Ich habe in den 90ern links gewählt. Doch damals war ich noch jung und unerfahren. Je mehr ich mich aber mit Politik und wirtschaftlichen Zusammenhängen beschäftigte, desto mehr sah ich, dass linke Politik zerstörerisch wirkt.
Linke Politik richtet sich gezielt an niedere Emotionen wie Hass und Neid. Sie spaltet Arm gegen Reich, Links gegen Rechts, Frauen gegen Männer, Arbeitnehmer gegen Unternehmer oder Unterprivilegierte gegen angeblich Priviligierte. Sie vermittelt ihrer Zielgruppe das Gefühl, in einer dauerhaften Opferrolle zu sein, und benennt Gruppen wie z. B. Millionäre für gesellschaftliche Probleme.
Der Begriff links und rechts entstammt ursprünglich der Französischen Revolution. In der ersten französischen Nationalversammlung (eine Art Parlament) saßen die Befürworter der Monarchie rechts und diejenigen, die gegen die Monarchie waren, links. Radikale Gruppen haben dann ein Regime der Härte etabliert, dem über 200.000 Menschen zum Opfer fielen. Für diesen Zweck wurde auch das Fallbeil eingeführt und intensiv genutzt, um den Prozess der Ausschaltung politischer Gegner zu beschleunigen und, man könnte sagen, beinahe industriell zu organisieren.
Später haben sich viele linke Akteure von dieser kompromisslosen Dynamik der Französischen Revolution inspirieren lassen und agierten in ihrem eigenen Vorgehen mit ähnlicher Härte.
Aber wie schafften es bestimmte linksausgerichtete Ideologien, Menschen immer wieder zu solchen extremen Handlungen zu verleiten?
Die Wahrheit ist, dass viele Menschen zu tiefgreifenden Fehltritten bereit sind, wenn ihnen ein vermeintlich moralischer Grund dafür gegeben wird – z. B. sich für eine angeblich gerechte Sache einzusetzen. Hierfür bedarf es jedoch klarer Feindbilder. Die üblichen Feindbilder im linken Spektrum waren meist die angeblich Privilegierten, Kritiker oder Konterrevolutionäre. Also z. B. Adelige, Kapitalisten, Anhänger von Religionsgemeinschaften, Konservative, Intellektuelle (Bildung rechnete man damals auch zum Priviligiertsein), Großgrundbesitzer, Liberale, Reiche und Abweichler.
Linke Politik wirbt um Unterstützung mit Forderungen nach mehr sozialer Gerechtigkeit, mehr Umverteilung und dem Schüren von Vorurteilen gegen vermeintlich Privilegierte. Sie verspricht Wohlstand für alle und Gleichheit. Das reale Ergebnis sind jedoch oft wirtschaftlicher Rückschritt und gesellschaftliche Spaltung – und in nicht wenigen historischen Fällen eine massive staatliche Bevormundung, oder sogar extreme Verfolgung.
Auch Hitler bediente sich dieser Mechanismen. Er agierte gegen das Bürgertum, gegen Konkurrenten, gegen Kapitalisten und Abweichler. Er versprach, soziale Schieflagen zu beheben, und arbeitete auf eine klassenlose Gemeinschaft hin, die sogenannte Volksgemeinschaft.
Bürgertum war übrigens damals ein Begriff, den man oft anstelle von Rechten nutzte. Das Bürgertum stellte eine Schicht dar, die über mehr Mittel verfügte (wie z. B. Unternehmen). Das Gegenstück zum Bürgertum war das Proletariat, welches von linken Parteien vertreten wurde und vor allem die Schicht der lohnabhängigen Arbeiter darstellte. Die NSDAP inszenierte sich ebenfalls als Vertreter der Arbeiterschaft. Letztendlich bekam sie auch massive Unterstützung aus diesem Milieu – mehr als die KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) oder die SPD. Der größte Teil der Arbeiterschaft entschied sich für die NSDAP, und weniger für eine andere linke Partei, was maßgeblich zu den 43,9 % der Stimmen bei der Wahl von 1933 beitrug. Wäre sie eine reine Partei der Unternehmer oder des reichen Bürgertums gewesen, hätte sie bei der damals verarmten Bevölkerung niemals solche Ergebnisse erzielen können. Man darf nicht vergessen, dass Deutschland in einer heftigen Wirtschaftskrise steckte und viele Menschen Umverteilung und Sozialismus wollten.
Die verarmte Bevölkerung wollte Hitler, und das reiche Bürgertum und die Industrie waren mehrheitlich gegen Hitler.
Hitler und Goebbels strebten ihre eigene Form des Sozialismus an, die sich im Kern vom Marxismus nur unwesentlich unterschied. Liberalismus und Individualismus wurden abgelehnt, während das Kollektiv als die vermeintlich beste Ordnung galt. „Gemeinnutz vor Eigennutz“ war die zentrale Parole der Nationalsozialisten. Diese Parole existierte bereits vor ihnen im linken Lager und ist bis heute ein Kernprinzip kollektivistischer linker Politik. Auch Marx setzte auf diese Formel, jedoch wollte Marx seinen Sozialismus international ausrichten und Hitler wollte seinen Sozialismus national ausrichten.
Und ähnlich wie in anderen sozialistischen Systemen wurde ein Sündenbock deklariert, der für das Leid des einfachen Mannes verantwortlich gemacht wurde. Eine Dynamik aus gefühlter Benachteiligung, Neid und dem Wunsch nach Vergeltung gegen den vermeintlichen Unterdrücker führte die Massen dann zu fatalen historischen Fehlentscheidungen.
Margaret Thatcher, historische Zeitzeugin und Premierministerin des Vereinigten Königreichs, drückte es so aus:
„Der Kommunismus verursachte fast hundert Millionen Todesopfer. Er versklavte den Osten, während sein erster Cousin, der Sozialismus, einen Großteil des Westens verarmte. Der Nationalsozialismus – diese andere Form des Sozialismus – und sein zahmerer Vorfahre, der Faschismus, töteten etwa 25 Millionen Menschen. Sie alle haben in unseren Gesellschaften Narben hinterlassen, die vielleicht nie vollständig heilen werden.“ (Quelle: Rede an der Hofstra University, New York, 27. März 2000)
Und Sozialismus und Kommunismus ordnen sich nun mal politisch links ein. Es gibt keinen rechten Sozialismus.
Auch die vielen Versuche, fehlgeschlagene sozialistische Regime dem rechten Spektrum oder anderen Umständen zuzuordnen, sind historisch gesehen absolut nicht haltbar und können als Relativierungsversuch gewertet werden. So heißt es z. B. „Es war kein echter Sozialismus“, „Nicht der Sozialismus hat versagt, sondern die Menschen“, „Das war kein Sozialismus, sondern Staatskapitalismus“, „Der Westen war schuld, dass es nicht funktioniert hat“, „Die Gesellschaft war noch nicht reif genug für echten Sozialismus“, oder „Die Idee wurde von einer korrupten Elite verraten“ oder „das was die gemacht haben war rechts und nicht links”!
Rechts bedeutet im klassischen Sinne: Konservatismus und die Ablehnung sozialistischer Staatsmodelle. Konservatismus bedeutet, dass man Bewährtes und Traditionen schützen und erhalten möchte. Man bevorzugt eine Politik der besonnenen, kleinen Schritte statt überstürzter radikaler Maßnahmen. Und die Ablehnung des Sozialismus bedeutet, dass sich der Staat aus privaten und unternehmerischen Angelegenheiten so weit wie möglich heraushalten sollte. Der Staat soll sich nicht als Erzieher und Mikromanager der Bürger und ihres Eigentums aufspielen. Das bürgerlich-rechte Spektrum setzt auf Eigenverantwortung und will den staatlichen Einfluss begrenzen, um individuelle Freiheiten zu schützen. Auch wird die staatlich erzwungene Umverteilung – etwa durch eine zu hohe Steuerlast – abgelehnt. Man vertraut auf die Selbstregulierung des Marktes. Staatliche Markteingriffe wie Planwirtschaft, überbordende Bürokratie und übermäßige Auflagen werden abgelehnt. Persönliches Eigentum hat bei Rechten einen hohen Stellenwert. Gleichheit soll vor dem Gesetz gelten, aber staatliche Gleichmacherei (wie Quotenregelungen) wird kritisch gesehen. Das Ziel ist es, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Menschen sich aus eigener Kraft Wohlstand erarbeiten können – also Anreize zur Eigeninitiative zu bieten, statt Abhängigkeiten zu finanzieren. Probleme sollen nicht mit Steuergeldern überschüttet, sondern durch nachhaltige Lösungen mit Eigendynamik gelöst werden. Solide Staatsfinanzen sind wichtiger als schuldenfinanzierte ideologische Projekte, wie z. B. Entwicklungshilfe für andere Länder.
Wer sich an der Historie orientiert, sieht, dass sozialistische Gesellschafts- und Wirtschaftsmodelle immer wieder scheiterten und zu massivem Leid und Spaltung führten – wie z. B. unter Mao, Stalin, Pol Pot, Castro, Maduro, Ceaușescu, Honecker, dem Kim-Clan und anderen linksautoritären Systemen. Sie alle tragen die Verantwortung für unzähliges Leid.
Auch ich habe mich früher von dem Versprechen einer vermeintlich besseren Moral blenden lassen. Doch je mehr ich mich mit den historischen Fakten auseinandersetze, desto deutlicher sehe ich die Fehlentwicklungen linker Politik.
Es verhält sich wie mit einem falschen Freund, der vorgibt, nur dein Bestes zu wollen, dir dann aber letztendlich schadet und dich desmotiviert.
Ich sage: An den realen Taten und Auswirkungen werdet ihr sie erkennen.
Und hier sollte man sich folgende Fragen stellen: Geht es Deutschland durch die aktuelle Politik besser? Ist das Land produktiver geworden? Wurden Familien gestärkt? Geht es kulturell aufwärts? Sind Menschen motivierter, sich zu engagieren?Werden mehr Kinder geboren? Wurde die Wirtschaft gestärkt? Sind wir glücklicher? Ist die gesundheitliche Versorgung verbessert? Sinken die Sozialabgaben? Ist die Rente sicher? Sind Schulen, Straßen und restliche Infrastruktur in einem besseren Zustand? Ist der Lebensstandard gestiegen? Gibt es Stabilität und Ordnung? Hat sich die Bildung verbessert? Können wir stolz auf unser Land sein? Ist die Gefahr von Kriegen gesunken? Wurde die innere Sicherheit gestärkt? Bewegen wir uns in Richtung Freiheit? Oder ist das Gegenteil der Fall?
Falls zu den meisten Punkten eher das Gegenteil zutrifft, wird es Zeit, umzudenken. Javier Milei in Argentinien zeigt derzeit, wie eine marktorientierte rechte Politik die Folgen jahrelanger linker Misswirtschaft in kürzester Zeit korrigieren kann. Der ehemalige Wirtschaftsprofessor drückte die Inflation, reduzierte die Armutsquote, leitete eine wirtschaftliche Erholung ein und sanierte den Staatshaushalt. Auch in der AfD-Führung gibt es diese ökonomische Expertise. So absolvierte die Parteivorsitzende Alice Weidel ein Doppelstudium der Volks- und Betriebswirtschaftslehre (VWL und BWL) an der Universität Bayreuth und schloss dieses als Jahrgangsbeste ab. Und eine starke Wirtschaft ist nun mal häufig der Anfang und Garant vom besseren Überleben in der und als Gesellschaft.
Warum ich also kein Linker mehr bin, sondern ein Rechter, liegt auf der Hand. Rechts steht für wirtschaftliche Vernunft, gegen Faschismus, für echte Vielfalt anstelle von Gleichmacherei, für Freiheit und für einen besseren Lebensstandard, vor allem für diejenigen, die zur Gesellschaft beitragen und es sich somit verdient haben, das wäre eigentlich echte soziale Gerechtigkeit.


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