Politik

Linke + Islamisten: Eine unheilige Allianz

Am 1. April 1979 wurde offiziell die Islamische Republik Iran ausgerufen. Die iranische Flagge wurde geändert und der Spruch „Allahu Akbar” 22 Mal in Arabisch auf die Flagge gedruckt. In der Mitte ein tulpenartiges Symbol, dass das Wort Allah repräsentiert. Die Flaggenänderung war auch ein Symbol des Wandels. Iran wurde 1979 von einer weltoffenen westlichen Monarchie zu einer islamistischen Diktatur. Iran unter dem Schah war sicherlich kein Musterbeispiel für Menschenrechte, aber was nach dem Sturz des Schahs kam, war noch viel schlimmer, vor allem für Frauen.

Wie kam es dazu?

Diverse Linke dachten damals, sie können mit Hilfe von Islamisten die Monarchie im Iran stürzen und eine Art Sozialismus errichten. Sie unterstützen dabei den Islamisten Ayatollah Khomeini im Kampf gegen den pro-westlichen Monarchen oder auch Schah bzw. übersetzt König genannt. Der Schah Mohammad Reza Pahlavi war ein sehr moderater Muslim. Er trat für die Trennung von Islam und Staat ein, war aber den radikalen Muslimen bzw. auch Islamisten genannt sowie der nationalen und internationalen Linken ein Dorn im Auge.

Linke Gruppen im Iran, wie die iranische marxistisch-leninistischen Tudeh-Partei, die bewaffneten marxistisch-leninistischen Fedayeen-e Khalq und die militante, islamisch-marxistischen Mojahedin-e-Khalq-Wiederstandsgruppe  wollten den Schah loswerden (Quelle). 

Viele von ihnen hatten das Ziel, den Einfluss der USA auf den Iran zu brechen, den Schah zu vertreiben und eine Art sozialistisch-islamistischen Staat zu errichten, zumindest in Teilen.

Einige von ihnen dachten, dass sich nach dem revolutionären Sieg die Religiösen in die Moscheen zurückziehen und ihnen zumindest teilweise die Staatsführung überlassen würden. Doch es kam anders!

Linke Gruppen wurden letztendlich von Islamisten zerstört, getötet und vertrieben, obwohl sie vorher Khomeini zur Macht verhalfen, indem sie z. B. Streiks organisierten, Studenten mobilisierten und den bewaffneten Kampf führten. Sie dachten, sie können Khomeini als Symbolfigur der Muslime für Machtbeteidigung oder vielleicht sogar Machtübernahme nutzen.  Doch die Waffen, die sie in diesem Kampf mitbrachten, richteten sich letzten Endes gegen sie selbst.  Auch andere Diktaturen hatten in muslimischen Ländern zumindest in der Entstehungsphase einen starken linken Einfluss z. B. 

  • Irak: Die Baath-Partei (Sozialistische Partei der arabischen Wiedergeburt) unter Saddam Hussein.

  • Ägypten: Die Arabische Sozialistische Union (ASU) unter Gamal Abdel Nasser.

  • Libyen: Die „Große Sozialistische Libysch-Arabische Volks-Dschamahirija“ unter Muammar al-Gaddafi.

  • Afghanistan: Die marxistisch-leninistische Demokratische Volkspartei Afghanistans (DVPA) unter mehreren autokratischen Führern.

  • Südyemen: Die marxistisch-leninistische Jemenitische Sozialistische Partei (YSP) unter verschiedenen autokratischen Führern.

  • Somalia: Somalische Revolutionäre Sozialistische Partei unter Mohamed Siad Barre

  • Sudan: Sudanesische Sozialistische Union (SSU) unter Gaafar Nimeiry

Was können wir aus der Geschichte des Irans für Deutschland und Europa lernen

Auch heutige Linksradikale, die den Schulterschluss mit Islamisten suchen, werden vielleicht eine Art sozialistische Revolution versuchen, da sie alleine nicht die Schlagkraft und die Erfahrung dazu haben, aber letztendlich würden sie sicherlich selbst Opfer dieser Verbindung werden. 

Diverse Linke möchten weiterhin offene Grenzen, über die auch Islamisten bzw. Befürworter eines radikaleren Islams nach Europa einreisen. Es ist von daher von übergroßer Wichtigkeit, die politische Linke mit demokratisch-friedlichen Mitteln zu schwächen, schon alleine weil es aus ihren Reihen staatgefährdende linksextreme Auswüchse gibt, wie z. B. Systemsturzphantasien, Hass und Gewalt gegen Andersdenkende und den Staatsapparat, Verachtung des Rechtsstaates und antidemokrastische Bemühungen.

Vor der islamistischen Revolution 1979 hatte der Iran die größte jüdische Gemeinschaft im Nahen Osten (nach Israel). Heute leben kaum noch Juden im Iran.  Ich möchte mir nicht ausmahlen, was mit Nichtgläubigen passieren könnte, wenn Islamisten mit der Hilfe von Linken in Europa an die Macht kommen. Das potenzielle Problem sind nicht die gemäßigten Muslime, sondern die, die sich radikalisiert haben, weil sie den Koran wörtlich nehmen. Und wenn man den Koran wörtlich nimmt, kann dieser als Aufruf zur Eroberung aller Nichtgläubiger verstanden werden.

Toleranz gegenüber anderen Glaubensrichtungen ist vollkommen in Ordnung und wichtig. Aber diese Toleranz hört da auf, wo Einzelne einer Glaubensrichtung dazu aufrufen, politische Macht zu erlangen, um andere zu unterdrücken. Linke rufen heutzutage am lautesten für Toleranz, jedoch sollten sie daran denken, dass diese Toleranz auch den Boden für viel Leid und Unterdrückung bereiten kann. 



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