Familie

Empfehlung: Wie viel Taschengeld für Kinder?

Es folgt eine Taschengeldtabelle, die zeigt, wieviel Geld Kinder und Jugendliche wöchentlich bzw. monatlich erhalten sollten (Die Empfehlung der Redaktion dient als grober Richtwert): 

< 6 Jahren Kein Taschengeld
6-8 Jahre 3 Euro/Woche
oder 13 Euro/Monat
9-10 Jahre 4 Euro/Woche
oder 18 Euro/Monat
11-12 Jahre 6 Euro/Woche
oder 26 Euro/Monat
13-14 Jahre 10 Euro/Woche
oder 45 Euro/Monat
15-16 Jahre 14 Euro/Woche
oder 60 Euro/Monat
17-19 Jahre 16 Euro/Woche
oder 70 Euro/Monat


Die Gesellschaft ist nach dem Belohnungssystem aufgebaut.

Wer Leistung erbringt wird belohnt. Dies sollte sich auch beim Taschengeld wiederspiegeln. Erziehung ist ein Vorbereiten auf das Erwachsenenalter.  

Sie können dem Kind erklären, dass das Geld als Belohnung für gutes Verhalten verstanden werden sollte.

Sie können dementsprechend die Auszahlung variieren. Dem Kind bzw. dem Jugendliche, der im Haushalt nicht mitgeholfen, nicht nett war oder irgendwie nicht zu einem guten Familienklima beigetragen hat, darf das Taschengeld gekürzt werden.

Das Kind sollte auf keinen Fall die Idee bekommen, ein grundsätzlich Anrecht auf Geld zu besitzen. Es sollte vielmehr die Idee bekommen, dass man sich in einer Gesellschaft einzubringen hat. 

Die richtige Motivation: Erklären Sie dem Kind bei jeder Ausgabe des Geldes, was Sie in der Woche oder in dem Monat gut fanden. Kritisieren Sie nur wenn es nicht anders geht. Lob ist ein viel größere Motivation, als das es Kritik je sein kann.

Beispiel für ein 10-jähriges Kind: „Du erhältst diese Woche das volle Taschengeld von 4 Euro ausgezahlt, weil du mir beim Haushalt geholfen hast. Außerdem warst du sehr gut in der Schule. Besonders gefallen hat mir, dass du sehr nett zu mir warst. Und weil du mir mehrmals so schön den Rücken massiert hast, erhältst du 2 Euro mehr von mir.“

Beispiel für einen 14-jährigen Jugendlichen: „Diese Woche fand ich gut, dass du mir beim Spülen geholfen hast. Du erhältst 8 Euro.” (In der Tabelle ist der Richtwert bei einem 14-jährigen 10 Euro. Er erhält nur 8 Euro weil er mehr hätte machen können oder weil er ein bisschen zu frech war. Aber für die richtige Art von Motivation, ist in diesem Beispiel nur das Positive erwähnt.

Das Kind wird auf die Dauer alleine darauf kommen, dass mehr Leistung und vernünftiges Verhalten mehr Geld bringt. Man muss dem Kind nicht explizit erklären, warum es nicht das volle Taschengeld erhält. Das Taschengeld ist einfach nur ein Ersatz für „Noten“ hinsichtlich des Beitrages, dass das Kind / der Jugendliche in der Familie leistet und welches Benehmen es an den Tag legt. 

Sie sollten gleich zu Beginn festlegen, was für das Geld gekauft werden darf und was nicht. Danach darf das Kind frei entscheiden, den das Taschengeld wird zu seinem eigenen Geld. Und wenn es nicht anders geht, sollte man neue verbindliche Regeln festlegen.