Gesundheit

Wie entsteht eine Fettleber?

Kompakte Fakten, wie man eine Fettleber (Steatosis Hepatis) erkennt und was man tun kann.

Symptome:

  1. Müdigkeit / Energielosigkeit
  2. Konzentrationsmangel
  3. Druck im rechten Oberbauch
  4. Vergrößerter Bauchumfang durch Wassereinlagerungen
© ayphoto / 123RF Stock Photo

Symptome bei bereits eingeschränkter Leberfunktion

  1. Appetitlosigkeit
  2. Gewichtsverlust
  3. Verwirrung
  4. gelbliche Augen
  5. gelbliche Haut
  6. Juckreiz
  7. Halluzination
  8. Gedächnisverlust
  9. Teerstuhl (schwarzer Stuhl)

Anmerkung: Eine Fettleber kann auch ohne Symptome bereits fortgeschritten sein.

Ursachen einer Fettleber

  1. Alkohol (auch in geringen Maßen schädlich)
  2. Zu viel Fett
  3. Zucker / Kohlenhydrate (mittlerweile Hauptursache)
  4. Fertigprodukte (aufgrund der ungesunden Zusatzstoffen und den minderwertigen Industrie-Fetten)
  5. Zu wenig Bewegung
  6. Zu wenig das richtige Eiweiß
  7. Giftstoffe (z. B. durch Medikament, Drogen, Zigaretten, Industrie-Gifte etc.)
  8. Operationen (z. B. am Dünndarm, Leber, Bauchspeicheldrüse)
  9. Entzündliche Darmerkrankungen
  10. Vierenerkrankungen
  11. Genetische Veranlagung
  12. Hungerkuren (nur bei extremer Mangelernährung, den dann fehlen dem Körper die Eiweiße, um die Fette aus der Leber zu transportieren. )
  13. Magensäureblocker (der Gruppe Protonenpumpenhemmer) können eine Fettleber begünstigen. (Studie)

Wie kann ich zur Lebergesundheit beitragen und eine Fettleber vermeiden:

  1. Kalorienarm essen. Z. B. an 3 Tagen in der Woche nur 700-900  Kcal und das für ca. 5 -10 Wochen.
  2. Inulin (stärkt Darmflora und wirkt sich positiv auf die Blutfette aus). Inulin ist enthalten in: Artischoke, Schwarzwurzel, Knoblauch, Zwiebel, Chicoree, Pastinake.
  3. Giftstoffe jeglicher Art vermeiden. Giftstoffe wie z. B. Alkohol, Konservierungsstoffe,  ranzige Fett stressen die Leber.
  4. Mehr Bitterstoffe (z. B. Löwenzahn, Artischoke, Endiviensalat, Rosenkohl)
  5. Täglich mehr Bewegen (z. B. jeden Tag 5-8 Kilometer Nordic-Walking, täglich ins Fittnessstudio gehen, das Auto stehen lassen und mit dem Fahrrad unterwegs sein,  täglich Schwimmen gehen etc.)
  6.  Viel Gemüse (täglich mehrere Portionen Gemüse)
  7. Überprüfung, ob eventuell ein Medikament die Fettleber verursacht.
  8. Fruktose / Fruchzucker / Fruktose-Glucose vermeiden (diese begünstigen die Fetteinlagerung in die Leber und werden so ähnlich von der Leber verstoffwechselt wie Alkohol)
  9. Auf gesüßte Getränke ganz verzichten. Anstatt dessen lieber Wasser trinken.
  10. Mehr Antioxidanzien (diese helfen, das Zellgewebe der Leber zu stabilisieren) am besten aus natürlichen Quellen.
  11. Screentime begrenzen (also die Zeit begrenzen, in der man vor irgendwelchen Bildschirmen sitzt)
  12. Ausreichend Trinken. Dies hilft der Leber sich zu entgiften. Außerdem trägt es zu einem schnelleren Sättigungsgefühl bei.
  13. Langsam essen und gut kauen. (Enzyme helfen der Verdauung und man ist eher satt bevor man alles aufgegessen hat)
  14. Nur Essen wenn man tatsächlich hungrig ist.
  15. Richtiges Fasten, z. B. nur wenige Tage oder Intervallfasten (eine Mahlzeit am Tag oder nur 4 Std. am Tag essen oder einen Tag essen und einen Tag nichts essen)  (Studie / Zeitungsartikel)

Weitere wissenswerte Fakten:

  • Die Fettleber ist eine ernst zu nehmende Krankheit, da die Leber mit der Niere zusammen, das wichtigste Entgiftungsorgan im Körper darstellt.
  • Jeder 2. bis 3. Deutschen über 40 Jahre hat eine Fettleber.
  • 70% der Übergewichtigen haben eine Fettleber.
  • Mit einer Fettleber steigt das Risiko für Diabetes, Krebs. Bluthochdruck, Nierenschäden, Gefäß und Herzerkrankungen. Eine Fettleber kann so sehr geschädigt sein, dass es zum Tod führen kann (bei Leberversagen).
  • Es gibt keine Medikamente gegen Leberverfettung.
  • Die Leber kann sich gut regenerieren, wenn man ihr hilft: z. B. mit Bewegung, kalorienreduziertem Essen und den anderen oben erwähnten Tipps.  Viele können so eine Fettleber innerhalb eines Jahres, eventuell auch eines halben Jahres völlig in den Griff bekommen bzw. die Leber kann sich bis dahin völlig regeneriert haben.
  • Häufig werden Öle mit Omega-3 empfohlen. Dabei ist aber zu beachten, dass diese Öle schnell ranzig werden und dann eher der Leber schaden. Z. B. wird Leinöl extrem schnell ranzig (innerhalb von 2 Wochen nach dem Öffnen). Manchmal kommt dieses Öl bereits ranzig aus dem Einkaufsladen, da es dort nicht gekühlt gelagert wurde.
  • Der Arzt kann eine Fettleber durch Ultraschall, CT-Scans, Abtastungen, Biopsie / Leberzellentnahme, Blutanalyse und Fragen zum Lebensstil feststellen.
  • Gänse werden mit Kohlenhydrate gemästet, damit diese eine Fettleber bekommen. Diese wird dann als Delikatesse von Gourmets verspeist.
  • Eine Leber kann sich zwar schnell wieder erholen, jedoch vernarbt/verhärtet bei einer fortgeschrittenen Verfettung das Lebergewebe und dies macht es der Leber schwer bis unmöglich, sich selbst zu heilen. Man sollte daher schnell etwas unternehmen.
  • Ca. 5-10% des Lebergewichts ist Fett. Wenn man mehr hat, spricht man von einer Fettleber.
  • In Deutschland sind von der Nicht-Alkoholischen-Fettlebererkrankung (NAFLD – Non alcoholic fat liver disease) ca. 20 Millionen Menschen betroffen.
  • Auch eine Eisenüberladung der Leber wird häufig festgestellt. Besteht hier eventuell ein Zusammenhang.  Männer entwickeln früher eine Fettleber als Frauen. Dies mag daran liegen, dass Frauen durch die Monatsblutungen Eisen wieder ausscheiden und daher diesen Risikofaktor nicht haben. (Studie)
  • Derzeit laufen Studien zur Einnahme von Vitamin E und Vitamin D und deren positiven Effekte bei Leberverfettung. Vitamin D sollte jedoch zusammen mit Vitamin K genommen werden. Das Vitamin D löst das Calcium aus der Nahrung. Jetzt ist es im Blut und wird dann mithilfe von Vitamin K verwertbar gemacht. Eine natürliche Quelle von Vitamin D ist die Sonne (Das Sonnenbad).  Eine natürliche Quelle von Vitamin E sind Nüsse, Samen und Pflanzenöle.  Bitte aber nicht übertreiben, da zu viel Fett die Leber schädigt.