Gesundheit

Keim-Theorie (Germ Theory) vs Milieu-Theorie (Terrain Theory)

„Der Keim ist nichts, das Milieu ist alles!“

– Claude Bernard –
Arzt, Pharmazeut und Freund von Lois Pasteur (Pionier der Keim-Theorie)

Claud Bernard, der auch für viele andere medizinische Entdeckungen bekannt wurde, glaubte nicht, dass der Keim (Bakterien, Pilze, etc.) an der Wurzel des Übels liegt, sondern das Milieu (engl. Terrain).  Unter Milieu versteht man das Ökosystem, das Umfeld, welches das Körpergewebe umgibt. 

Das innere Milieu wird beeinflusst durch die Ernährung, Chemikalien, Umweltgifte, Übergewicht, nützliche Bakterien (z. B. im Darm), Durchblutung und Oxidation des Gewebes, Angst- und Stress, sowie die allgemeine mentale Verfassung.

Das größte Argument für die Millieu-Theorie ist, dass bestimmte Menschen nicht krank werden, selbst wenn sie Krankheitserregern direkt ausgesetzt sind. Oder das man ständig von Krankheitserregern umgeben ist, aber nur wenige Menschen dadurch krank werden, es sei den, das Milieu ändert sich, vor allem wenn das Körpergewebe geschwächt wird (wie z. B. die Nasenschleimhaut bei Kälte). 
Keim- vs. Milieu Theory“Keime suchen sich ihren natürliches Lebensraum – krankes Gewebe– anstatt die Ursache des kranken Gewebes zu sein.” – Antoine Béchamp – französischer Chemiker, Mediziner und Pharmazeut.

Diese und andere Wissenschaftler widersprachen den Schlussfolgerungen von Louis Pasteur, dass Keime die Hauptursachen von Krankheiten sind. Anstelle von Keimen ist vielmehr das innere Milieu verantwortlich für den Ausbruch von Krankheiten. Keime kommen eher nachfolgend.

“Es ist wichtiger zu wissen, was für eine Art Person eine Krankheit hat, als was für eine Art Krankheit eine Person hat.” – Hippocrates (Bedeutender Arzt des Altertums und bekannt durch den hippokratischen Eid, auf den heutige Ärzte schwören.)

Wie Durchdrungen die Keimtheorie in unserer Gesellschaft ist,  zeigen die Regierungs-Maßnahmen zur Bekämpfung von Pandemien. Hier wird mehr Wert auf die Isolierung von Keimen gelegt, als die Stärkung des Immunsystems. Dabei ist deutlich erkennbar, dass Grippeerkrankungen im Sommer nahezu verschwinden. Dies mag sehr wohl daran liegen, dass viele Menschen mehr Vitamin-D produzieren (Quelle). Vitamin-D ist eines der wichtigsten Vitamine zur Stärkung des Immunsystems. Seitens der Regierung gab es jedoch keine Empfehlungen diesbezüglich.  Auch andere Maßnahmen zur Stärkung des inneres Milieus / Immunsystems blieben aus. 

Ob dies der Einfluss der Pharmaindustrie ist, die ihr Geld damit verdient, dass Leute weiterhin krank sind, bleibt offen. Jedenfalls wird es Zeit für ein Umdenken.  Es kann nicht sein, dass Ärzte vorwiegend in der Keim-Theorie ausgebildet werden, und kaum etwas darüber wissen, wie man ein Immunsystem stärkt oder das innere Milieu ins Gleichgewicht bringt.  Es kann nicht sein, dass immer Menschen krank werden, ohne dass man dieser Entwicklung etwas Effektives entgegensetzt. Gesundheitsbewahrung oder die Wiederherstellung einer natürlichen Grundlage für die Gesundheit wird kaum Beachtung geschenkt. Es ist fast so, als hätten uns Teile der Medizin verraten, indem sie sich nicht der Hauptursache von Krankheiten annehmen. 

Auf der anderen Seite stehen die Erfolge bei Impfungen, durch Antibiotika und Hygiene, die deutlich zeigen, dass Keime zu bekämpfen auch Sinn machen kann.  Eine vollständige Verurteilung der Keimtheorie ist daher kontraproduktiv.

Gut wäre es, wenn beide Theorien in Einklang gebracht werden, indem die Gewichtungen richtige gesetzt werden. Effektive Maßnahmen für die Volksgesundheit sind dann viel wahrscheinlicher.