(Dieser Beitrag als Video)
Eines der Argumente, Hitler könne kein Linker gewesen sein, weil ein Führerkult nicht links sein kann, möchte ich heute aufgreifen und widerlegen.
Schauen wir uns die größten bzw. intensivsten Führerkulte der letzten 100 Jahre an (sortiert nach Stärke des Personenkults):
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Platz 1: Kim Il-sung (sowie sein Sohn: Kim Jong-il und sein Enkel Kim Jong-un): Partei der Arbeit Koreas (PdAK)
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Platz 2: Josef Stalin: Kommunistische Partei der Sowjetunion (KPdSU)
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Platz 3: Mao Zedong: Kommunistische Partei Chinas (KPCh)
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Platz 4: Adolf Hitler: Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP)
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Platz 5: Nicolae Ceaușescu: Rumänische Kommunistische Partei (RKP)
- Platz 6: Saparmyrat Nyýazow: Kommunistische Partei Turkmenistans
- Platz 7: Saddam Hussein: Arabisch-Sozialistische Baath-Partei (Baath)
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Platz 8: Muammar al-Gaddafi: Erst Arabische Sozialistische Union (ASU), dann parteilos; ab 1977 nannte er sein Land „Sozialistische Libysch-Arabische Dschamahirija“
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Dies sind die Namen von Führern, Diktatoren und Autokraten, die in den letzten 100 Jahren den größten Personenkult veranstalteten, sowie ihre Parteizugehörigkeiten. Was fällt euch bei fast allen diesen Personen auf, vor allem wenn man sich die Parteinamen ansieht? Ja, genau: Geradezu alle haben einen links-sozialistischen / kommunistischen Bezug.
Was ist ein Führerkult?
Dazu gehören:
- Statuen und andere Bildnisse der Person (z. B. auf Briefmarken, Postern, Gemälden, Banknoten etc.), die im ganzen Land an unzähligen Stellen zu sehen sind, nahezu unausweichlich.
- Staatlich angeordnete Huldigungsdemonstrationen, Paraden und Massenchoreografien.
- Überhöhte und in Teilen fast religiöse Zuschreibungen, wie z. B. „größter Stratege aller Zeiten“, „Lichtblick der Menschheit“, „Retter der Nation“, „ewiger Führer“, „Sohn des Himmels“, „lieber Führer“, „größter Feldherr aller Zeiten“, „Eiserner Soldat (der Revolution)“, „Titan der Titanen“, „der Auserwählte“, „Diamantenkranz des Volkes”, „Genie der Karpaten“, „der Löwe von Babylon“, „König der Könige Afrikas”, „größter Sohn unserer Völker“, „Ritter der Nation“, „unser irdischer Gott”,„erster Lehrer“ oder „der oberste Führer“.
- Simulation der Einigkeit: Menschen werden gezwungen, Dinge zu sagen oder Lieder zu singen, welche den betreffenden Führer, seine Partei, seine Ideologie oder seine Schriften in den Himmel loben. Auch wenn die zur Einigkeit gezwungenen Menschen innerlich wissen, dass es nicht stimmt (z. B. die Maxime „Die Partei hat immer recht“), werden sie mit Einschüchterung und anderen psychologischen Mitteln dazu gebracht, mitzumachen. Viele Menschen möchten nicht aus der Masse herausstechen und Probleme bekommen, da jegliche kritische Haltung massiv verfolgt und unterdrückt wird.
So war es in sozialistischen Ländern üblich, dass man mit Konsequenzen zu rechnen hatte, wenn man Lieder nicht laut genug mitsang oder nicht enthusiastisch genug klatschte, wenn der Führer oder ein anderer Vertreter der Partei sprach (oder auch nur vorbeifuhr). Selbst unzureichende Trauerbekundungen in Trauerfällen (z. B. als Stalin, Mao oder Kim Jong-Il verstarb) konnten sanktioniert werden.
- Kritikverbot: Kritik zu äußern, war lebensgefährlich, da sie oft mit drakonischen Strafen belegt wurde. Man könnte sagen, es war „linke Cancel-Culture auf Steroiden“. Die Strafen reichten von Karriereeinschränkungen bis hin zu Straflagern und Exekutionen.
- Symbolik der absoluten Macht und Erhabenheit mit dem die Unantastbarkeit und Unfehlbarkeit des Führers demonstriert werden sollte z. B. das Leben in extrem luxuriösen und teils pompösen Palästen
Jedenfalls weisen fast alle Personen mit extremem Personenkult der letzten 100 Jahre Gemeinsamkeiten auf, die in Linksideologien wurzeln, wie man an den obigen Parteinamen erkennen kann. All diese Regime kamen mit linker sozialistischer Ideologie an die Macht und betrieben auch sozialistische Politik – mal mehr, mal weniger ausgeprägt.
Auch die unzähligen Denkmäler zu Marx und Lenin in sozialistischen Ländern deuten darauf hin, dass sich, meiner Meinung nach, Linke nach eine Art Führer, Vaterfigur oder sogar Erlöser sehnen. Jemand, der sie beschützt und für sie sorgt, da sie es nicht aus eigener Kraft können oder mit denen Mitleid haben, die es nicht können, während Rechte eher Individualismus und Eigenverantwortung bevorzugen, bzw. ein Staat der sich eher aus den privaten und geschäftlichen Angelegenheiten heraushält.
Jedenfalls sehen wir, dass sich sehr viele Führer bzw. Diktatoren, dem linken Spektrum zurechneten.
Nun wird der eine oder andere sagen, dass man dies nicht allein aus dem Parteinamen schließen könne. Darauf antworte ich: Zum einen halte ich es für unwahrscheinlich, dass man sich „Sozialist“ nennt, ohne einen Bezug zum Sozialismus zu haben. Eine linke Partei würde sich doch niemals „Partei der vereinigten Kapitalisten Deutschlands“ nennen. Keiner würde sie ernst nehmen oder gar unterstützen.
Ein weiteres Gegenargument lautet oft: „Ja, Moment, aber die DDR hatte ‚demokratisch‘ im Namen und war es nicht.“ Der Punkt hier ist jedoch, dass Anhänger des marxistischen Sozialismus, wie es die DDR war, Demokratie nicht als Begriff der Gegenseite empfanden. Also z. B. wie „sozialistisch“ und „kapitalistisch“. Das ist also etwas völlig anderes. Demokratie wurde zwar in sozialistischen Diktaturen nie umgesetzt, so aber auch der angedachte Sozialismus nicht, wo angeblich alle gleich sind und im Überfluss leben würden.
Doch nehmen wir einmal an, es handele sich um das oft behauptete „Scheinargument“, die NSDAP habe sich nur so genannt, um Wähler zu gewinnen: Warum hat die NSDAP dann nach der Wahl immer noch von Sozialismus und Antikapitalismus gesprochen und sozialistische Politik betrieben (z. B. Umverteilung, Kommandowirtschaft, Zentralisierung, Bürokratisierung, Gleichschaltung, Indoktrination und eine zunehmende Planwirtschaft)? Nach 1933 mussten sie keine Wähler mehr gewinnen!!!
Wenn man sich die Taten also genau ansieht, erkennt man die unverkennbare linke Ausrichtung – bei Hitler und den anderen oben genannten Autokraten mit extremem Personenkult. Speziell bei den Nationalsozialisten konnte ich auf dieser Webseite eindeutig belegen, dass Hitler ein linker Sozialist war. Hierzu auch folgender Artikel.
Und auszugsweise die Worte von 3 Historikern:
Prof. Philipp Bagus | Professor für Volkswirtschaftslehre | Mehrfacher Preisträger (u. a. O.P. Alford III Prize, Sir John M. Templeton Fellowship, IREF Essay Prize) | Ludwig-Erhard-Förderpreis 2016
Es besteht da ein Kollektivismus. Gemeinnutz geht vor Eigennutz. Es wird auch zentral geplant. Ja, es gab da 4- oder 5- Jahrespläne, die gemacht wurden für die deutsche Industrie. Die Industrie wird eben da zentral geplant. Formell bleiben die Unternehmer noch Eigentümer ihrer Unternehmen, aber welche Rohstoffe sie bekommen und welche Arbeiter sie zugeteilt bekommen, das entscheidet eben der Staat, und was sie produzieren sollen. Das entscheidet der Staat. Der setzt die Preise so und teilt die Mittel so ein, dass die Produktion dahin geht, was der Staat sagt. D.h. die Unternehmer werden zu Managern des Staates, eigentlich, der vorgibt, was, wie produziert werden soll. Und das ist alles sozialistisch. […] Hitler war links.” (Quelle: YouTube | War Hitler Links? – Prof. Philipp Bagus Interview | von Alexander Bieber)
Professor Dr. Joachim Fest | Historiker und Hitlerbiograph | u. a. Thomas-Mann-Preis, Ludwig-Börne-Preis, Henri-Nannen-Preis und unter Historikern den prestigeträchtigen Einhard-Preis | Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland
„Im Italien der Zwanziger- und Dreißigerjahre gab es immer noch die herkömmlichen Klassenunterschiede, während Hitler, nicht anders als die Sozialisten aller Schattierungen, die soziale Gleichschaltung vorantrieb. ”
[…]
„Aufs Ganze gesehen ist die Diskussion über den politischen Standort des Nationalsozialismus nie gründlich geführt worden. Stattdessen hat man zahlreiche Versuche unternommen, jede Verwandtschaft von Hitlerbewegung und Sozialismus zu bestreiten. Um den Kommunismus denkbar weit vom Nationalsozialismus wegzurücken, ist sogar der totalitäre Charakter des Kommunismus geraume Zeit bestritten worden.” (Quelle: Taz / Artikel: „War Adolf Hitler ein Linker?“ vom 27.09.2003: Link)
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Professor Dr. Hans-Hermann Hoppe | Historiker, Sozialforscher und Volkswirt
(Frei übersetzt aus dem Englischen):
Seine Bewegung war definitiv sozialistisch, … . Und das war in der Tat Hitlers Grundüberzeugung, die er immer wieder zum Ausdruck brachte: die Unterordnung des Individuums und seiner egoistischen Gefühle unter das Allgemeinwohl, namentlich die Gemeinschaft. Insbesondere die Feindschaft zwischen dem Bürgertum und dem Proletariat muss in der Gemeinschaft der Nationalsozialisten überwunden werden. „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ bedeutet insbesondere: Politik dominiert und übertrumpft die Ökonomie. […] Das Interesse des Staates kommt vor dem Interesse des privaten Individuums. […]
[…] Und tatsächlich gab es ab 1934 in Deutschland Importkontrollen, der Außenhandel wurde staatsmonopolisiert und es wurden Währungskontrollen, Investmentkontrollen sowie Lohn- und Preiskontrollen eingeführt. Hitlers Position war, dass Unternehmen noch nicht verstaatlicht werden sollten, sondern eventuell erst dann, wenn sie gegen die Interessen des Staates agieren.
[…] Soweit es die Sozialdemokraten betrifft, hielt Hitler die Führer der Sozialdemokraten für ein Problem, nicht die Masse der Parteimitglieder. Und gewiss hatten die Mitglieder der Sozialdemokraten nicht die geringsten Schwierigkeiten, von einer Partei zur anderen zu wechseln. Und nebenbei erwähnt: Bis zum heutigen Tage sind die Bezirke, in denen die Nationalsozialisten die Mehrheit hatten, oft jene, in denen bis zur letzten Wahl die Sozialdemokraten die Mehrheit hatten. […] Die Nationalsozialisten mussten den Marxismus zerstören – nicht trotz, sondern wegen der Ähnlichkeit zu sich selbst. Quelle: Youtube | The Economic Doctrine of the Nazis | Hans-Hermann Hoppe (von 2005) | Kanal: LibertyInOurTime


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