
[…]
„… ja Adolf Hitler war ein Sozialist, aber ein moderner Sozialist. ” […] „Das ist, was ich die moderne Art des Sozialismus bezeichne, in Kontrast zur traditionellen Art des Sozialismus.” […] „Es ist nicht notwendig, dass der Staat alles besitzt. Man kann es mit Regulierungen, Steuern und und und tun. Und das ist die moderne Form des Sozialismus.”
[…]
„Und er (Hitler) hatte Sorge, dass, wenn er alles verstaatlicht, von einem Tag auf den anderen, dass es keinen Wettbewerb mehr gibt. Dies war der Grund, warum er skeptisch war, alles zu verstaatlichen. Aber … seine Einstellung zu der Frage, freie Wirtschaft, Planwirtschaft, die Rolle des Staates, änderte sich ein bisschen in den 30ern/40ern weil Stalin mehr und mehr sein Vorbild wurde und er mehr und mehr die Planwirtschaft der Sowjetunion bewunderte. Das ist das, was in den 30ern und vor allem in den 40ern passierte.”
[…]
„Sicherlich, als er (Hitler) sich mit der Sowjetunion und mit Stalin im Krieg befand, konnte man keine positives Wort von ihm über Stalin in der Öffentlichkeit in seinen Reden hören, aber im engsten Kreis war es verboten, etwas Negatives über Stalin zu sagen …”
[…]
„… sagte er (Hitler) >>Nachdem der Krieg gewonnen ist, müssen wir viele mehr in die Richtung einer Planwirtschaft gehen, weil nur eine Planwirtschaft unsere Probleme lösen kann.<<”
[…]
„Kommunisten und Nationalsozislisten konkurrierten. Sie waren Rivalen gegen Demokratie, gegen Kapitalismus.”
[…]
„Es ist ein Missverständnis, dass Hitlers wahrer Beweggrund es war, Kommunismus zu beseitigen. Kommunismus war zwar sein Feind, aber mehr im Sinne von Rivalen, von zwei totalitären Systemen, die beide versuchen gegen den Kapitalismus voruzugehen.”
Sebastian Haffner (1907-1999) | Historiker und Zeitzeuge | Welt-und-Stern-Kolumnist | Träger des Heinrich-Heine-Preises der Stadt Düsseldorf und des Johann-Heinrich-Merck-Preises | Floh 1938 vor dem NS-Staat nach Großbritannien | Winston Churchill war so beeindruckt von Haffners NS-kritischem Buch „Germany. Jekyll and Hyde” (von 1940), dass er das Buch zur Pflichtlektüre für die Minister seines Kriegskabinetts machte.
„Die einzigen innenpolitischen Gegner oder Konkurrenten, mit denen Hitler im Jahre 1930–34 ernsthaft zu rechnen und zeitweise zu kämpfen hatte, waren die Konservativen. […] und dabei blieb es auch in der Zeit seiner unumschränkten Macht nach 1934.” […] Es war die einzige Opposition, die ihm bis zum Schluss zu schaffen machte. Die Einzige, die eine, wenn auch geringe, Chance hatte, ihn zu Fall zu bringen. Und die wenigstens einmal den Versuch dazu machten. Und diese Opposition kam von rechts. Von ihr aus gesehen stand Hitler links. […] Hitler ist keineswegs so leicht als extrem rechts im politischen Spektrum einzuordnen, wie es viele Leute heute zu tun gewohnt sind. Er war natürlich kein Demokrat. Aber er war ein Populist. Ein Mann, der seine Macht auf Massen stützte, nicht auf Eliten. Im gewissen Sinne ein zu Macht gelangter Volkstribun. Sein wichtigstes Herrschaftsmittel war Demagogie und sein Herrschaftsinstrument war keine gegliederte Hierarchie, sondern ein chaotisches Bündel unkoordinierter, nur durch seine Person an der Spitze zusammengehaltener Massenorganisationen. Alles eher linke als rechte Züge. Offensichtlich steht Hitler in der Reihe der Diktatoren des 20. Jahrhunderts irgendwo zwischen Mussolini und Stalin. Und zwar bei genauerem Hinsehen, näher bei Stalin. Nichts ist irreführender, als Hitler einfach einen Faschisten zu nennen.” (Quelle: Vortrag zum Buch „Anmerkungen zu Hitler“ (1978) von Sebastian Haffner | Originalton: Link)
Nachwort
Ich distanziere mich ausdrücklich von dem verbrecherischen Unrechtsregime der Nazi-Diktatur. Ich selbst komme aus einer Familie von Widerstandskämpfern gegen die alten Nazis. In Polen wurden einige meiner Familienmitglieder durch die Nazis verfolgt, interniert und erschossen. Mein Großvater hat aus Nächstenliebe einen Juden unter Lebensgefahr bei sich Zuhause versteckt.
Diese Artikel dient der geschichtswissenschaftlichen Aufklärung und soll dabei helfen, die Gefahr durch linke Terrorregime frühzeitig zu erkennen.
Gewalt, Meinungsunterdrückung, ein autoritärer Staat, ein diktatorisches System und andere Verbrechen der NS-Zeit basieren, wie dieser Artikel zeigt, nicht auf rechten (konservativen) Gedankenmodellen, sondern eher auf linken bzw. sozialistischen Ideen.
Unsere Doku „Nazis waren LINKS” auf Youtube ansehen und uns folgen.
* Disclaimer: Wir schließen Irrtümer nicht aus. Wir fordern jeden Geschichtsinteressierten auf, Berichte und Informationen über und von Zeitzeugen, Historikern, Politikern und historischen Ereignissen, die in diesem Artikel vorkommen, gesondert zu überprüft. Sind zweifelsfrei Fehler vorhanden, werden wir diesen Artikel entsprechend anpassen. Dies ist unser Versprechen.
57 Kommentar
1. Anton Drexler und die NSDAP
Es stimmt, dass Anton Drexler 1919 die Deutsche Arbeiterpartei (DAP) gründete, aus der später die NSDAP wurde. Drexler war tatsächlich anfangs eine prägende Figur, doch seine Bedeutung nahm rapide ab, nachdem Hitler in die Partei eintrat. Bereits 1921 verdrängte Hitler Drexler als Vorsitzenden und übernahm die Führung der NSDAP.
Ob Drexler als „Sozialist“ bezeichnet werden kann, ist fraglich. Zwar sprach er sich für eine stärkere Berücksichtigung der Arbeiterinteressen aus, doch war sein Fokus stark nationalistisch und antisemitisch geprägt. Sein Verständnis von „Sozialismus“ unterschied sich fundamental von marxistischen oder sozialdemokratischen Ideen.
2. Das 25-Punkte-Programm der NSDAP und „linke“ Forderungen
Das 1920 verabschiedete 25-Punkte-Programm der NSDAP enthielt tatsächlich einige wirtschaftspolitische Forderungen, die auf den ersten Blick sozialistisch wirken könnten. Dazu gehören unter anderem:
„Gewinnbeteiligung an Großbetrieben“
„Kommunalisierung der Groß-Warenhäuser“
„Abschaffung des mühelosen Einkommens (Zinseinnahmen)“
Allerdings darf man diese Punkte nicht isoliert betrachten. Der Nationalsozialismus verstand sich nicht als klassenkämpferische Bewegung, sondern als völkische. Das Hauptziel war nicht soziale Gerechtigkeit, sondern die Stärkung des „Volkskörpers“ unter autoritärer Führung. Die wirtschaftlichen Forderungen dienten in erster Linie der Kontrolle durch den Staat und waren kein Ausdruck klassischer sozialistischer Politik.
Zudem wurden viele dieser Forderungen nach der Machtergreifung 1933 nicht umgesetzt. Stattdessen kollaborierte die NSDAP mit Großindustriellen und konservativen Eliten, um ihre Herrschaft zu festigen. Die soziale Rhetorik war vor allem Propaganda, um Arbeiter für die Partei zu gewinnen.
3. Verwendung des Begriffs „Genosse“
Der Begriff „Genosse“ wurde in der NSDAP tatsächlich verwendet (z. B. „Parteigenosse“), allerdings nicht im sozialistischen Sinne. Er war Ausdruck der Gemeinschaft innerhalb der NSDAP und hatte nichts mit klassenspezifischer Solidarität zu tun.
Es gab auch konservative und nationale Bewegungen, die diesen Begriff nutzten, ohne sozialistische Ideologien zu vertreten. Daher ist die Wortwahl allein kein Beleg für eine sozialistische Ausrichtung.
4. Nationalsozialismus vs. Marxismus
Ein zentrales Element der NS-Ideologie war der Antimarxismus. Die Nationalsozialisten bekämpften Sozialdemokraten und Kommunisten mit äußerster Brutalität, insbesondere nach 1933, als sie die politischen Gegner systematisch verfolgten und in Konzentrationslager sperrten.
Die NSDAP stellte den Marxismus als Feindbild dar, den es zu vernichten galt. Der Begriff „Sozialismus“ im Nationalsozialismus war eine rhetorische Strategie, um die Arbeiterklasse zu gewinnen, hatte aber wenig mit dem internationalen Klassenkampf der Sozialisten zu tun.
5. Goebbels, Eichmann und ihre Aussagen zum Sozialismus
Joseph Goebbels äußerte in frühen Jahren einige positive Worte über Sozialismus, doch er war einer der entschiedensten Feinde des Marxismus. Seine Schrift Der Nazi-Sozi war ein Propagandamittel, das gezielt darauf abzielte, Arbeiter von der KPD und SPD wegzulocken.
Auch Eichmanns Aussage, Nationalsozialismus und Kommunismus seien „Geschwister“, ist eine persönliche Meinung und kein Beweis für eine sozialistische Ausrichtung der NSDAP. Selbst wenn einzelne Nazis sozialistische Ideen gut fanden, war der Nationalsozialismus als Ganzes eine klar antisozialistische Bewegung.
6. Der Name „Nationalsozialismus“ bedeutet nicht, dass es sich um eine sozialistische Bewegung im marxistischen oder klassischen linken Sinne handelte
Die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) übernahm zwar den Begriff „Sozialismus“, doch meinte damit eine völlig andere Interpretation als der klassische Sozialismus oder Kommunismus. Während sozialistische Bewegungen traditionell auf Internationalismus, Klassenkampf und Kollektivierung der Produktionsmittel setzten, betonten die Nationalsozialisten eine rassistisch definierte „Volksgemeinschaft“, die die Klassenunterschiede innerhalb der „arischen“ Bevölkerung zu überwinden suchte, aber gleichzeitig andere Gruppen systematisch ausschloss.
2. Die wirtschaftspolitische Orientierung der NSDAP war weder rein kapitalistisch noch marxistisch
Der Nationalsozialismus war wirtschaftlich interventionistisch und förderte eine gelenkte Wirtschaft, jedoch mit einer starken Kooperation zwischen dem Staat und privaten Unternehmen. Es gab zwar sozialpolitische Maßnahmen für „arische“ Arbeiter, doch Unternehmen und Kapital blieben weitgehend in privater Hand. Die Rüstungsindustrie profitierte massiv von staatlichen Investitionen.
Private Unternehmen wie IG Farben, Krupp und Siemens waren integraler Bestandteil des NS-Wirtschaftssystems und profitierten von Zwangsarbeit und Kriegsvorbereitungen. Ein echter Sozialismus hätte diese Unternehmen enteignet oder verstaatlicht, was unter Hitler nicht geschah.
7. Die NS-Ideologie war tief antimarxistisch und antisemitisch
Der Nationalsozialismus definierte sich ausdrücklich als Gegenbewegung zum Marxismus, den er mit Judentum, Bolschewismus und Internationalismus gleichsetzte. Marxistische Parteien wie die KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) und SPD wurden sofort nach Hitlers Machtergreifung 1933 verboten, ihre Mitglieder verfolgt oder ermordet.
Hitler sah den internationalen Sozialismus als Feindbild und sprach sich gegen die Klassenkämpfe aus, die den Marxismus kennzeichneten.
8. Sozialistische Elemente waren auf Propaganda und Sozialpolitik für die „Volksgemeinschaft“ beschränkt
Sozialmaßnahmen wie Mieterschutz, Kinderbeihilfen oder Rentenerhöhungen zielten darauf ab, die „arische“ Bevölkerung an das Regime zu binden. Diese Maßnahmen richteten sich aber nicht gegen den Kapitalismus an sich, sondern dienten der Mobilisierung für den Krieg.
Der Begriff „Volksgemeinschaft“ ersetzte die Klassenanalyse des klassischen Sozialismus. Der Nationalsozialismus strebte eine klassenübergreifende Gemeinschaft von „deutschen Volksgenossen“ an, während er Juden, Sozialisten, Slawen und andere Gruppen als „Schädlinge“ ausschloss.
9. Hitlers Aussagen zum Sozialismus sind strategisch und kontextabhängig
Hitler verwendete den Begriff „Sozialismus“ häufig, aber in einem ethno-nationalistischen Sinne. Er wollte eine „sozial gerechte“ Ordnung für das „deutsche Volk“, nicht für alle Arbeiter weltweit, wie es der klassische Sozialismus vorsah.
Hitler sprach oft von der „Abschaffung des Kapitalismus“, meinte aber damit meist die Beseitigung des „jüdischen“ Finanzkapitalismus. Er hatte nichts gegen große deutsche Unternehmen, solange sie mit dem Regime kooperierten.
10. Nationalsozialismus vs. Sozialismus: Grundlegende Unterschiede
a) Unterschiedliche Zielsetzung: Klassenkampf vs. Rassismus
Sozialismus (in marxistischer oder sozialdemokratischer Tradition) strebt eine klassenlose Gesellschaft an, in der wirtschaftliche Macht gleichmäßiger verteilt wird. Der Feind des Sozialismus ist die „herrschende Klasse“ (Kapitalisten, Bourgeoisie).
Nationalsozialismus hingegen war nicht gegen soziale Klassen gerichtet, sondern rassistisch motiviert. Die Feindbilder waren nicht die Kapitalisten an sich, sondern „internationale jüdische Finanzeliten“, Kommunisten und andere „Volksfeinde“. Das Hauptziel war nicht soziale Gerechtigkeit, sondern die Schaffung einer „arischen Volksgemeinschaft“, in der bestimmte Gruppen (Juden, Slawen, Sinti und Roma, politische Gegner) systematisch ausgeschlossen oder vernichtet wurden.
b) Staatliche Lenkung der Wirtschaft ist kein exklusives Merkmal des Sozialismus
Die Nazis setzten auf eine gelenkte Wirtschaft, insbesondere während des Krieges, aber sie verstaatlichten Unternehmen nicht systematisch, wie es in sozialistischen Staaten (z. B. der UdSSR oder der DDR) der Fall war.
Deutsche Großkonzerne wie Krupp, IG Farben und Siemens arbeiteten eng mit der NS-Regierung zusammen und profitierten enorm. Das zeigt, dass der Kapitalismus nicht abgeschafft, sondern lediglich in eine staatsnahe Richtung gelenkt wurde.
Auch viele nichtsozialistische Staaten haben starke wirtschaftspolitische Eingriffe genutzt (z. B. Franklin D. Roosevelts „New Deal“ oder das Wirtschaftssystem im faschistischen Italien). Solche Maßnahmen allein machen ein System nicht „sozialistisch“.
11. Die NSDAP und ihr Verhältnis zum Sozialismus
Die NSDAP war in ihrer Propaganda opportunistisch und bediente sich teilweise sozialistischer Rhetorik, um Arbeiter anzusprechen. Dies war jedoch rein taktisch. Tatsächlich wurden Sozialisten, Kommunisten und Gewerkschafter nach der Machtergreifung 1933 systematisch verfolgt, inhaftiert und ermordet.
Hitler selbst erklärte in Mein Kampf, dass er den Marxismus ablehne, weil er die nationale Einheit untergrabe.
Die „sozialistischen“ Elemente der NSDAP waren eher populistische Versprechen als realpolitische Maßnahmen. Die Macht in der Partei lag nicht bei sozialistischen Fraktionen, sondern bei der rechten, militaristischen Elite.
12. Vergleich mit sozialistischen Regimen
Viele der aufgelisteten Merkmale (z. B. Diktatur, Propaganda, Kontrolle der Medien) sind keine spezifischen Merkmale des Sozialismus, sondern allgemeine Kennzeichen totalitärer Systeme – egal ob links oder rechts.
Sowohl der Nationalsozialismus als auch der Stalinismus waren totalitäre Systeme, aber mit unterschiedlichen ideologischen Grundlagen:
Der Nationalsozialismus war rassistisch und völkisch-nationalistisch.
Der Kommunismus (z. B. Stalinismus) war klassenkämpferisch und internationalistisch.
Der Unterschied zeigt sich auch in der Politik: Während die UdSSR Privateigentum weitgehend abschaffte, ließ das Dritte Reich Großunternehmen bestehen und nutzte sie für seine eigenen Zwecke.
Fazit: Der Nationalsozialismus war eine rechtsextreme Ideologie
Die NSDAP war weder eine klassische Linkspartei noch sozialistisch im marxistischen Sinne.
Der Nationalsozialismus war eine Mischung aus autoritärem Nationalismus, rassistischem Totalitarismus und wirtschaftlicher Steuerung zugunsten des Kriegsziels.
Wirtschaftspolitische Maßnahmen wie Sozialprogramme oder staatliche Eingriffe machen eine Ideologie nicht per se „links“ – sie sind auch in rechten Systemen möglich.
Das Kernziel der NS-Ideologie war nicht soziale Gleichheit, sondern die Errichtung einer rassistischen Hierarchie, die sich fundamental vom sozialistischen Gleichheitsideal unterscheidet.
Kurz gesagt: Der Nationalsozialismus war ein ultranationalistisches, rechtsextremes Regime mit autoritären Wirtschaftslenkungen, aber kein Sozialismus im linken Sinne.
Warum habe ich das Gefühl, Sie haben vorwiegend nur die Überschriften gelesen und nicht den Text der unter diesen Überschriften stand, in denen ich Ihre Argumente eindeutig widerlegt habe?
Sehr geehrter Herr Janik, ich habe ihren Text zweimal sorgsam durchgelesen und kann Ihnen nur beipflichten. Die Person unter dem Pseudonym „Viel Unsinn“ scheint Ihren Text nicht gelesen zu haben.
Etwas Eigenes: Ich werde auch die anderen Texte lesen. Vielleicht kommt dann auch meine Erkenntnis dort vor, dass alle sozialistischen Systeme auch gemein haben, dass sie die Menschen von ihren angestammten Wurzeln entfremden wollen, um deren Identität zu zerstören. Und dies, um dann ihre eigene Ideologie in die Menschen einpflanzen zu können. Ob Hakenkreuzkult oder die Kulturrevolutionen unter Stalin, Mao, Pol Pot. Die nationalsozialistischen Systeme erklärten zwar, an die Geschichte anknüpfen zu wollen, waren aber dennoch Kunstprodukte. Echte archäologische Erkenntnisse zum Beispiel bleiben oft außen vor. So wurde zum Beispiel auf dem Gebiet des keltischen Manching, der größten keltischen Siedlung überhaupt, einfach von den Nazis 1936 – 1938 ein Flugplatz gebaut (Ingolstadt). Globalistische Systeme hingegen vernichteten gleich die alten Bezüge, um etwas vollkommen Neues und Künstliches den Menschen überzustülpen, an deren Spitze dann gottgleiche Führerfiguren standen, die ja selbst wie Überwesen und Kunstobjekte dargestellt wurden, siehe u.a. die Darstellung Stalins in dem Propagandafilm „Die Befreiung Berlins“ von 1949. Ähnliche Glaubenssysteme können wir evtl. heute mit dem Wokeismus betrachten und den Glaube an die „Grünen Inhalte und die Programmatik“. Der Versuch irgendwelche Führerfiguren zu etablieren, wie die Jean D‘ Arc der Klimabewegung Greta Tunberg schlug aber fehl. Gruselig ist aber die Projektion eines Habeck auf dem Brandenburger Tor, das für mich zumindest Ähnlichkeiten mit dem Großen Bruder aus der Verfilmung des George Orwells „1984“ hatte. Religion und Ideologie werden bewusst vermischt zulasten, der Jahrhunderte oder Jahrtausende lange gewachsenen echten Religionen und Kulturen. Wobei auch gewachsene Religionen und künstlich aufgesetzte Ideologien in vielen Bereichen sehr ähnlich sind. Da wo keine Religion mehr (Mao: Religion ist Opium fürs Volk), wird dann mit vielen identischen Inhalten eine Ideologie als Ersatz über die Menschen gestülpt, die ja durch ihren Identitätsverlust, wie leere unbeschriebene Blätter fast schon panikhaft sich geistig wieder mit etwas beschreiben wollen. Denn ohne Glaube an irgendetwas, kann niemand sein. Irgendein Koordinatensystem um die Welt und eigene Existenz zu begreifen ist für den Menschen existenziell.
Da haben Sie einen guten Punkt angesprochen, den ich in einem meiner nächsten Beiträge ansprechen werde. Ein Führerkult ist häufig in sozialistischen Systemen zu beobachten. Hierzu wird dann vorher oft die Identität der Menschen angegriffen. Religion, Familie, man selbst als Individuum: Definitionen und Loyalitäten verschieben sich. Das Individuum soll in der Gemeinschaft aufgehen. Eine Gesellschaft die dann von einer Art Guru oder einer gottartigen Person geführt wird, die immer Recht hat. Siehe hierzu auch den Führerkult in den verschiedenen sozialistischen Ländern. Extrem ausgeprägt ist dieser derzeit in Nord-Korea.
Die meiner Meinung nach offensichtlichen Versuche, westliche Kinder über ihre Geschlechtsidentität zu verunsichern, sind ein sehr schlechtes Zeichen. Auch die Errodierung sexueller, familiärer und kultureller Werte ist sicherlich ein Teil von dem Versuch einer Demoralisierung. Menschen verlieren Halt und suchen Lösungen. Befeuert duch eine extreme Wirtschaftskriese, könnte ein Wechsel der Systeme geplant sein. Eine Vermutung, die mir Angst macht.
Sie sind mit mit diesem Gefühl nicht alleine.
Hochinteressant. Danke für den Artikel.
„Ursprünglich kommt der Begriff „Rechts“ und „Links“ von der Sitzordnung des französischen Parlaments während dessen Revolution 1789 bis 1799. Rechts saßen eher die, die für den Erhalt von Klassen/Monarchie waren und links diejenigen, die keine Klasse/Monarchie wollten. Die NSDAP war aber gegen eine Klassengesellschaft und für die Abschaffung von Klassen. Sie wollte die klassenlose Volksgemeinschaft. Hitler hasste die Habsburgermonarchie, so der Historiker Hans Mommsen“
Warum hat die NSDAP ganz Rechts gesessen ?
1933 :
Ganz links:
Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)
Linke Mitte:
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
Mitte:
Zentrumspartei
Rechte Mitte:
Deutschnationale Volkspartei (DNVP)
Ganz rechts:
Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)
Wenn die NSDAP sich als eine Partei der Mitte gefühlt hat, warum dann ganz Rechts und nicht neben der Zentrumspartei ?
Am liebsten möchte jeder in der Mitte sitzen, kann sich das aber nicht selbst aussuchen.
Gibt es darüber Berichte, das die NSDAP in der Mitte sitzen wollte ? Hat sich die NSDAP beklagt das sie Rechts sitzen mussten ?
Gustav Ernst Stresemann unter Bismarck verdonnerte die Nationalsozialisten im Parlament, RECHTS zu sitzen, um sie zu ärgern, denn die Nazis wollten LINKS sitzen – wieso wohl? Weil es Linke waren, Sozialisten, Revolutionäre, nicht Konservative, die erhalten wollen.
So ziemlich jeder Autokrat, Diktator oder Massenmörder des zwanzigsten Jahrhunderts war entweder Sozialist, Kommunist, Leninist, Bolschewik oder Marxist.
Wenn Ihnen einer einfällt, der kein Linker war, veröffentlichen Sie doch einfach seinen Namen, sein Land, die Partei und die Ideologie dieses Individuums!
**Spoiler**
Sie werden keinen einzigen hier veröffentlichen können, der ein konservativer Rechter war, weil alle, ja wirklich ausnahmslos alle, die Ihnen einfallen werden, Linke waren!
Oh man, ich Idiot: meine Hypothese ist, dass der Kommentar von Avi von einem Sprachmodell geschrieben wurde.. kam mir doch komisch vor, warum „die genannte Quelle“ in einem Kommentar auf der Webseite auftaucht. Und außerdem die Aussagen in Struktur und Inhalt doch ziemlich den den Antworten vorhin von ChatGPT gleichen.. so viel zur Asymetrie von Missinformation..
„ChatGPT du bist ein Historiker und schreibe einen fundierten Kommentar mit Quellenangabe zu der Webseite wie24.com/nazis-links“
oder sowas würde ziemlich sicher sowas den Kommentar von Avi bringen.
Danke für den Hinweis Malte. Ich werde Avis Antwort löschen, aber Ihren hervorragenden Kommentar beibehalten, damit man sehen kann, mit was für Methoden hier ggf. gearbeitet wird.
Ich habe übrigens den Aufsatz zur Judenfrage von Karl Marx gelesen. Er ist mitnichten satirisch gemeint.
Die Erklärung (er war satirisch gemeint) scheint mir eine Ausrede von bestimmten Linken zu sein, weil sie sich für die Auffassung von Karl Marx schämten. Sie auch https://wie24.com/karl-marx-rassist/
Hallo Avi,
unser gemeinsames Interesse an einem fundierten Bild über die Historie bringt uns hier her.
Und hier finden wir einen Konflikt. Wie interessant!
Der Konflikt hat meiner Ansicht nach zwei Seiten: erstens es ist verrufen über Dogmen zu sprechen, wenn sie den Tod und Gräul behandeln (im simpelsten Fall wird auf einer Beerdigung nicht gelästert, sondern nur beschönigt. Man macht sich am Tod quasi mitschuldig, das Konventionelle zu freveln).
Zweitens ist da die Asymetrie an Missinformation: es sei 10 mal aufwändiger eine unrichtige Aussage zu widerlegen, als sie aufzustellen.
Ich habe in den Kommentarbereichen geschaut, weil ich trotz mehrstündiger Lektüre von Wikipedia zu den verschiedenen Aussagen keinen wirklichen Widerspruch gefunden habe (maximal evtl. dass auch manche Quellen, die ich dort allerdings nicht überprüft habe, Marx Aussagen „zur Judenfrage“ eher nicht als antisemitisch auslegen, sondern eher als ein Kommentar in der Diskussion wie die verschiedenen Religionen zum Kommunismus finden könnten und er dabei zusammengefasst meint „das klappt schon, durch die Überwindung des Kapitalismus werden auch die Juden befreit“.)
Jeder der hier landet, und ökonomisch gebildet ist, landet hier weil der Zusammenhang aus ökonomischer Sicht erschreckend eindeutig ist (vgl hierzu den letztjährigen Wirtschaftsnobelpreis durch das Werk „Why Nations Fail“ das explizit die Grenzen zur Politik überschreitet).
Ich bin hier um zu lernen.
Sie scheinen in dem Gebiet bewandert, allerdings bin ich enttäuscht, dass Sie sich nicht die Mühe gemacht haben den Text zu lesen. Stattdessen haben Sie eine Liste an 6 verschiedenen Wälzern mitgegeben wo man sich jetzt doch einlesen solle.
Da bin ich mir jetzt ehrlich gesagt sehr unsicher, auf welcher Seite der Missinformationsasymetrie ihr Kommentar einzuordnen ist.
Zu meinem Bemühen:
Sie können sich vorstellen, das potentielle Wissen, dass Hitler Sozialist war, bringt mir auf Partys oder im Bekanntenkreis eher Ablehnung als Anerkennung.
Höchstens Wissensmasochisten, also stur neugierige Menschen, sind trotzdem offen. Sie können sich vorstellen, ich fremdel noch mit der Hypothese, doch vermag ich sie nicht zu widerlegen.
Auch diverse „Faktenchecks“ habe ich zu dem Thema besucht, diese verstricken sich jedoch leider in Widersprüchen und weisen sehr viele Merkmale von Propaganda auf: emotionalisierende Sprache, fehlende konkrete Beispiele mit ausreichend Kontext.. nur Eingeweihte könnten die Aussagen überprüfen… man sei ein schlechter Mensch, wenn man es anders sieht.. unstimmige Kausalketten wie „wer sagt Nazis seien links gewesen, relativiert die Schrecken des Naziregimes.“ etc etc
z.b https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/faktenfuchs-warum-die-nazis-rechtsextrem-waren-nicht-links,UZSQFB5
Selbiges gilt für das Abfragen von ChatGPT, das überzeugt ist, Hitler sei kein Sozialist gewesen, weil er ja nur die „geführte Marktwirtschaft“ umgesetzt habe, wenn man aber fragt welche Wirtschaftsformen ein Sozialist anstrebt, dann führt es eben jene mit auf. Auch die englische Wikipedia unterstreicht hingegen an diesem Punkt, die Nationalsozialisten hätten die Produktion frühzeitig komplett kontrolliert. Selbst bei einfachen Fragen zur Selbstpositionierung und der zeitgenössischen Positionierung Hitlers fängt OpenAIs statistisches Modell an zu halluzinieren.. wie so oft keine gute Informationsbeschaffung..
Also: ich gebe mir wirklich Mühe den Text zu widerlegen, der Autor hat allerdings sehr gründlich gearbeitet von meiner Warte aus.
Niemand nimmt es Ihnen übel, wenn Sie sich gesellschaftlich verrufenes Wissen nicht aneignen wollen.
Wenn man tatsächlich etwas widerlegen will, bedarf es noch der Zeit, sich tatsächlich mit dem vorhandenen Text auseinander zu setzen. Das wäre von jedem hier sicher gewünscht, wenn Sie da mit ihrem hohem Bildungsgrad da die Zeit für finden könnten.
An sich eine interessante Abhandlung und daraus folgende Diskussion. Was ich mich allerdings nun frage, insbesondere da die aktuell Rechten inkl der AfD Prominenz da scheinbar soviel Wert darauf legen ist, ob dann in der Vergangenheit die NPD, die Republikaner und weitere die nun in der AfD aufgegangen sind zu dumm waren das zu begreifen? Sie waren und sind ja erklärt rechts und hängen dem Führerkult an, inkl dem Märchen der guten alten Zeit unter Hitler und Konsorten.
Ist es vielleicht doch alles keine so große Verschwörung von links, die Rechten als böse darzustellen sondern ist der Nationale Sozialismus inklusive seinem völkischen Gedankengut dem Rechten näher als dem gemeinen internationalen Linken?
Oder verstecken alle Linken ihren völkischen Gedanken inklusive Fremdenfeindlichkeit und Rassenideologie einfach so gut, dass sie es selbst nicht mitkriegen?
Ich glaube man muss hier unterscheiden, was manche Medien der AfD andichten und was die AfD tatsächlich sagt und macht. Es wird ja vieles hineininterpretiert. Die AfD ist in meinen Augen deutlich gegen Nationalsozialismus und pauschalen Ausländerhass. Sie ist eher wie eine CDU von vor 30 Jahren (Mitte-Rechts). Es wird einfach nur die Migrationskrise kritisiert. Gefordert werden die im Grundrecht verbrieften Gesetze einzuhalten. Z. B. Asyl nur unter bestimmten Bedingungen.
Vielen Dank für diese Ausarbeitung, die heute so bitter nötig ist, wie kaum zuvor.
Wer sich mit Technik- und Technologiegeschichte befasst und dabei die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts betrachtet, kann die politischen Rahmenbedingungen nicht ausklammern. Dabei stößt man unweigerlich auf Lebensläufe, historische Fachaufsätze und natürlich, soweit es damalige öffentliche Arbeiten betrifft, auf Beiträge in den historischen Amtsblättern und Bekanntmachungen. Auch dort sind aussagekräftige Belege für die hier behandelte Thematik zu finden. Und diese stammen meist nicht von den „üblichen Verdächtigen“.
So liest man in dem bekannten Werk „Hundert Jahre deutsche Eisenbahn“, dass die Deutsche Reichsbahn „der größte sozialistische Betrieb der Welt“ sei.
im Jahre 1940 schrieb ein Dr. jur. H. Goebel im Amtsblatt der Reichsbahndirektion Oppeln: „Wir leben im Zeitalter des Sozialismus. Damit ist uns die Verpflichtung auferlegt,
auf die Wohlfahrt und Fürsorge unserer Gefolgschaft unser ganzes Augenmerk zu richten.“
Zu einem der späteren Vorzeigeprojekte, den Reichsautobahnen, die in der späteren Propaganda „Straßen des Führers“ genannt wurden, war man sich durchaus mit den „Roten“ einig:
Wegen der wenigen Bevölkerungsschichten, welche sich in diesen Zeiten eigene Autos leisten konnten, lehnten noch Anfang der 1930er Jahre Kommunisten und Nationalsozialisten
diese neuen Verkehrswege als „Straßen der Reichen“ aus ideologischen Gründen ab.
Usw. usf.
Bemerkenswert ist heute der, durch jahrzehntelange ideologische Bearbeitung, ausgehärtete Beton in den meisten Köpfen, der eine ernsthafte Aufarbeitung dieses wichtigen Themas kaum zulässt. Da manifestiert sich eine bemerkenswerte, unheilbare Eigenart des Menschen.
… Als ob man etwas gegen die COVID-Impfung sagen würde…
Vielen Dank für diesen sehr wertvollen Kommentar. Wissen Sie, wo ich an eine Kopie dieses Amtsblatts kommen könnte? Hätten Sie vielleicht ein Foto für mich oder können eines für mich anfertigen?
Gern, Herr Janik.
Dieses Zitat ist hier zu finden:
Reichsbahnrat Dr. jur. Hans-Hilmar Goebel, Oppeln: Sozialer Aufbau in den Ostgebieten. In:
Die Reichsbahn. Amtliches Nachrichtenblatt der Deutschen Reichsbahn. Nr. 40-41/1940, S. 409.
Im Rahmen des Quellestudiums und der Materialsammlung für eine geplante Veröffentlichung zum Thema „Eisenbahnen im Deutschen Osten“ stieß ich darauf.
Hallo Herr Janik,
ich habe da auch noch etwas interessantes gefunden.
“ Hitler hat die Judenfeindlichkeit nicht erfunden. Er griff antisemitische Vorstellungen auf, die seit langem existierten.
Hitler wurde 1889 in Österreich geboren. Er entwickelte seine politischen Ideen in Wien, einer Stadt mit einer großen jüdischen Gemeinde. Dort lebte er von 1907 bis 1913. Wien hatte damals einen Bürgermeister, der sehr antijüdisch eingestellt war, und Antisemitismus war in der Stadt weit verbreitet.“
Quelle : https://www.annefrank.org/de/themen/antisemitismus/warum-hasste-hitler-die-juden/
Dieser Bürgermeister war Dr. Karl Lueger
Hitler selbst schrieb über Lueger:
„Jedenfalls lernte ich langsam den Mann und die Bewegung kennen, die damals Wiens Schicksal bestimmten: Dr. Karl Lueger und die christlich-soziale Partei. Als ich nach Wien kam, stand ich beiden feindselig gegenüber. Der Mann und die Bewegung galten in meinen Augen als ‚reaktionär‘. Das gewöhnliche Gerechtigkeitsgefühl aber mußte dieses Urteil in eben dem Maße abändern, in dem ich Gelegenheit erhielt, Mann und Werk kennenzulernen; und langsam wuchs die gerechte Beurteilung zur unverhohlenen Bewunderung. Heute sehe ich in dem Manne mehr noch als früher den gewaltigsten deutschen Bürgermeister aller Zeiten.“
– Adolf Hitler: Mein Kampf. S. 54–65.
Karl Lueger war für Adolf Hitler eine prägende Figur. Er gilt neben Karl Hermann Wolf und Georg von Schönerer als einer der Politiker, von denen sich der junge Hitler das politische Handwerk abgeschaut hat.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Lueger#:~:text=Lueger%20war%20von%201897%20bis,stark%20auf%20%C3%84mterpatronage%20beruhte.
Dieser Lueger war in der Christlich-soziale Partei
zuvor war Lueger bei den Demokratischen Linken.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Lueger#:~:text=Lueger%20war%20von%201897%20bis,stark%20auf%20%C3%84mterpatronage%20beruhte.
Lueger und sein Antisemitismus :
“ Er setzte sich dafür ein, die Emanzipation von 1867 rückgängig zu machen und forderte „zwischen allen arisch-christlichen Nationen eine Verständigung herbeizuführen, um im Reichsrate eine Majorität zustande zu bringen, damit Gesetze zur Aufhebung der Gleichberechtigung der Juden, zu Konfiskation der Judengüter und Austreibung der Juden zustande kommen.“[17] Während seiner Amtszeit setzte er einen Beförderungsstopp für jüdische Beamte durch und rief zum Boykott jüdischer Geschäfte auf.[18][19]
Luegers antisemitische Rhetorik schreckte auch vor Morddrohungen nicht zurück. So sagte er der Antisemitismus werde erst zugrunde gehen „wenn der letzte Jude zugrunde gegangen ist“ und drohte: „Wir in Wien sind Antisemiten, aber zu Mord und Totschlag sind wir gewiss nicht geschaffen. Wenn aber die Juden unser Vaterland bedrohen sollten, dann werden auch wir keine Gnade kennen.“[20][18] Bei einer Rede eines Gegners von Luegers antisemitischer Politik, der an den Ausspruch Luegers erinnerte, dass es ihm gleichgültig sei „ob man die Juden henkt oder schießt“, korrigierte Lueger mit einem Zwischenruf: „Köpft, habe ich gesagt!“
https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Lueger#:~:text=Lueger%20war%20von%201897%20bis,stark%20auf%20%C3%84mterpatronage%20beruhte.
Es steht sehr viel über den politischen Wertegang von Lueger. Bitte selber mal lesen. Ich bin der Meinung das dies die Quelle von Hitlers Antisemitismus war
Und soweit ich verstanden habe war Lueger ein Sozialist.
Liebe Grüße aus Polen (Libiaz bei Oświęcim)
Herzlichen Dank. Sehr guter Input. Ich werde hier weiter recherchieren und darüber berichten.
Meine Familie kommt auch aus Polen (Bochnia in der nähe von Krakau). Teile meiner Familie wurden von Nazis ermordet, eingesperrt und verfolgt. Es waren Widerstandskämpfer. Mein Großvater hat einen Juden bei sich zuhause versteckt. Und das auch noch gleich neben dem Gymnasium, wo deutsche Soldaten in Bochnia stationiert waren. Ich bin sehr stolz auf sie und möchte, dass Sozialismus keine Chance mehr hat in der Welt. So viel Leid ist durch den Sozialismus (national und international) entstanden, dass man jeden vor dieser menschenverachtenden Ideologie warnen sollte. Als erstes muss die Lüge, dass Nazis angeblich Rechte waren, aufgedeckt werden. Ihr Beitrag ist eine gute Hilfe hierfür. Vielen Dank. Dziękuję serdecznie!
Hallo Herr Janik,
vielen Dank für den interessanten Artikel. Mir ist folgendes aufgefallen: In der Definition im Duden (https://www.duden.de/rechtschreibung/Linke) heißt es, Zitat: „im Anschluss an französisch gauche nach der Sitzordnung im Parlament (vom Präsidenten aus gesehen)“.
Oben im Artikel, in dem Bild vom Parlament, zeigt der blaue Pfeil aber auf die vom Präsidenten aus gesehen linke Seite. Ich vermute die Farben passen hier zu den Konservativen und Demokraten in Amerika. Allerdings wohl kaum zur Farbgebung der Parteien in Deutschland. Könnten Sie eventuell noch hinzufügen, dass der blaue Pfeil für „links“ steht und der rote Pfeil für „rechts“?
Vielen Dank und Grüße
Slartibartfaß
Danke für den Hinweis.
Sebastian Haffner: Warum Adolf Hitler nicht rechts, sondern links war…
https://www.youtube.com/watch?v=f767vO0gJSA&t=15s
So, Hitler was a Communist in early 1919…
https://www.youtube.com/watch?v=UpuGRO72GbA&list=PLNSNgGzaledgxP4QadjKhk4bI6x2PbScO&index=22
Ich bin ein Chinese und habe mich in den vergangenen 30 Jahren immer wieder darüber gewundert, dass es so viele Gemeinsamkeiten zwischen Rot-China und Nazi-Deutschland gibt. Jetzt besonders stark unter Diktator Xi Jinping. Er tut alles, was Hitler schon getan hat, als ob der Adolf wieder geboren wäre. Xi unterstützt u.a. die Terrorgruppe Hamas gegen Juden, sperrt fast alle Uiguren in Lager ein, beschlagnahmt reiche private Unternehmen etc. Die Liste ist unendlich lang. Und er will noch die ganze Welt überwachen bzw. kontrollieren. Ist er rechtsextrem? Keineswegs wird man behaupten. Denn er ist ein bekennender Kommunist und schwört oftmals im Fernsehen, dass er bereit sei, für das kommunistische Ideale ganzes Leben lang zu kämpfen.
Nach Lesen dieser Studie sagte ich: Oh ha!
Wer der Suche nach Wahrheit mit wissenschaftlicher Recherche jenseits der etablierten Blase, die unvoreingenommen auch das Unvorstellbare analysiert, zugeneigt ist, ist bei diesem hervorragend recherchierten Artikel bestens aufgehoben: vielen vielen Dank, Herr Janik!
…100 Jahre nach Gründungsphase des NS ist es wieder so weit: die exclusiv durch Medien betriebene Spaltung in Gut und Böse, Experten versus Schwurbler&Leugner&Nazis:
Argumente sind zu Klischees verkommen, Wiederholungen der Staatsdogmen mit den immer gleichen Experten aus immer dem gleichen selben Lager mit immer denselben gleichen Ergebnissen – die Ausgrenzung der Andersdenkenden ist zur lebenden Mumie verkorkt und der woke Opferstatus zum Kult erhoben.
Man erinnert sich lieber der Toten, als der Lebenden zu ge-denken.
Dazu benutzt man – altbewährt – die ewiggestrige Wahrheit, die sich zur hinkenden Ruhe gesetzt hat.
Wenn marxistische Politikwissenschaftler die Exclusivrechte auf den Faktencheck der Argumente der Wissenschaft des Wissen schafft Suche nach Wahrheit haben, verzichte ich dankend und wende mich dem alternativen Suchmodus zu.
Insofern bin ich folgerichtig auf Ihren Artikel gestoßen, verehrter Herr Janik.
Und wie nicht anders zu erwarten hier im Chat: die Diskursoffenen argumentieren – die Dogmatiker beleidigen, ohne sich offenbar genügend mit dem Inhalt auseinandergesetzt zu haben?: sie beleidigen sich damit am allermeisten selbst, es ist peinlich, sich auf Wissenschaft zu berufen, aber den ultimativen Wahrheitsbesitz zu mimen.
Bitte mehr von dieser Recherche jenseits „der Expertenmeinungen“ und der Schulbücher von Anno dazumal; mehr davon ohne Tagesschaurecherche und Mainstreamwissen, denn Mainstreammedienanalysten recherchieren allein aufgrund ihrer gehetzten Zeittaktung und gestaffelten Preisgestaltung lückenlos lückenhaft, ja, mit sogar riesigen Recherchelücken.
Sonst hätten wir doch wohl schonmal was aus obiger Recheresammlung lesen und hören müssen bei ARD und ZDF, nicht wahr?
Wie wäre es also, die Wissenslücken beider Seiten miteinander abzugleichen.
Vielleicht muss es ja nicht immer gleich in Hahnenkämpfe ausarten mit entartetem Federschmuck beider Seiten.
Wie wäre es also mit mehr Tierliebe und weniger Thesenverachtung?
Zitat:
Schlau am Ende noch einen Disclaimer zu hinterlassen. Jeder Geschichtswissenschaftler wird diesen Thesen aus gutem Grund widersprechen. Es ist absolut einseitig recherchiert und weist riesige Lücken in der Argumentation auf. Ich bin kein Fan der Mainstreammedien, aber da erscheint mir ein Tagesschaubericht besser recherchiert.
Zitatende
PS: Welchen Tagesschaubericht präferieren Sie? Die Sorte zum Großkomplex Corona oder doch lieber die zu vor-Corona?
Nach Corona ist ja, programmatisch angekündigt, anders als vor Corona…
…dank unserer lieben Experten zu diesen Themenkomplexen.
Wenn ich einen Wunsch äußern dürfte: wie wäre es mit diesen ganz alten Mainstreammediengesprächen? Die sind tatsächlich hervorragend aufgearbeitet und streifen alles, außer Corona:
Beste Grüße.
In den USA werden die Republikaner als die Rechten und die Demokraten als die Linken angesehen. Es waren jedoch die Demokraten, die Sklaverei befürworteten. Die Republikaner sorgten für die Befreiung der Sklaven in einem brutalen Bürgerkrieg und setzten sich für deren Grundrechte ein.
Auch hier sehen wir, dass Rechte aus politischen Gründen mit den Taten der Linken assoziiert werden.
Der Herr sprach: „Es werde Licht!“
Doch Petrus fand den Schalter nicht.
Danke für Ihren sachlichen, Fakten-orientierten und vor allem tiefgründigen Artikel. Ich habe noch keinen Gegenartikel gefunden, der das Thema so gut ausgearbeitet hat. Es wird nur an der Oberfläche gekratzt, wie man z.B. in folgendem Artikel lesen kann: https://www.br.de/nachricht/faktencheck/waren-die-nazis-links-100.html
„Der Angriff“ erschien am 6.12.1931 nicht. Die Nr. 219 erschien am 28.11.1931, die Nr. 220 am 8.12.1931. Ich habe mir die Zeitung im Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum der Universität Konstanz auf Mikrofilm angesehen. Die Signatur ist M 66/193-1931,juli/dez./1933,jan.
Danke für den Hinweis: In welcher Ausgabe erschien das Goebbels-Zitat? Ist es in der Nr. 220?
Ich habe das Zitat nicht gefunden.
Ok, ich werde die Stelle in meinem Artikel gleich löschen. Ich habe das Zitat auch nie selbst gebracht, sondern nur darauf hingewiesen, dass der Historiker Wolfgang Venohr es erwähnte.
Hier die gelöschte Stelle aus meinem Artikel:
***
Wolfgang Venohr (Historiker, Zeitzeuge, SS-Oberjunker, 1963-65 Chefredakteur von Stern-TV und ausgezeichnet mit dem Joseph E. Drexel-Preis)
„Tatsächlich gab es stark sozialistische bzw. sozialrevolutionäre Kräfte in der NSDAP; vor allem im Raum Berlin-Brandenburg. Hier herrschte so etwas wie Horst-Wesel-Geist, und ganz in diesem Sinne schrieb der NS-Gauleiter von Großberlin, Dr. Joseph Goebbels, am 6.12.1931 im „Angriff“, dem Berliner Kampfblatt der Hitlerbewegung: „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke! Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.” Und zehn Monate später, am 9.10.1932 – also nur ein Vierteljahr vor der Machtübernahme! – erklärte er, dass es die große Idee Adolf Hitlers sei, „aus Deutschland einen sozialistischen Arbeiterstaat zu machen.“ […] Im Südwesten des Reichs ließ SA-Gruppenführer Hanns Ludin den Nationalkommunisten Richard Scheringer Schulvorträge über den Weg zum deutschen Sozialismus vor seinem Führerkorps halten.” (Quelle/Buch: Dokumente deutschen Daseins : 500 Jahre deutsche Nationalgeschichte, 1445-1945).
***
Weiterhin sei angemerkt, dass sich der Historiker Wolfgang Venohr ggf. nur im Datum vertan haben könnte und die Aussage im Blatt „Angriff“ in einer anderen Ausgabe eventuell tatsächlich von Goebbels getätigt wurde.
Sobald ich mehr Zeit habe, werde ich mir die Mikrofilme selbst ansehen.
„Wir haben die linken Klassenkämpfer liquidiert, aber leider haben wir dabei vergessen, auch
den Schlag gegen rechts zu führen. Das ist unsere große Unterlassungssünde.“
( Quelle: Adolf Hitler, 24. 2. 1945, Tagung der Reichs und Gauleiter, zitiert bei Rainer Zitelmann
in „Hitler – Selbstverständnis eines Revolutionärs.“ Seite 457 )
Die Nazis DAMALS präsentierten sich als eine Partei der Mitte, wahrscheinlich zwischen KPD und SPD: https://wie24.com/nazis-links/#Warum_hat_Hitler_in_MEIN_KAMPF_an_einer_Stelle_etwas_gegen_Linke_gesagt
Aus heutiger Sicht waren die Nationalsozialisten eindeutig LINKE, die mit Sozialismus warben und sozialistische / antikapitalistische Politik betrieben.
Ich danke dem Autor für diesen Bericht und die Arbeit Quellen anzugeben. Es völlig legitim, dass Sie aus den zusammengetragenen Fakten ihre Rückschlüsse ziehen. Auch wenn ich einige davon nicht so sehen würde. Aber das macht eine tatsächlich gelebte Demokratie aus. Der Diskurs, der Austausch und die Akzeptanz unterschiedlicher Ansichten, Weltbilder und Meinungen.
Ich möchte jeden Kritiker dieser Zeilen, dessen Gegenargument nur aus Totschlagbegriffen wie „schwurbler“, etc. besteht mal darum bitten ihr eigenes Verständnis von Demokratie zu überdenken.
Ich lese in dem Text des Autors an keiner Stelle ein Hinweis aus die AfD. Das ist lediglich ihre Interpretation und legt offen, wie wenig sie sich eigentlich differenziert mit den angesprochenen Inhalten dieses Artikels beschäftigt haben.
Ich würde mich über freuen wenn ich auch faktenbasierte und mit Quellenangaben nachvollziehbare Argumente von Kritikern dieses Artikels erhalten könnte um mir ein eigenes freies Bild dazu machen zu können.
Ich würde mir ein miteinander und keine Spaltung wünschen. Denn nur so bekommen wir eine reelle Chance die Krisen zu meistern und uns niemals wieder durch Spaltung und links-wie rechts faschistische Machtspiele der Politik gegeneinander ausspielen zu lassen.
Machterhalt funktionierte schon immer nach dem Prinzip „teile und herrsche“
Und immer wieder steigen wir Menschen darauf ein. Es wird Zeit wieder in die Selbsverantwortung zu gehen raus aus dem betreuten denken. Muster zu erkennen und sich für keine Form der Macht instrumentalisieren zu lassen.
Was ich hier so lese spiegelt etwas wider, was uns in keiner Weise weiterbringen wird und seit Jahrzehnten zu einem Hauptthema gepuscht wird. Links gegen Rechts. Noch dazu hat in der Bevölkerung wohl jeder Bürger eine eigene Ahnung oder auch keine Ahnung, was Links und Rechts überhaupt genau sein soll. Ich bin dafür diese heute komplett unnötigen Begriffe aus jeder Diskussion zu eliminieren, weil sie nur Widerstände erzeugen. Stattdessen wäre es anzuraten Menschen und Einrichtungen an Ihren Handlungen zu messen und was in dieser Zeit besonders wichtig ist, an Ihrer Kooperationsbereitschaft und ob Sie eine Sprache verwenden, die diese Werte widerspiegelt oder nicht. Denn mit dem Wort beginnt alles. Wir werden diese Kooperation brauchen um aus diesen vielen Krisen wieder herauszukommen oder es wird irgendwann der große Knall kommen, vorher noch der große Abschwung, Verarmung usw. genauso, wie es schon so oft geschehen ist.
Und ob die NAZIS nun mehr rechts oder links waren ist unter dieser Prämisse nicht relevant. Es waren hasserfüllte, fehlgeleitete, empatielose Psychopaten, die nicht den geringsten Respekt jenen gegenüberbrachten, die ihnen aus welchem Grund auch immer gerade nicht passten oder „weg mussten“.
Auf der einen Seite gebe ich Ihnen Recht. Auf der anderen Seite sollten wir aus der jüngsten Geschichte lernen und sehen, dass immer wieder Diktaturen aus der linken Ecke und nicht aus der rechten Ecke entstehen. Rechts möchte den kleinen Staat und maximale individuelle Freiheit. Links möchte dem Staat mehr Macht geben (höhere Steuern, mehr staatliche Eingriffe etc.). Viele Menschen haben immer noch das Trugbild, dass man bestimmten Privilegierten eines auswischen sollte. Und seit ca. 150 fallen so viele Menschen darauf hinein und lassen sich mit diesem Trugbild in den Sozialismus (in die Diktatur) führen.
Das 25-Punkte-Programm der NSDAP aus der Sicht von Hadmut Danisch…
Link: https://www.danisch.de/blog/2022/01/26/das-25-punkte-programm-der-nsdap/
Der ganze rote Sozialismus Kram war nur ein Trick, um die Gegenseite (also die Linken) zu reizen. Sie haben alles Linke verbieten lassen, sie haben die letzten Sozialisten spaetestens 1934 erschiessen lassen (Roehm-Putsch), sie haben mit den rechtskonservativen Parteien koaliert und sich mit ihnen zusammengeschlossen, weil die Nazis rechts waren. Goebbels hat nach der Machtergreifung (fuer die uebrigens alle rechtskonservativen Parteien gestimmt haben, nur die SPD war dagegen, und die KPD war schon im Knast) so etwas sicher nicht mehr gesagt.
Aus Mein Kampf:
Wir haben die rote Farbe unserer Plakate nach genauem
und gründlichem Überlegen gewählt, um dadurch die linke
Seite zu reizen, zur Empörung zu bringen und sie zu ver-
leiten, in unsere Versammlungen zu kommen, wenn auch
nur, um sie zu sprengen, damit wir auf diese Weise über-
haupt mit den Leuten reden konnten.
Sie haben den Artikel nicht gelesen, oder? Zu der Zeit war Sozialismus in aller Munde. Selbst die SPD wollte eine sozialistische Republik. Die Nazis waren nach ihrem Selbstverständnis eine Partei der Mitte. Sie verstanden sich als gemäßigte Sozialisten, die nicht so wie die roten Kommunisten eine gewaltsame Revolution wollten, wo Teile der Bevölkerung vernichtet werden (also eben nicht in der Art einer russischen Revolution). Dass Hitler Bündnisse schloss ist für die bekannte Machtversessenheit Hitlers nichts ungewöhnliches. Hitler hat nach der Wahl z. B. mit dem kommunistischen Stalin paktiert. Hitler wollte internationalen Sozialist/Kommunisten und auch die Sozialdemokraten ins nationale Lager holen. Nachzulesen in den Protokollen von Generalmajor Otto Wagener. Wenn also in „Mein Kampf“ davon die Rede ist, mit Linken ins Gespräch zu kommen, dann ist damit gemeint, dass man internationale Sozialisten zu nationalen Sozialisten machen wollte, wenn man sich nicht gerade prügelte. Der erklärte Hauptgegner der KPD war übrigens die SPD. Die KPD empfand die SPD zeitweise als Rechte und Vertreter der Bourgeoisie.
@zustimmung :
Wenn sie sinnerfassend lesen könnten und ein wenig recherchieren würden… Das sind die Fakten ! Propagandistisch alles was einem nicht passt als Fake-News abzutun, ist eher die Herangehensweise links-ideologischer Agitatoren. Was macht die jetzige Ampel ? Verbote, Enteignungen für Stromtrassen, Zensur aller freien oder sozialer Medien, Verfolgung und Maßregelung „Andersdenkender“ ( C ), Planwirtschaftliche Energiewende auf „Biegen und Brechen“, die Liste ist unendlich lang. Und das von einer „sozialistischen, demokratischen, linken“ Regierung. Wenn sie das nicht erkennen, ist ihnen leider nicht mehr zu helfen. Aber sie werden schon noch sehen wohin das Ganze führt, nur ist es dann zu spät der NWO (Orwells Welt hoch 10) zu entkommen. Die ganze Macht in den Händen von NGO´s wie WHO, WEF, IWF, usw. Das ist keinesfalls die Welt in der ich eines Morgens aufwachen möchte.
Hast du deine Infos zur Ampel direkt aus dem Mund von Söder? Wo wurden „Andersdenkende“ Menschen verfolgt? Sprichst du von Nazis? Die wurden auch vorher schon zurecht verfolgt. Wo wurde etwas zensiert? Die Energiewende war längst überfällig. Wenn die Wirtschaft nicht selbst darauf kommt muss der Staat eben nachhelfen. Du verstehst offensichtlich nicht was Planwirtschaft ist
Schlau am Ende noch einen Disclaimer zu hinterlassen. Jeder Geschichtswissenschaftler wird diesen Thesen aus gutem Grund widersprechen. Es ist absolut einseitig recherchiert und weist riesige Lücken in der Argumentation auf. Ich bin kein Fan der Mainstreammedien, aber da erscheint mir ein Tagesschaubericht besser recherchiert.
Wichtig für das Einordnen von rechts/links. Die linke Ideologie geht von der Gleichheit aller aus, während es von rechts einen Ungleichheits Gedanken gibt (wir sind besser als die anderen). Dieser Gedanke der Ungleichheit ist die Grundlage des Nationalsozialismus, was schließlich zum Rassenwahn der NS-Zeit führte. Die Gleichsetzung mit anderen Linken Führungspersonen ist daher Grundfalsch, auch wenn es natürlich genauso linken Nationalismus gibt.
Der „Sozialismus“ der Nationalsozialisten war darüberhinaus kein Sozialismus nach linker Definition sondern bezog sich auf die exklusive Gleichheit der „deutschen Herrenrasse“, die wiederum unter rassistischen Gesichtspunkten definiert wurde. Menschen , die dort nicht dazugehörten, wurden sogar die Rechte aberkannt (absolut kein Linker Gedanke).
Zu Beginn der NS Zeit (vor der Machtergreifung) gab es einen antikapitalistischen Flügel in der NSDAP, was aber mit der Ermordung Strassers zu Ende ging.
Es gibt mehr als genug Quellen, in denen man das nachlesen könnte, aber das weiß der Autor dieses Artikels, der ausschließlich darauf aus ist, Stimmung gegen alle Parteien außer der AfD zu machen, indem man diese mit der NSDAP in Verbindung bringt. Es ist aber nur Geschwurbel und hält absolut keiner Recherche stand.
Sie haben den Artikel hier bestimmt gar nicht gelesen, sonst hätten Sie den Kommentar so nicht geschrieben, schließlich sind wir auf das Strasser-Argument. das Gleichheitsargument und auf das Rassismusargument ausführlich eingegangen. Auch wird auf hochkarätige Historiker verwiesen. Einer von Ihnen hat sogar das große Bundesverdienstkreuz erhalten.
ich jedenffalls habe den text gelesen und war erstaunt über ganz offensichtliche umdeutungen.
z.b. die behauptung, dass die nationalsozialisten das gleichheitsprinzip verfolgten. oder dass sie
den armen durch umverteilung gutes zukommen ließen.
nazideutschland war ein staat mit einer elite – der SS – und die volksgemeinschaft schloss auf grund
von rassentheorien minderwertige völker gar nicht mit ein. besonders die slawen galten als minder-
wertig, was sich auch durch äusserst geringe lebensmittelzuteiungen im besetzten polen zeigen lässt.
die in polen produzierten lebensmittel wurden nach deutschland umgeleitet – das sind ihre zuwendungen,
ihre umverteilungen. mit einem wort: Ihr artikel hält einem vergleich mit der wissenschaftlichen ggeschichts-
schreibung nicht stand und das wissen Sie auch.
Wenigstens eine Person die mitdenkt.
Hitler war mit Sicherheit Sozialist.
Erstens ergibt sich das aus der Wortverbindung Nationalsozialismus. Im Deutschen steht das Wesentliche in einer Wortverbindung am Ende. So ist ein Gartenschlauch ein Schlauch und kein Garten, ein Kunststoffschlauch ein Schlauch ebenso wie ein Abwasserschlauch. Allein daraus erhellt klar, dass der Nationalsozialismus ein Sozialismus war.
Zweitens ist ein Sozialismus dadurch definiert, dass er die Gemeinschaft (societas = Gesellschaft, Gemeinschaft) über die Interessen des Individuums stellt (S. Le Bon). Und diese gezwungene Unterordnung eines Individuums unter „höhere Ziele“ war ja wohl eines der Hauptmerkmale des National-Sozialismus. Insoweit ergibt sich auch daraus ganz klar, dass der National-Sozialismus ein Sozialismus war.
Drittens hat der aus der „Psychologie des Massen“ weltweit bekannte Gustave Le Bon schon 1898 in seinem Buch „Psychologie des Sozialismus“ etliche weitere Kriterien des Sozialismus herausgearbeitet, die für den National-Sozialismus gelten. Ich habe im Anhang des Buchs diese Gegenüberstellung geleistet.
Das Hauptmerkmal des Nationalsozialisten war der tief rassistische Gedanke, man sei eine Herrenrasse. Das lässt sich mit linken Gedanken so gar nicht vereinbaren. Ein „deutscher Sozialismus“ ist noch lange kein Sozialismus.
Lesen Sie doch bitte erst den Artikel ausführlich.
von Goebbles.
„Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke. Nichts ist uns verhasster als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.“
(Joseph Goebbels, in: Der Angriff, Gauzeitung der Berliner NSDAP, 6.12.1931, zit. nach Wolfgang Venohr: Dokumente Deutschen Daseins: 500 Jahre deutsche Nationalgeschichte 1445-1945, Athenäum Verlag, 1980, S. 291)
Jemand hat mir erzählt, dass er dieses Zitat nicht der Ausgabe finden konnte.
Zitat aus Peter-Martin Bleibtreu: Hermann Goehring – „Ich werde nichts verschweigen …“, Seite 3:
„Er [Hitler, Anm. JW] gab mir damals einen gültigen Begriff vom Nationalsozialismus, der Vereinigung der beiden Begriffe Nationalsozialismus auf der einen Seite, Sozialismus auf der anderen Seite, die sich als die unbedingten Träger sowohl von Nationalismus als Sozialismus herausstellten, der Nationalismus, wenn ich so sagen darf, der bürgerlichen Welt und der Sozialismus der marxistischen Welt.“
Hitler hat bei der Annäherung an die konservativen Eliten nur geschauspielert?
Der „Tag von Potsdam“ nur Show?
War es nicht eher so, dass er das Umgarnen der sozialdemokratischen Wählerschaft durch (den später erst kaltgestellten und dann in Hitlers Auftrag ermordeten) Gregor Strasser nur höchst widerwillig tolerierte?
Hitler war kein Sozialist.
Er war ein skrupelloser Machtmensch, der jeden Weg zur Macht mitging, um danach missliebig gewordene Mitläufer auszuschalten.
1. Alle Politiker biedern sich vor der Wahl dort an, wo es Geld gibt. Das ist heute nicht anders.
2. Hitler war ein Machtmensch, der geschickt täuschte. Er hat sowohl mit England, als auch Stalin/Russland (Stalin-Hitler-Pakt) Verträge geschlossen bzw. Koalitionen geschmiedet und ist den Leuten dann in den Rücken gefallen. Der Tag von Potsdam diente Hitler dazu, symbolisch in alter Tradition den Machtwechsel zu demonstrieren. Er wollte die Anerkennung Hindenburgs, in einer Art Versöhnungsakt. Auch wollte er bei denen Vertrauen gewinnen, die ihn vorher radikal ablehnten. Gleichzeitig wollte Hitler das Nationale in den Vordergrund stellen und deutsche Geschichte zelebrieren. Das schließt aber Sozialismus nicht aus.
3. Hitler hat viele ermorden lassen. Aus den eigenen Reihen und aus allen politischen Lagern. So, wie es bei Sozialisten üblich ist. Stalin, Mao, Xi, Kim Jong-il oder andere Kommunisten/Sozialisten machen und machten das genau so. Dieses relativ kurzsichtige Argument, dass Hitler keine Sozialist sein kann, weil er Sozialisten hat einsperren lassen, ist einfach nicht intelligent. Er hat Nationalsozialisten einsperren lassen. Ist er jetzt deshalb kein Nationalsozialist gewesen?
Ja da haben Sie absolut recht. Sie haben das genau erfasst, dem Autor geht es hier aber nicht um Fakten, sondern darum gegen Parteien links der AfD Stimmung zu machen und Fake-News zu verbreiten.
Also wieder mal schade für die Fakten, wenn sie nicht ins Narrativ passen. Wie passt es zusammen, wenn Sie zustimmen, das richtig recherchiert wurde und dann von Fake-News schreiben. Hauptsache weiter verleumden.
Schade, es ist so einseitig langweilig, wenn immer wieder dasselbe geschrieben wird, nur weil keine Argumente mehr da sind
Linke Ideologie (ob national oder international, Rasse, Klasse oder Umwelt) will immer „neue“, vermeintlich bessere Gesellschaften (Paradiese) erschaffen. Man sieht und hat gesehen, daß jedesmal Unterdrückung, Tod, Zerstörung und wirtschaftl. Elend die Folgen waren. Verbohrte Ideologen…noch immer nichts dazugelernt. Betonköpfe! Da bleibe ich lieber konservativ mit all den zugehörigen gesellschaftlichen „Mängeln“.
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