Gesundheit

Was man bei Atemlosigkeit und Kurzatmigkeit tun kann.

AtembeschwerdenBei akuter Atemnot (einer Atemnot-Attacke) rufen Sie bitte direkt den Notdienst an. Die Telefonnummer 112 gilt für ganz Europa.

Wenn man gelegentlich etwas schlechter Luft kriegt, ist das ein Problem, welches viele Ursachen haben kann.

Mögliche Ursachen von Atembeschwerden (Fachbegriff Dyspnoe):

  1. Stress (Panik / Angst / Trauer / Sorgen / Überforderung)
  2. Fehlfunktion im Gehirn
  3. Gängige Krankheiten wie Erkältungen / Grippe / Bronchitis / Reizhusten, wodurch sich Schleim in den Atemwegen ansammelt und das Atmen erschwert
  4. Krebs
  5. Asthma
  6. Körperliche Belastung
  7. Fremdkörper in der Lunge
  8. Lungenvernarbungen
  9. Aufenthalt in den Bergen oder in höheren Lagen (man hat sich dort noch nicht an die dünne Luft gewöhnt)
  10. Nebenwirkungen, Wechselwirkungen oder Überdosierungen von Medikamenten (z. B. Aspirin)
  11. Allergische Reaktionen
  12. Nahrungsmittelunverträglichkeiten 
  13. Einatmen von Fasern, Staub, Zigarettenrauch oder anderen gasförmigen / feinstofflichen Partikeln
  14. Herzkreislaufprobleme (z. B. Herzschwäche, Verengung der Blutgefäße, Herzrhythmusstörungen,  Bluthochdruck, zu niedriger Blutdruck etc.) 
  15. Übergewicht
  16. Plötzlicher Blutverlust
  17. Parasiten
  18. Nährstoffmangel (z. B. Eisenmangel bzw. Anämie , zu wenig Vitamin B12) 

Kurzatmigkeit Atemnot

Es folgen einige Tipps, für verschiedene Atembeschwerden:

  1. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Dieser kann häufig durch Untersuchungen und konkrete Befragung feststellen, was Ihnen fehlt.
  2. Bei Erkältungen, Grippe etc. können Sie eine Nasenspülung mit salzigem Wasser machen und sonstige Mittel nehmen, welche helfen, die Atemwege zu befreien. 
  3. Wenn Sie untrainiert sind und es Ihr Gesundheitszustand zulässt, können Sie Sport treiben. Mit dem Sport verbessert sich in aller Regel das Herz-Kreislaufsystem und das könnte Ihnen helfen, wieder besser durchzuatmen. Außerdem kann Sport Stress abbauen (vor allem der Sport, der Spaß macht)
  4. Ermitteln Sie ob irgendetwas in Ihrer Nahrung oder Umgebung allergische Reaktionen hervorruft.
  5. Kümmern Sie sich um die Beziehungen mit Ihren Mitmenschen (Beruf, Familie, Freunde, Nachbarn etc.)  und sorgen Sie für einen harmonische Atmosphäre.
  6. Lassen Sie Ihren Stuhl auf Parasiten untersuchen. (Dies ist eher eine seltene Ursache.)
  7. Lassen Sie Ihr Blut auf Eisenmangel untersuchen (Blutarmut). Vor allem Frauen neigen, aufgrund ihrer Monatsblutungen, zu diesem Problem. Falls Sie Eisenmangel haben, können Sie durch eine gezielte Ernährung die Eisenaufnahme verbessern (Vitamin C, Vitamin B 12, dunkle Salatblätter, Nüsse, Vollkornprodukte, Trockenobst,  Hülsenfrüchte und Fleisch (Studie). 
  8. Zur Milderung der Symptome kann es hilfreich sein, Sauerstoff aus Flaschen einzuatmen. Aber Vorsicht, in manchen Fällen kann man den Zustand dadurch noch verschlechtern. Lassen Sie am besten den Sauerstoffgehalt in Ihrem Blut messen und wenn dieser niedrig ist, kann man eine Sauerstofftherapie in Erwägung ziehen. 
  9. Bewusstes Einatmen durch die Nase und Ausatmen durch den Mund, kann bei manchen Patienten Linderung verschaffen. Dabei atmet man durch die Nase tief ein und doppelt so lang aus. 
  10. Entspannungsübungen, z. B. indem man ganz bewusst unterschiedliche Muskelgruppen von Kopf bis Fuß entspannt.
  11. Viele Atembeschwerden kommen in der Nacht. Manchen hilf es, wenn der Oberkörper und Kopf erhöht liegt. Betten mit Lattenrosten, bei denen man den vorderen Teil erhöhen kann, sind eventuell sinnvoll. Hohe Kissen könnten aber auch schon helfen. 
  12. Stellen Sie ein Ventilator vor sich auf (eventuell auch in der Nacht) – (Studie).  Dies mag helfen, dass Sie das ausgeatmete CO2 nicht so schnell wieder einatmen und versorgt Sie ständig mit frischer Luft. Zumindest reduziert es, wie die obige Studie zeigt, das Gefühl der Atemnot. 
  13. Asthma-Patienten mag es helfen, Kaffee zu trinken. In einer Studie wurde gezeigt, dass die Lungenfunktion sich bis zu 4 Stunden nach Kaffeekonsum leicht verbesserte. 
  14. Hören Sie mit dem Rauchen auf.
  15. Wenn Sie sich in höheren Lagen befinden (z. B. in den Bergen), können Sie einen tieferen Ort aufsuchen, um sich zunächst an die veränderten Luft-Verhältnisse zu gewöhnen. 
  16. Verändern Sie Ihre Lebensgewohnheiten: Schlafen Sie ausreichend, essen Sie gesund, treiben Sie Sport etc. 
  17. Schauen Sie sich Ihre Umgebung an. Könnten sich irgendwo Giftstoffe befinden (in der Luft, in der Matratze, in oder an den Wänden, in der Kleidung, auf der Nahrung etc.) ?
  18. Überprüfen Sie Ihre Medikamente auf Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen. Sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt.

Im allgemeinen kann man sagen, dass man bei Kurzatmigkeit eher einen Arzt aufsuchen sollte, anstatt es selbst zu behandeln, weil hinter den Symptomen ernsthafte Ursache liegen können. Deshalb gehen Sie besser zum Arzt, um ernsthafte Ursachen ausschließen zu können oder eine angemessene Therapie zu bekommen.

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Quelle des ersten Bildes (Zeichnung: Mann mit Atembeschwerden): 123rf.com / Tatyana Merkusheva
Quelle des zweiten Bildes (Mann mit Atemgerät): 123rf.com / Anna Koldunova