Anmerkung: Ich bin Gegner des Nationalsozialismus. Die folgende Abhandlung dient dem wissenschaftlichen Diskurs.
Gendern beutet, dass man Sprache verändert, um alle Geschlechter mit einzubeziehen. Anstatt beispielsweise „Ärzte“ würde man Ärzte u. Ärztinnen sagen.
Ursprünglich ging es darum, Frauen auch in der Sprache sichtbarer zu machen. Die Verwendung der nur männlichen Form (z. B. Lehrer) würde angeblich Frauen ausschließen. Vor allem in der linken bis linksradikalen Szene war eine, nach deren Ansicht, gleichwertige Behandlung in der Sprache wichtig.
In den 2000ern wurde es gerade in dieser Szene immer populärer, auch weitere angedachte Geschlechter mit einzubeziehen. Vor allem linksgerichtete Medien versuchen seitdem, die deutsche Sprache so zu verändern, dass auch Menschen mit einbezogen werden, die sich außerhalb der binären Geschlechtseinordnung sehen.
Anstatt z. B. „Lehrer“ nutzen diese Leute dann den gegenderten Begriff „Lehrer*innen“. Aber auch andere Formen wie Unterstrich, Doppelpunkt, Bindestrich oder Sprechpausen wurden zum Gendern genutzt. Hinzu kam die Verwendung von neutralen Formen wie z. B. „Studierende“ anstelle von „Studenten”.
Gendern war bis zu den 90ern eher unüblich. Wenn man „Zuhörer“, „Lehrer“ oder „Abonnent“ sagte, wusste eigentlich jeder, dass auch Frauen damit gemeint waren. Man nutzte die weibliche Form nur, wenn man speziell Frauen meinte.
URSPRUNG DES GENDERNS
Der Ursprung des Genderns bzw. die Nennung beider Geschlechter als Mittel zur Inklusion geht vor allem auf die sozialistischen Bewegungen im 19. und 20. Jahrhundert zurück. Zwar wurden Frauen im politischen Leben auch bei Sozialisten nicht immer mit offenen Armen empfangen oder sogar ausgeschlossen, aber man begann damit, beide Geschlechter explizit anzusprechen und sie für die eigene linke Sache zu gewinnen. Vor allem als das Wahlrecht ab 1918 eingeführt wurde. Dies erfolgte auch in sprachlicher Form durch das Gendern.
Einer der Ersten, der in seinen politischen Reden des öfteren genderte, war Adolf Hitler, z. B. in seiner Rede zur Neugründung der NSDAP am 27. Februar 1925 in München, wo er seine Rede so begann: „Deutsche Volksgenossen und -genossinnen!“ (Quelle)
In der gleichen Rede hetzt er auch gegen den Kapitalismus, was den links-sozialistischen Charakter der Nationalsozialisten widerspiegelte: „Gegen das Bürgertum als Person und den ‚Kapitalismus‘ als Sache.“ (Tobender Beifall vom Publikum).
Bürgertum war damals übrigens eine alternative Bezeichnung für „Rechte“ und eine Klasse der Bessergestellten. Wer gegen den Kapitalismus und gegen das Bürgertum bzw. Privilegierte ist, ist heute und war auch damals ein eindeutiger Linker. Auch die Verbindung von Judentum und Kapitalismuskritik, die in dieser Rede vorkam, war damals stark in der linken Szene verbreitet.
„Genosse“ nennen sich heute und nannten sich damals ebenfalls nur Linke. Bei den Nationalsozialisten kommt der Begriff immer wieder vor, z. B. als Parteigenosse oder Volksgenosse, als Abgrenzung zu internationalen Sozialisten, die eher ihr Glück im internationalen Zusammenschluss suchten. Hitler wollte Sozialismus vor allem nur fürs eigene Volk. Sozialismus ist immer Links. Hitler war ein Linker.
Hierzu auch folgende Zitate:
„Die Nazis waren nicht rechts, die Nazis waren eine Linkspartei!”
Prof. Dr. Arnulf Baring | Renommierte Historiker, Politikwissenschaftler und Träger des großen Bundesverdienstkreuzes:
(Quelle: Bayrischer Rundfunk, Münchner Runde, vom 23.11.11)
„Die Wirtschaftsordnung unter den Nazis war, selbst aus wirtschaftlicher Sicht, wahrhaft sozialistisch …”
Dr. Erik Ritter von Kuehnelt-Leddihn | Prominenter Staatswissenschaftler und Zeitzeuge
Quelle: Aus dem Buch >>Leftism | From de Sade and Marx to Hitler and Marcuse << Kapitel 12: National Socialism and Socialist Racism von Dr. Erik Ritter von Kuehnelt-Leddihn | Herausgegeben 1974 (Freie Übersetzung aus dem Englischen)
„Als im Frühjahr 1933 ganze kommunistische Kampfformationen geschlossen in die SA übertraten, wurde das von den roten Parteisoldaten keineswegs als Bruch empfunden, …
[…]
Professor Dr. Joachim Fest | mehrfach preisgekrönter Historiker und Hitlerbiograf
(Quelle: Taz / Artikel: „War Adolf Hitler ein Linker?“ vom 27.09.2003)
„Hitler war links …”
Prof. Philipp Bagus | Professor für Volkswirtschaftslehre | Mehrfacher Preisträger (u. a. O.P. Alford III Prize, Sir John M. Templeton Fellowship, IREF Essay Prize) | Ludwig-Erhard-Förderpreis 201
(Quelle: YouTube | War Hitler Links? – Prof. Philipp Bagus Interview | von Alexander Bieber)
„Kommunisten und Nationalsozialisten konkurrierten. Sie waren Rivalen gegen Demokratie, gegen Kapitalismus.”
[…]
„Es ist ein Missverständnis, dass Hitlers wahrer Beweggrund es war, Kommunismus zu beseitigen. Kommunismus war zwar sein Feind, aber mehr im Sinne von Rivalen, von zwei totalitären Systemen, die beide versuchen gegen den Kapitalismus vorzugehen.”
Dr. Rainer Zitelmann | bekannter Politikwissenschaftler und Historiker
Quelle: Youtube | What Modern Socialists Don’t Want You To Know About Hitler | https://youtu.be/yjkQZ3MmGgY?si=Eq4qtz5V1dvHxra4
„Der Begriff ‚Der Feind steht rechts‘ wurde eben als NS-Parole verwandt. Das steht in der NS-Zeitung und so drin. Die Nazis haben gegen die Reaktion gekämpft. Die haben sich gehasst. Die Reaktion ist ja das, was man heute als rechts bezeichnen würde. … Es gibt viele Äußerungen von Hitler, die in die Richtung gehen …
Prof. Dr. Peter Hoeres | Historiker und Politikwissenschaftler | Leiter des BMZ-Projekts zur globalen Aufarbeitung von Diktaturvergangenheiten
Quelle: Youtube | Apollo News | Peter Hoeres im Gespräch
„Seine Bewegung war definitiv sozialistisch …”
Professor Dr. Hans-Hermann Hoppe | Historiker, Sozialforscher und Volkswirt
Quelle: Youtube | The Economic Doctrine of the Nazis | Hans-Hermann Hoppe (von 2005)
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Anmerkung: Trotz anfänglicher Versprechen und gegenteiliger Propaganda wurden Frauen in damaligen sozialistischen Ländern wie der Sowjetunion nie wirklich gleichbehandelt. Führungspositionen in Unternehmen und in der Politik waren weiterhin für Frauen kaum erreichbar. In den 1930ern wurde die Rolle der Frau als Mutter, Hausfrau oder Hilfskraft in der Sowjetunion staatlich gefördert. Also nicht ganz unähnlich dem NS-Regime in dieser Zeit. (Siehe Artikel der Bundeszentrale für politische Bildung).


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