Muss man wissen

Was ist Sozialismus? Warum funktioniert er nicht?

Sozialismus

Definition Sozialismus:

Sozialismus ist eine politische Richtung / Bewegung, die gegen eine freie Wirtschaft ist. Sozialismus möchte die Produktionsmittel durch den Staat kontrollieren lassen. Der in einer Gesellschaft erbrachten Gewinn soll an alle gleich verteilt werden, wobei ein besonderes Augenmerk auf sozial Benachteilige gelegt wird (Solidaritätsgedanke). 

In welchen Ländern hat der Sozialismus funktioniert?

In der Geschichte des Sozialismus gibt es kein einziges Land, in welchem der Sozialismus funktioniert hat. In Kuba, Venezuela, Polen, Ungarn, Nord Korea, Rumänien, China, Russland, Tschechoslowakei, DDR, Afghanistan, Sudan, Kongo, Äthiopien, Albanien, Jugoslawien, Bulgarien, Moldawien und in unzähligen anderen Ländern hat der Sozialismus versagt (siehe vollständige List). Teilweise leiden die Menschen heute noch unter den Folgen. In den Ländern wie Finnland, Schweden, Dänemark gab und gibt es keinen Sozialismus. Dort gibt es höhere Steuern und mehr soziale Leistungen, aber keinen Sozialismus. China ist zu einem Turbokapitalismus übergegangen und bewahrt nur noch einige der totalitären Aspekte des Sozialismus. 

Warum hat der Sozialismus nirgends funktioniert?

  1. Der sozialistische Staat missbraucht sein Machtmonopol. Es bildeten sich in sozialistischen Ländern totalitäre und autoritäre Strukturen, die von der Bevölkerung früher oder später als diktatorisch, tyrannisch und unterdrückerisch empfunden wird. 
  2. Der Staat produziert an den Bedürfnissen vorbei. In einer freien Marktwirtschaft, richtet sich die Produktion darauf aus, was die Menschen tatsächlich brauchen und möchten. Wenn ein Unternehmen Dinge produziert, die keiner haben will, so ändert das Unternehmen die Produktion diesbezüglich oder geht zugrunde. Wenn der Staat bzw. eine Partei-Elite entscheidet, was produziert werden soll, wird häufig das produziert, was die Leute nicht haben möchten. Auch merkt der Staat erst langsam, was wirklich benötigt wird. Die Bedürfnisse der Bevölkerung werden nicht erfüllt und die Menschen werden unzufrieden.
  3. Sozialismus bedeutet mehr Bürokratie, weil alles durch den Staat läuft. Zu viel Bürokratie lähmt einen Staat. So kann es sein, dass durch einen bürokratischen Fehler oder Aufwand, Maschinen nicht in Betrieb genommen werden. Die Produktion verlangsamt sich oder steht ggf. ganz still. 
  4. In sozialistischen Ländern fehlt es häufig an Produkten. Dies mag an schlechter Planung oder unzureichenden Mitteln liegen. So kam es z. B. dass Frauen in der Tschechoslowakei immer wieder und für mehrere Wochen keine Damenbinden hatten. Oder es gab keine Klopapier mehr und die Menschen haben Zeitungen benutzt. Typisch für sozialistische Länder sind die langen Warteschlangen vor Lebensmittelläden. Teilweise bedeutete dies, ganz früh Morgens aufzustehen, um einen besseren Platz in der Warteschlange zu bekommen. „Wir haben es nicht, frag nächste Woche nochmal“ war eine Standardaussage in Kaufhäusern. Auf lange Sicht erzeugt das großen Unmut in einer Gesellschaft.
  5. Es herrscht Vetternwirtschaft. Gerade wenn sich Macht konzentriert, ist es wichtig Leute zu kennen. Das fängt im Lebensmittelladen an, wo als erstes die Freunde und Verwandten Fleisch bekommen und dann erst der Rest (falls noch etwas übrig ist).
  6. In sozialistischen Ländern wird freie Meinungsäußerung unterdrückt. Wer sich kritisch äußert, landet schnell im Gefängnis. In öffentlichen Medien herrschte Zensur. Nachrichten werden auf Parteilinie gebracht. Das merken die Menschen und stehen früher oder später dagegen auf, weil niemand gerne belogen wird, sei es nur, das Sachen beschönigt werden.
  7. Häufig wird die Reisefreiheit eingeschränkt. Da die Leute immer unzufriedener mit den Lebensumständen im Sozialismus werden, wollen sie in ein anderes Land ausreisen. Das merkt die sozialistische Führung und beschneidet die Reisefreiheit.
  8. Mangelnde Rechtsstaatlichkeit. Häufig werden im Sozialismus Funktionäre höher gestellt. Gerichte entscheiden parteiisch. Menschen werden bestraft, selbst wenn sie kein Gesetz gebrochen haben; z. B. wenn ein Verwandter aus dem sozialistischen Land geflohen ist, dann durfte die verbliebene engere Verwandschaft nicht mehr studieren oder/und wurde Arbeitsstellen zugewiesen, die unpopulär waren. 
  9. Bespitzelung. In den meisten sozialistischen Ländern wurde man bespitzeln. Diejenigen an der Macht in einem sozialistischem Land haben eine notorische Angst vor unzufriedenen Menschen. Sie fürchten eine Gegenbewegung und das Ende des sozialistischen Systems. So kam es, dass unzählige Menschen später herausfanden, dass z. B. der Familienfreund ein Agent des Staates war, um sie jahrelang bespitzelt hat. Auch Menschen, die nicht im Auftrag des Staates handelten, haben z. B. unliebsame Nachbarn denunziert. Sie wussten, dass eine andere (nichtsozialistische) Geisteshaltung zu immensen Schwierigkeiten führen konnte.
  10. Das Kapital wandert aus oder/und meidet das sozialistisches Land. Unternehmen und Unternehmer ziehen in andere Länder, die ihnen bessere Bedienungen bieten. Auch wird kaum ein ausländisches Unternehmen in ein sozialistischen Staat investieren, schon alleine aus Angst enteignet zu werden. Ein Staat in dem keine Investitionen stattfinden, geht auf dauer Bankrott. Dadurch leidet die Infrastruktur und andere Projekte. Die Menschen merken, dass z. B. Straßen, Brücken, Gebäude, Schulen, Transportmittel etc. marode werden und lehnen das System dann immer mehr ab.
  11. Keine Vielfalt. Häufig entsteht Vielfalt in einem Land, weil verschiedene Unternehmen und Personen unterschiedliche Projekte und Produkte erschaffen (auch und vor allem aus kommerziellen Beweggründen). Dort, wo der Staat plant, herrscht nicht selten Einheitsbrei. Z. B. werden in allen sozialistischen Ländern Statuen von Lenin und Marx aufgestellt, die mehr oder weniger gleich aussehen. Wohnhäuser (Plattenbausiedlungen) sehen in allen ehemaligen sozialistischen Ostblock-Ländern sehr ähnlich aus, teilweise mit der gleichen Farbe bestrichen. In den Einkaufsläden kann man häufig nicht zwischen verschiedenen Sorten wählen. Dann gibt es nur einen Yogurt und zwar nur mit Stachelbeergeschmack. Oder es stehen nur drei Jeans zur Auswahl. Das schlimme daran ist auch, dass die Produkte häufig eine minderwertige Qualität hatten. 
  12. Sozialismus ist demotivierend. Es demotiviert Leute, wenn man ihnen  vorschreibt, was sie zu tun und zu denken haben.  Es demotiviert, wenn man nur Sachen erwerben kann, die nicht über das Notwendigste hinausgehen (fehlende Zielsetzung). Es ist demotivierend, wenn ständig etwas für einen geplant und geregelt wird (z. B. welche Arbeit man nachzugehen hat). Die andauernde Freiheitsbeschränkung ist auch demotivierend. Es fehlt auch die Motivation seinen eigenen finanziellen und sozialen Status verbessern zu können. Sozialismus ist schrecklich öde. 

Diagramm Sozialismus Verlauf

Warum kommt es immer wieder dazu, dass sich Menschen zu linken Ideologien, wie den Sozialismus hingezogen fühlen?

Hier spielen sicherlich viele Faktoren eine Rolle. Folgende Punkte könnten einen Hinweis geben:

  1. Neid und Missgunst. Viele Menschen empfinden Neid gegenüber denjenigen, der mehr hat. Man möchte nicht, dass jemand „zuviel“ hat, wenn man selber nicht in der Lage ist, mehr zu erreichen. Aus diesem Neid und Missgunst entstehen dann solche Parolen wie: „Enteignet die Reichen und Unternehmen“. (Viele vergessen dabei, dass viele der Unternehmen und der Reichen eine wichtige Rolle in einer Gesellschaft spielen, auch wenn es nur darum geht, zu zeigen, dass man es eventuell eines Tages besser haben könnte.)
  2. Viele Menschen mögen Kostenloses. Viele linke Parteien werben mit Kostenlosem z. B.  Studium, Gesundheitsversorgung, bedingungsloses Einkommen etc.. (Viele vergessen aber, dass auch ein Staat Mittel erwirtschaften muss. Auf Dauer geht ein sozialistischer Staat bankrott und dann fehlt es an allen Enden und Ecken.)
  3. Gemeinschaftsgedanke. Einige der Sozialisten sind Idealisten. Sie träumen von einer Gesellschaft, wo Menschen sich gegenseitig helfen, ohne irgendwelchem Eigennutz. (Die Realität zeigt aber, dass Eigennutz, so stark mit dem menschlichem Charakter verbunden ist, dass eine Ideologie, die diese Realität ignoriert, an den tatsächlichen Wünschen und dem Verlangen der Menschen vorbeigeht.). 
  4. Unzufriedenheit mit dem bestehendem System. Viele Menschen, die sich den Sozialismus wünschen, sehen die Fehler im politischem System des eigenen Landes. Angefangen von Korruption, über moralischem Verfall bis hin zu dem Gefühl abgehängt zu sein. Sie bemängeln, fehlende Chancen oder z. B. von Unternehmen ausgenutzt zu werden. Sie sehen, wie sich Politiker bereichern, oder Unternehmen eine Sonderbehandlung bekommen. Sie sehen vielleicht, dass man von dem bestehendem Lohn nur schlecht überleben kann oder andere Menschen sich unfaire Vorteile verschaffen.

    Sie möchte eine Veränderung und es denjenigen heimzahlen, die von dem bestehendem politischem System profitierten. Leider übersehen viel, dass die Sachen, die sie bemängeltem, im Sozialismus noch viel stärker auftreten (z. B. das sich Politiker unfaire Vorteile verschaffen. Oder das man andere bestechen muss, um das Erwünschte zu bekommen.) Wenn es allen schlecht geht, mag es vielleicht eine gewisse Gerechtigkeit geben, jedoch kann sich das kein vernünftiger Mensch wirklich wünschen.

Sozialismus Gefahr

Bereits die verbrecherische NSDAP (die Partei von Hitler) hat Menschen mit sozialistischen Parolen verführt, z. B. Verstaatlichungen, Enteignungen, Gewinnbeteiligungen des Staates an Unternehmen, Hervorhebung von Gemeinschaftsinteressen vor Individualinteressen und gegen eine materialistische Weltordnung (Quelle). Wären die Menschen hier nicht mit Sozialismus geködert worden, hätte es die Katastrophe des 2. Weltkrieges voraussichtlich nicht gegeben. 

Auch in unserer heutigen Zeit, wird dem „demokratischen“ Sozialismus wieder eine Bühne gegeben. Es ist von daher äußerst wichtig, dass dieser Artikel hier geteilt wird, um Menschen zu warnen. Sozialismus führt praktisch zwangsläufig in eine Katastrophe. Gerade die unerfahrene Jugend lässt sich hier leicht verführen. Kostenloses und der Gemeinschaftsgedanke haben eine starke Sogwirkung auf Jugendliche. Aber Sie wissen nicht, welches Übel sie heraufbeschwören.