Wohlbefinden

Niere schützen – Neue Erkenntnisse

Alle hier gemachten Empfehlungen sollten ggf. mit Ihrem Hausarzt oder einem Nierenspezialisten (Nephrologen) abgestimmt werden, der 1. eine fachmännische Diagnose stellt und 2. eine Behandlung auf Ihre persönlichen Bedürfnisse ausarbeitet. Gerade bei stark eingeschränkter Nierenfunktion kann eine falsche Behandlung mit gesundheitlichen Risiken verbunden sein.

Kurzfakten über die Niere:

  • Die Niere ist, zusammen mit der Leber, das wichtigste Reinigungsorgan des Körpers.
  • Laut dem Statistikportal Statista.com ist die Niere das am häufigste transplantierte Organ in Deutschland (Link). Sie wird ca. 3 mal so häufig transplantiert wie die Leber, die auf Platz 2 kommt.  Dies ist auch ein Hinweis darauf, dass vor allem die Nieren durch unsere Lebensweise sowie Umwelteinflüsse belastet und geschädigt werden.
  • Die Nieren reinigen täglich 180 Liter Blut von Schadstoffen, Schwermetalle und unerwünschten Stoffwechselprodukten. Die Nieren reinigen also täglich 30-45 mal das gesamte Blut deines Körpers. 
  • Nieren regulieren den Blutdruck. Ein zu hoher Blutdruck kann von einer gestörten Nierenfunktion stammen.
  • Nieren regulieren und aktivieren Hormone. 
  • Nieren leiten einen Überschuss von Nährstoffen aus, z. B. zu viel Vitamin C, Vitamin B, Salz, etc.
  • Die Nieren helfen eine aktive Form von Vitamin D herzustellen. Vitamin D ist ein wichtiges Vitamin für die Immunabwehr. Ca. 1/3 der deutschen Bevölkerung haben einen chronischen Vitamin-D-Mangel. (Quelle)
  • Ohne eine normale Nierenfunktion wird der Organismus mit Schadstoffen belastet, was wiederum eine Reihe an Folgekrankheiten, Schädigung anderer Organe, innere Vergiftung und Tod zur Folge haben kann. 
  • Manche Giftstoffe sammeln sich in der Niere  an und zerstören diese, z. B. das weit verbreitete Cadmium 
  • Sofern ein Schaden vorliegt, können sich die Nieren nur schwer oder kaum erholen.
  • Einen Nierenschaden bemerkt man anfänglich eher nicht.
  • Ca. 10 Prozent aller Europäer haben bereits einen chronischen Nierenschaden.

Modell-Niere Querschnitt

Hinweise für eine Funktionsstörung der Niere

(Bitte keine Selbstdiagnose, da einzelne Symptome andere Ursachen haben können)

  • Stark schäumender Urin, der sich nicht zügig auflöst.
  • Sich spannende, trockene oder juckende Haut
  • Wasseransammlungen in den Beinen und Fußgelenken
  • Mit einem Bluttest ermittelter hoher Keratin-, Urokinase-Rezeptor suPAR-, oder Cystatin C-Wert im Blut
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Kopfschmerzen
  • Erschöpfungs- und Müdigkeitszustände
  • Schlafprobleme
  • Häufiges Wasserlassen in der Nacht
  • Geschwollene Augen / Tränensäcke / Gesicht
  • Blut im Urin
  • Muskelkrämpfe

Risikofaktoren, welche die Niere gefährden

  • Konsum von Zucker und Kohlenhydraten (Nudel, Reis, Brot, Chips, Süßigkeiten, Kartoffeln etc.)
  • Rauchen
  • Drogen und Alkohol
  • Bestimmte Kosmetika (auch die Haut hat das Potenzial Schadstoffe in den Körper zu leiten)
  • Bestimmte künstliche Farbstoffe, Aromen und Konservierungsmittel
  • Bestimmte Schmerzmittel, Entzündungshemmer und andere Medikamente
  • Halogenkohlenwasserstoffe (z. B. in Lösungsmitteln, Antibiotika, Insektizide, Fungizide, Herbizide)
  • Übergewicht
  • Hoher Blutdruck
  • Oxalsäure (kann Nierensteine hervorrufen)
  • Spritzmittel Glyphosat (häufig auf konventionellen bzw., nicht-bio Backwaren, Linsen,  Bohnen, Obst und Gemüse)
  • Diabetes (Ursache für Diabetes ist ein zu hoher Zucker- / Kohlenhydrate-Konsum)
  • Teflon bzw. PFAS bzw. perflourierte Alkylverbindungen (Chemikalien für beschichteten Bratpfannen, Pizzakartons, Regenjacken, etc.). Diese ewigen Chemikalien sind biologisch nicht oder kaum abbaubar und befinden sich in nahezu jedem Menschen, Trinkwasser, Böden und Lebensmittel. Sie reichern sich Organismus an und schädigen in dort.
  • Künstliche Putzmittel
  • Bewegungsmangel
  • Schwermetalle, wie  Cadmium, Phosphat, Quecksilber, Blei, Platin, Chrom
  • Fisch (wegen dem Risiko einer Quecksilberbelastung)
  • Stress
  • Zu viel Salz (verhindert, dass die Nieren Giftstoffe und Säuren ausscheiden können)
  • Phosphate / Phosphor  (wenn künstlich zugesetzt und vor allem bei fortgeschritterner Nierenerkrankung, ansonsten braucht der Körper Phosphor)
  • Kalium / Potassium (schädlich vor allem bei fortgeschrittener Nierenerkrankung, ansonsten braucht der Körper Kalium)
  • Kälte (Nieren reagieren empfindlich auf Kälte)
  • Harnwegsinfektionen (Bakterien können sich über die Harnwege bis zu den Nieren ausbreiten und dort Schädigungen hervorrufen)

Was der Niere hilft / Prävention vor Nierenerkrankungen

  • Kohlenhydratarme Ernährung: Hoher Blutzucker über Jahre hinweg ist der hauptsächliche Grund für Nierenschäden. Eine kohlenhydratarme Ernährung hilft den Blutzucker zu senken.
  • Essenspausen einlegen / Intervallfasten:  Beim Intervallfasten ist man beispielsweise nur ein oder zweimal täglich. Dies wirkt sich günstig auf den Blutzucker aus und beugt Diabetes vor (Quelle)
  • Darmreinigung: Im Darm können sich Giftstoffe ansammeln und in den Blutkreislauf aufgenommen werden. Ein gesunder Darm hilft bei der Ausscheidung von Giftstoffen und belastet den Körper nicht mit zusätzlichen Giftstoffen. Eine ballaststoffreiche Ernährung und bestimmte Probiotika unterstützt die natürliche Darmreinigung und sorgen für  gute, hilfreiche Darmbakterien.
  • Biolebensmittel: So nehmen Sie keine künstlichen Spritzmittel in den Körper auf. 
  • Unterstützende Tees: Brenneseltee,  Goldruthentee, Bärentraubentee, Löwenzahntee, indischer Nierentee, Kamillenblütentee, Schachtelhalmtee, Wacholderbeerentee, Birkentee, Chanca-Piedra-Tee und Haftertee. Die Nierenunterstützende Wirkung dieser Tees basiert jedoch häufig auf Erfahrungsberichten und ist nicht immer wissenschaftlich belegt. Bitte achten Sie auf eine hohe Qualität der Tees, da diese mit Umweltgiften belastet seine könnten.
  • Nahrungsergänzungsmittel mit möglichen Nutzen: Bio-Chlorella, Flohsamenschalen, bestimmte Probiotika
  • Günstige Nahrungsmittel: Blattgemüse, Spargel, Selleriestangen, Grünkohl, Paprika, Buchweizen, rote Beete, Sauerkraut, Ingwer, Kresse, Petersilie, Zwiebeln, Knoblauch, Preiselbeeren, Blaubeeren/Heidelbeeren, Himbeeren und Zitrone
  • Reduzierung folgender Lebensmittel: Zucker, Milchprodukte, Fertiggerichte, Fast Food, Rhabarber, Bananen, Fisch, Fleisch, Eier, Brühwürfel, Hülsenfrüchte, Nüsse, Zimt, Sonnenblumenkerne, kohlenhydratreiche Lebensmittel wie (Nudeln, Reis, Brot, Kartoffeln, süße Früchte, etc.) und Salz (Achtung: zu wenig Salz kann schädlich sein).
  • Verzichten Sie vollständig auf folgende Lebensmittel: Schmelzkäse, Alkohol, Cola, Bier, gesüßte Getränke, Süßigkeiten (vor allem Schokolade) und Wurstwaren. 
  • Vermeidung von ungünstigen Chemikalien im Haushalt: a) Verwenden Sie Keramikbratpfannen anstelle von Teflonpfannen. Kochgeschirr aus Eisen und Kupfer sind hier auch bessere Alternativen. b) Meiden Sie künstliche Kosmetikprodukten oder greifen Sie auf Bioprodukte zurück. c) Auf künstliche Reinigungsmittel im Haushalt verzichten und stattdessen mit Essig, Natron, Zitronensäure, Waschsoda oder Kernseife reinigen. Häufig reicht es auch aus, nur Wasser zu benutzen. d) Tragen Sie Schutzkleidung, wenn Sie mit Chemikalien, Farben und Lösungsmittel  umgehen. 
  • Häufiges Trinken: Trinken Sie häufig kleinere Mengen ungesüßte Bio-Tees oder Wasser. Häufiges Trinken durchspült die Nieren.  Doch Vorsicht, zu viel auf einmal zu Trinken kann schädlich sein, vor allem bei fortgeschrittenem Nierenschaden. 
  • Blutdruck: Reduzieren Sie Ihren Blutdruck. Achten Sie auf Blutdrucksenker, welche die Niere nicht belasten. 
  • Packungsbeilage berücksichtigen: Lesen Sie die Packungsbeilage von Medikamenten und achten Sie dabei auf dort angegebene nierenschädliche Risikofaktoren.
  • Nehmen Sie ab: Die besten Diäten sind diejenigen, die Sie langfristig beibehalten können; z. B. eine Kohlenhydratarme Ernährung in Kombination mit Intervallfasten.
  • Warm halten: Legen Sie hin und wieder eine Wärmeflasche auf den Nierenbereich, vor allem wenn die Nieren Kälte ausgesetzt waren oder einfach mal so.
  • Stressbefreiung: Schauen Sie sich an, welche Umstände Sie im Alltag stressen, und ob Sie diese lösen oder reduzieren können.