Meinungsbericht:
Einer der bedeutendsten Historiker und Experten zum DDR-Unrechtsregime ist Dr. Hubertus Knabe. Er hat sich auch den Fall von Angela Merkel genau angesehen und seine Befunde hier aufgelistet: https://hubertus-knabe.de/auf-den-spuren-von-im-erika/
Seit mehr als 40 Jahren forscht und publiziert Dr. Hubertus Knabe über die DDR und andere sozialistische Staaten. Er arbeitet auch in der Forschungsabteilung der Stasi-Unterlagen-Behörde. Dort war er der Leiter des Fachbereiches zur wissenschaftlichen Erforschung von Struktur, Methoden und Wirkungsweise des DDR-Staatssicherheitsdienstes sowie Leiter der Arbeitsgruppe Opposition und Widerstand. Hubertus Knabe ist auch Mitglied des Zeithistorischen Beirates der Konrad-Adenauer-Stiftung. 2009 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.
Er hat zu Frau Merkels DDR-Vergangenheit geforscht und einen Bericht verfasst. In diesem Bericht finden sich erstaunliche Passagen, die ggf. und unter Vorbehalt der Richtigkeit Fragen aufwerfen, auch wenn sie anderweitig erklärbar sind (Quelle: https://hubertus-knabe.de/auf-den-spuren-von-im-erika/):
Hierzu zählen folgende Stellen:
- Frau Merkel engagierte sich in der DDR-Oppositionspartei „Demokratischer Aufbruch“ und arbeitete dort Wolfgang Schnur zu. Wolfgang Schnur war 25 Jahre lang ein Top-Informant der Stasi (IM „Torsten“).
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Merkels früher Förderer war Lothar de Maizière. Unter ihm wurde sie stellvertretende Regierungssprecherin der DDR. Lothar de Maizière wurde bei der Stasi als inoffizieller Mitarbeiter geführt (IM „Czerni“). (Anmerkung meinerseits: Lothar de Maizière war später unter Kohl erster stellvertretender Vorsitzender der gesamtdeutschen CDU. Sein Cousin Thomas de Maizière wurde unter Merkel Bundesminister des Innern, später Bundesminister der Verteidigung und dann erneut Bundesminister des Innern. Zwischendurch war er auch Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes.
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Zu Lothar de Maizière gibt es auch diesen Spiegelbericht: hier )
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Angela Merkels Vater (Horst Kasner) siedelte 1954 als Pfarrer von Hamburg in die DDR und beteiligte sich dort an führender Stelle an der Zerschlagung der damals noch gesamtdeutschen Organisation der evangelischen Kirchen. Er war auch Mitglied des Stasi-gesteuerten „Weißenseer Arbeitskreises“. Aufgrund seiner Verbindungen, auch zur kommunistisch gelenkten Christlichen Friedenskonferenz, gab man ihm in Kirchenkreisen den Namen „der rote Kasner“. (Anmerkung meinerseits: Ich meine, dass es für DDR-Verhältnisse auch seltsam ist, dass Angela Merkel studieren durfte, obwohl ihr Vater als Pfarrer tätig war.) Gesprächspartner Kasners in Sachen SED-Kirchenpolitik waren übrigens Wolfgang Schnur und Clemens de Maizière, der Vater von Lothar de Maizière. Clemens de Maizière war laut Medienberichten NSDAP- und SA-Mitglied, später trat er im Osten Deutschlands bedingungslos für die sozialistische Sache ein und wurde inoffizieller Mitarbeiter der Stasi. Er spähte seine Familie im Westen aus und gab Interna der evangelischen Ost-Kirche an die Stasi weiter.)
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1983 soll Frau Merkel illegal in den Süden der Sowjetunion gereist sein. Später soll sie dafür aber keine Konsequenzen erfahren haben. 1987 und 1989 durfte sie zudem für mehrere Tage privat in die Bundesrepublik reisen, was eigentlich als Privileg galt. Angela Merkel soll 1981 dreimal mit einem Leiter der staatlichen Jugendorganisation FDJ ihres Instituts nach Polen gereist sein, obwohl der Visaverkehr ausgesetzt worden war. Sie soll dann auch mit Propaganda-Material der polnischen Gewerkschaftsbewegung Solidarność an der Grenzstation erwischt worden sein. Der Vorfall wurde der Stasi gemeldet, jedoch blieb dieser folgenlos. (Anmerkung: Propaganda-Material der Solidarność in die DDR einzuführen, war streng verboten. Schließlich galt die Bewegung, die Reformen des Sozialismus anstrebte, dem DDR-Regime als suspekt. Dennoch hatte die Einfuhr dieser Materialien für Frau Merkel keine bekannten Konsequenzen.)
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Zwei FDJ-Sekretäre, Gunter Walther und Hans-Jörg Osten, sollen unabhängig voneinander bestätigt haben, dass Angela Merkel der Leitung als Sekretärin für Agitation und Propaganda angehörte. (Anmerkung: Die Aufgabe von Agitation und Propaganda im Staatsapparat der DDR bestand, so viel ich weiß, darin, Menschen nicht nur ideologisch zu beeinflussen, sondern sie gleichzeitig systemkonform zu mobilisieren und abweichende Meinungen zu unterdrücken.)
Mir persönlich ist ein Staatsbesuch Merkels mit anderen EU-Größen am Grab von Altiero Spinelli in Ventotene (Italien) in Erinnerung geblieben (Quelle). Spinelli war neben Ernesto Rossi der Mitverfasser des sozialistischen Manifests von Ventotene.
Darin die Forderungen nach Verstaatlichungen, Kampf gegen konservative Kräfte, sozialistische Revolution, die Emanzipation der Arbeiterklasse, Umverteilung, die Eliminierung von „parasitären“ Klassen, die Übergabe von Produktionsmitteln an Arbeiter, Gewinnbeteiligung in Betrieben, bedingungsloses Grundeinkommen etc.. Es ist die Rede von einer neuen revolutionären Partei, die durch ihre Diktatur angeblich echte Demokratie bringen will. (Quelle)
Dieses Manifest sieht vor, ein europäisches und irgendwann mal ein internationales Staatskonstrukt zu errichten.
Im EU-Parlament war Spinelli übrigens stellvertretender Vorsitzender in der „Fraktion der Kommunisten und Nahestehenden“.
An einem Staatsbesuch des Grabes so einer linksextremen Person teilzunehmen, empfinde ich als Konservativer höchst bedenklich und auch die konservativen Teile der CDU sollten dies als bedenklich einstufen.
Auch gibt es einen Bezug zur EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Sie war im folgenden Film-Ausschnitt voller lobender Worte für Ursula Hirschmann (hier).
Ursula Hirschmann war die Ehefrau von Altiero Spinelli (also des Mitverfassers des oben erwähnten Manifests) und spielte eine große Rolle bei der Übersetzung des Manifests von Ventotene und dessen Verbreitung.
Für mich zeigen die beiden Ehrbekundungen von Personen die mit dem sozialistischen Manifest von Ventotene in Verbindung stehen, doch seltsam anzumuten, vor allem weil die CDU den Sozialismus als Systemfeind eigentlich eine lange Zeit bekämpft hat, zumindest vor Merkel.
Anmerkung: Ich möchte hier nicht mit einer Aneinanderreihung von Indizien den Eindruck vermitteln, dass eine linke Verschwörung im Gange ist. Nur weil man mit jemandem assoziiert ist oder bestimmte Aspekte Zuspruch erhalten, bedeutet dies nicht, dass man an einer Verschwörung beteiligt ist. Jeder der hier dargelegten Hinweise kann auch ganz andere Beweggründe und Ursachen gehabt haben. In unserem Gesellschaftssystem gilt immer noch: Unschuldig, bis die Schuld bewiesen ist. Angela Merkels Rolle in der DDR kann auch unter dem Aspekt der Systemkonformität verstanden werden. Auch ihr Verhalten danach kann andere Beweggründe haben.
Aber die zunehmende Linksausrichtung der CDU sowie die zunehmenden Einschränkungsbemühungen von sozialen Medien in der EU sollten jedem zum Nachdenken geben, welche Partei man unterstützt. Auch die Öffnung zur Partei „Die Linke“ in den letzten Jahren, also der Partei, die mit der SED rechtsidentisch ist, lässt aufhorchen.
Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien. Sie lassen einen meistens ergebnisoffen dastehen und der Verstand dreht sich um die Dinge, die man nicht eindeutig beweisen kann. Anhaltspunkte sind keine Beweise. Und um den Mangel an Beweisen zu kompensieren, versucht der Verstand, mit Schlussfolgerungen zu einem Ergebnis zu kommen. Die Hoffnung hier ist, genügend Hinweise oder ggf. sogar Beweise zu ermitteln, damit man die Angelegenheit abschließen kann, oder sich zumindest selbst zu bestätigen, dass man mit seinen Annahmen recht behalten hat. Ich rate jedem, sich schöneren Dingen im Leben zu widmen, als sich selbst damit verrückt zu machen. Jedoch ist dieser Fall zu wichtig und bedarf der Klärung. Von daher wäre es wichtig, dass wir öffentliches Interesse erzeugen, damit die Akten endlich einsehbar sind. Frau Merkel hat viele kritikwürdige Entscheidungen getroffen, die meiner Meinung nach nicht nur dem wirtschaftlichen Standort Deutschlands schaden, sondern auch dem gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Debatte um Merkels Stasi-Akten ist politisch bedeutsam und bedarf der lückenlosen Aufarbeitung. Eventuell könnten andere parlamentarische Mehrheiten zu einer Gesetzesänderung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes (StUG) beitragen und so mehr Licht ins Dunkel bringen.
Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen forderte zu dieser Thematik im Mai 2026: „Die Veröffentlichung der Stasi-Akte der Frau Merkel ist im Interesse der Demokratie notwendig, weil die Bürger einen Anspruch darauf haben zu erfahren, ob sie von einer ehemaligen Operativen des MfS und/oder KGB regiert worden sind. Wäre sie nur eine einfache Mitarbeiterin einer Verwaltungsbehörde gewesen, hätte ihre Akte längst vorgelegt werden müssen.“ Quelle: Facebook Profil Hans-Georg Maaßen


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