Gesundheit

Pflegetipps bei trockener Haut im Winter und im Herbst

Gerötete, irritierte, trockene und brüchige Haut im Winter oder auch bereits im Herbst ist nichts Ungewöhnliches. Die Feuchtigkeit in der Umgebungsluft nimmt ab (z. B. durch die Heizungsluft) und die Haut trocknet schneller aus. Dies alles bedeutet unnötigen Stress für die Hautzellen und so kommt es zu Reizungen und einem unschönen Hautbild. Weiterhin ist auch das Immunsystem in der kalten Jahreszeit geschwächt, somit kann sich die Haut schlechter gegen äußere Einflüsse wehren.

Hautpflege Winter Herbst

Was kann man tun, um die Haut frei von Rötungen und anderen Irritationen zu halten? Hierzu gibt die Kosmetikerin und Hautspezialistin Eva Glöckner (Inhaberin von Purity, München) wichtige Tipps, die man ganz leicht in den Alltag einbinden kann:

  1. Die Haut wird auch von innen befeuchtet. Trinken Sie deshalb ausreichend Wasser. Hierzu eignet sich besonders gereinigtes Wasser, das frei von Schadstoffen ist. Man sollte auch nicht vergessen, dass die Hautzellen sich mit Hilfe des Wassers regenerieren. Das Hautbild kann sich jedenfalls durch ausreichenden Wasserkonsum verbessern (Studie).
  2. Als ersten Schritt zur Vorbereitung für die Hautpflege eignet sich ein Enzym-Peeling oder eine Enzym-Maske. Diese können dabei helfen, abgestorbene Hornzellen zu entfernen und die Haut auf die spätere Hautpflege vorzubereiten, so dass diese besser wirken kann. Alternativ kann man auch ein Vulkanasche-Peeling / eine Vulkanasche-Maske (Vulkanasche ist auch als Betonit bekannt) verwenden. Vulkanasche kann durch die spezielle Oberflächenstruktur besonders gut Unreinheiten aus Haut entfernen. Die Reinigung der Haut wird dadurch besonders effektiv.
  3. Nach dem Reinigen und noch vor dem Auftragen der Hautcreme ist eine Schicht Hyaluron-Gel / -Serum aufzutragen.  Dieses hilft dabei, noch mehr Feuchtigkeit zu binden.
  4. Der Hautpflege-Creme kann man im Herbst/Winter noch ein paar Tropfen Öl hinzufügen, damit die Haut noch weniger Feuchtigkeit verlieren wird. Das Öl bildet eine zusätzliche Schutzschicht, welches die Feuchtigkeit besser in der Haut hält.
  5. Über Nacht kann man eine Gel-/Crememaske verwenden, d. h. man trägt das Gel bzw. die Creme abends dicker auf und wäscht diese nicht ab. Hierzu kann man z. B. eine Hyaluron-Q10-Creme verwenden. Nachdem man die dickere Schicht Creme bzw. Gel aufgetragen hat, sollte man 5-10 Minuten warten und kann dann größere Rückstände mit einem Papiertuch abtupfen, bevor man zu Bett geht.
  6. Jede Hautpflege-Creme sollte ohne Emulgatoren sein, weil diese die Haut belasten. 
  7. Wenn die Luft im Winter sehr trocken wird, kann man einem elektronischen Luftbefeuchter verwenden. Feuchte Luft ist besser für die Haut, weil diese dann nicht so schnell austrocknen kann. Dabei sollte man aber auch beachten, dass die Luft nicht zu feucht wird, um Schimmelbildung an Wänden zu vermeiden.  Eine Luftfeuchte von 45-65% ist optimal, um die Haut vor Trockenheit zu bewahren. Die Luftfeuchtigkeit kann man mithilfe eines Hygrometer (Luftfeuchtigkeitsmessgerät) messen und dementsprechend Anpassungen vornehmen. 

Ein Video zu diesem Beitrag können Sie hier auf Youtube finden.

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Bildquelle des Beitragsbildes: 123rf.com / puhhha / Bildnummer 84130143